Die Romanbiografie von Irving Stone über den berühmten und genialen Michelangelo läßt wirklich keine Wünsche offen. In dem lebendigen Erzählstil hat man von Anfang an das Gefühl, man wäre mitten drin in der Zeit Michelangelos und man fiebert mit dem Künstler mit, als wenn man selber in diesem vor Vitalität berstenden Stadtstaat Florenz gelebt hätte.
Angefangen in der Kindheit beschreibt Stone in meisterhafter Erzählkust das Bestreben Michelangelos nur eins zu werden: ein Bildhauer. Mitten in der Zeit der Renaissance des 16. Jahrhunderts erlebt der Leser das Denken, Schaffen und den mühsamen Weg eines Künstlers, der als einer der genialsten nicht nur Bildhauer, sondern auch Maler und Architekt war. Man wird gefesselt von seinen ersten "Gehversuchen" über die Bekanntschaft mit vielen Berühmtheiten wie die Medicis, vor allem Lorenzo de Medici, dem Magnifico, den Strozzis, Raffeal, Leonardo Da Vinci, Bramante und nicht zuletzt Rom mit seinen Päpsten.
In jeder Sekunde des Buches teilt man Freud und Leid mit dem Künstler und hat nahezu das Gefühl, bei der Enstehung der berühmten Kunstwerke persönlich anwesend zu sein. Einmal angefangen, kann man das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Vielmehr möchte man sofort nach Florenz und Rom düsen, um die Bilder und Statuen zu betrachten. Stone versteht es ganz meisterlich, das Handwerk des Bilhauers so zu vermitteln, daß man meint, man könne jeden Handgriff verstehen, mit den Augen eines Künstlers sehen:-))
Um das Bild abzurunden, habe ich nach Lesen des Buches im Internet die Werke Michelangelos im Bild betrachtet und war wahrlich begeistert, welch unvergängliche und grandiose Kunst er geschaffen hat.
Ein absoluter Tipp, der in keinem Bücherregal fehlen sollte und auf jeden Fall nicht nur was für Fans der schönen Künste, da man so viel nebenbei lernt über die Zeit, die Politik, die Kirche und Päpste und und und.....Fünf Sterne und mehr:-)))