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Michel schlägt zurück: Eine Satire
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juni 2005
Dass die Zeiten sich ändern - wenn auch nicht immer zum Positiven - das wird in dieser erhellenden Satire durch den prägnanten, individuellen, allegorischen Zynismus des Autors sehr schön deutlich. Schon zahlreiche Generationen vor uns wurden vom politischen Establishment durch den Kakao gezogen und eigentlich müsste sich die lebende Generation schon bei der Geburt der Sprösslinge für den unverdaulichen Mist, den sie verzapft hat, eindringlich entschuldigen.
So hatte Jörg Hellmann die Studentenrevolution als Ventil und meine Generation hat sich die Lehrer ausgesucht... und meine Kinder bocken mit den Eltern... und... und ... und....
Eigentlich ist es doch traurig, denn das Einzige, was der Mensch aus seiner öden Geschichte lernt ist, dass er nichts aus ihr lernt. Immer wieder dasselbe idiotische Spiel von besserwisserischer Ideologienverteidigung mit dem scheinheiligen Endresultat der gähnenden Leere und Stagnation auf fast allen Ebenen. Und dort, wo man meint einen Fortschritt erzielt zu haben, hat man vor lauter Bürokratie die ursprüngliche Richtung ins Gegenteil verkehrt. Doch alle marschieren...und keiner weiß wohin...Zum Schluss will niemand losgegangen sein, obwohl alle irgendwo angekommen sind. Der Autor hat Recht, die versalzende Suppe, in der unsere träge Gesellschaft scheinbar hilflos umherschwimmt, den entsprechenden Institutionen sarkastisch gepfeffert auf dem goldenen Tablett zu servieren.
Das Schöne am Menü ist die urpersönliche Präsenz und der unverkennbare ehrliche Stil, die dem Werk eine unverwechselbare lebendige Frische verleihen. Deswegen stellt es eine reizvolle Alternative auf dem überfüllten Büchermarkt dar.
Auch für Menschen, die politisch nicht so versiert sind, ist diese Satire ein schmackhafter Leckerbissen, denn sie sprudelt vor witzigen Passagen und wechselt gekonnt zwischen informativen und spekulativen Abschnitten. Ich habe alle verschiedenen Formen des Lachens kennen gelernt. Angefangen über ein verschmitztes Lächeln und ein zögerliches Schmunzeln über ein breites Grinsen bis hin zu einem lauthalsen Freudenschrei. Auch, wenn das Buch wie im Einband deklariert, aus der Feder eines verärgerten Bürgers stammt, so ist doch unverkennbar, dass die Zeilen nicht einem fatalistischen Hirn entsprangen. Durch die gehörige Portion Witz und Humor wird der Leser aufgefordert, über das, was in diesem unserem Lande geschieht nachzudenken und an geeigneten Lebenspassagen direkt einzugreifen. Das Buch selbst ist solch ein gekonnter Eingriff in die scheinbar nicht veränderliche Dummheit politischer Instanzen und regt somit, wenn auch im kleinen Kreis, zu einer Wende an. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es wieder heraus und ich würde mich sehr freuen, noch mehr Leser für dieses Werk begeistern zu können, da diese Satire ein breites Echo verdient hat.
Insgesamt ein vergnüglicher Lesespaß, der mit Sicherheit zu Reflektion und Besinnung aufruft.
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VINE-PRODUKTTESTERam 5. März 2007
Eine düstere Zukunftsvision wird in diesem Buch gezeichnet... Zustände, die wir heute vorfinden, werden so zugespitzt, wie sie eventuell in einigen Jahren sein könnten, wenn manch ein Wahnsinn so weitergeht wie bisher.

Damit führt uns dieses Buch in vielen Bereichen vor Augen, wie blind wir bestimmten Zeitgeisterscheinungen folgen und uns vorschreiben lassen, was "politisch korrekt" ist und was nicht.

Die im Buch zugespitzt dargestellten Zustände wünscht man sich weiß Gott nicht - aber dafür möglichst bald das Happy End, das in Hellmanns Fiktion vorgesehen ist, in der Realität aber leider wenig wahrscheinlich erscheint.
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12 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. März 2004
Das Buch ist eine freche und manchmal ans Bösartige grenzende Satire über den "Zeitgeist". Sie bietet Lesevergnügen und ist auch schon mal gegen den Strich der scheinheiligen political correctness gebürstet. Wie sehr der Autor mit seiner Schwarzmalerei ins Schwarze getroffen hat, wird die Entwicklung bis 2010 zeigen......Die Texte werden dabei durch eine Reihe von treffsicheren Karikaturen ergänzt.
Zitat aus dem Buch über die Bildungssituation 2008:
"In den Hauptschulen war der normale Unterricht inzwischen ganz eingestellt worden. Die Behandlung der Schüler hatten Sozialarbeiter und Diplompsychologen übernommen. Projektwochen mit Themen wie: „Ethnisches Stricken" oder „Wie bastele ich mir ein Kondom" bestimmten den Schulalltag. Der wesentliche Teil des Vormittags bestand aus Konfliktberatung. Warming- ups, szenische Spiele und der Aufbau von Schülergruppen zu Standbildern schufen eine entspannte und freundliche Atmosphäre. Zwar waren die armen Kids am Ende ihrer Laufbahn komplette Idioten, aber sie waren spontan und ausgeglichen. Sie fanden keine Arbeit, weil sie weder lesen noch schreiben noch rechnen konnten, aber sie reagierten in Konfliktsituationen überaus besonnen..."
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