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Michel schlägt zurück: Eine Satire [Gebundene Ausgabe]

Jörg Hellmann , Rainer Chojnacki
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

2003
In seiner Satire legt der Autor den Finger auf die Wunden der politischen Landschaft. Er lästert und höhnt über alles, was ihn verdrießt. Das Buch lässt zwei Familien durch die bundesrepublikanische Geschichte trotten: Die Familie Wendehals: wortgewandt, wendig, scheinheilig und immer auf der Seite der Gewinner! Und die Familie Deutscher: offen aufrecht, bieder und immer auf der Seite der Verlierer! Historisch wird ein Bogen gespannt von der Studentenrevolte bis in das Jahr 2019. Dazwischen liegt ein Tal der Tränen. Das Buch bietet Lesevergnügen und ist auch schon mal gegen den Strich der scheinheiligen political correctness gebürstet.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Hildesheimer Literaturverlag; Auflage: 1., Erstauflage (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3000117253
  • ISBN-13: 978-3000117251
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 11,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.114.321 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Wie bin ich "Autor" geworden?
Zuerst schreibt man Geburtstagsglückwünsche, kleine Reden, spöttische Gedichte, Gebrauchsliteratur. (Man ist schließlich Deutschlehrer an einem Gymnasium, da erwarten das die Leute von einem...)
Einigen gefällt das Geschriebene. Man fängt an, den Kram zu sammeln.
Dann fasst man die eher politschen Glossen zusammen und es entsteht das erste Skript für ein Buch (2003): "Michel schlägt zurück"
Wie bemisst sich "Erfolg"?!
Der eigentliche Erfolg sind die freundlichen Rückmeldungen der Leser, der Spaß bei Lesungen und die Gewissheit, nach der Pensionierung nicht der Langeweile anheim zu fallen..
"Den unterhaltsamen Höhepunkt der Veranstaltung gestaltete Dr. Jörg Hellmann. Er zitierte aus seinem Buch "Kleine Geschichten über Golf". Dieses Buch ist eine gelungene Mischung aus Humor und Nachdenklichkeit. Sicher ein passendes Geschenk für jeden Golffreund."
Aus: Golf Clubmagazin, Offizielles Organ des Golf-Verbandes Niedersachsen/Bremen, Nr.1, März 2011, S. 101
e-mails:
"Hallo Herr Hellmann,
wir haben uns am letzten Freitag beim Golfturnier in Kronberg kennengelernt. Mir hat Ihr Buch sehr gut gefallen und ich möchte für mein Golfturnier einige Exemplare bestellen...."

"Lieber Herr Dr. Hellmann,
vielen Dank noch einmal für Ihren Einsatz beim Golfturnier - das war große Klasse! Wir haben noch viel positives Feedback bekommen."

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Der Autor war fast 40 Jahre im Schuldienst tätig, Oberstudienrat in den Fächern Deutsch und Geschichte, inzwischen Pensionär und passionierter Hobbyautor mit Hang zur beißenden Satire.

Auszug aus dem ersten Kapitel. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Es begann mit der Studentenrevolte 1968 „Der Mensch ist etwas, das überwunden werden soll.“ ( Nietzsche, Also sprach Zarathustra ) Georg Deutscher, genannt Schorse (nicht verwandt oder verschwägert mit Drafi Deutscher), ein aufstrebender Stern am Intellektuellenhimmel, kam 1968 an die Universität und machte das, wozu die Universität eigentlich da ist: er studierte. Das war nicht so selbstverständlich wie es zunächst scheint, denn um diese Zeit fing es in der „Bonner Republik“ (BR) an zu brodeln. „BRD“ durfte man nicht sagen, weil die in der DDR das immer sagten. Die Sprachregler und Mundverbieter beiderseits des Eisernen Vorhanges, die nach dem Fiasko des Dritten Reiches für eine Weile untergetaucht waren, tauchten wieder auf. Überall witterten sie ideologischen Unrat und schrieben diesseits und jenseits des Eisernen Vorhanges vor, welche Worte der jeweiligen „political correctness“ entsprachen. Eine allgemeine Unruhe erfasste in den späten 60iger Jahren die Bonner Republik. Eine Koalition aus SPD und CDU sollte die ersten wirtschaftlichen Probleme beheben, denn Deutschland hatte – oh Schreck - ein Haushaltsdefizit. Freilich bewegten sich diese Schulden des Staates in einer Größenordnung, auf die Hamburg - Harburg heute stolz wäre. Anlässlich des Schah – Besuches 1967 begann die heiße Phase der Studentenunruhen. Benno Ohnesorg wurde erschossen und die Bewegung hatte ihren Märtyrer. Bewegungen brauchen diese Märtyrer, ob sie denn bei dem Marsch auf die Feldherrnhalle umkommen oder auf einer Anti-Schah-Demonstration. Märtyrer geben Schubkraft, schaffen Identifikation und müssen deswegen im Bewusstsein der Anhänger gehegt und gepflegt werden. Der Tod eines Märtyrer darf nicht umsonst gewesen sein! Und so begannen bald die Straßenschlachten, die in bürgerkriegsähnliche Zustände einmündeten. Als sich später herausstellte, dass nicht die brutalen Kapitalistenschweine den Ohnesorg hingemeuchelt hatten, sondern ein Stasi-Trottel, gerieten einige Alt-Achtundsechziger wortreich ins Schleudern.

Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Engagiert, witzig und frech! 13. Juni 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Dass die Zeiten sich ändern - wenn auch nicht immer zum Positiven - das wird in dieser erhellenden Satire durch den prägnanten, individuellen, allegorischen Zynismus des Autors sehr schön deutlich. Schon zahlreiche Generationen vor uns wurden vom politischen Establishment durch den Kakao gezogen und eigentlich müsste sich die lebende Generation schon bei der Geburt der Sprösslinge für den unverdaulichen Mist, den sie verzapft hat, eindringlich entschuldigen.
So hatte Jörg Hellmann die Studentenrevolution als Ventil und meine Generation hat sich die Lehrer ausgesucht... und meine Kinder bocken mit den Eltern... und... und ... und....
Eigentlich ist es doch traurig, denn das Einzige, was der Mensch aus seiner öden Geschichte lernt ist, dass er nichts aus ihr lernt. Immer wieder dasselbe idiotische Spiel von besserwisserischer Ideologienverteidigung mit dem scheinheiligen Endresultat der gähnenden Leere und Stagnation auf fast allen Ebenen. Und dort, wo man meint einen Fortschritt erzielt zu haben, hat man vor lauter Bürokratie die ursprüngliche Richtung ins Gegenteil verkehrt. Doch alle marschieren...und keiner weiß wohin...Zum Schluss will niemand losgegangen sein, obwohl alle irgendwo angekommen sind. Der Autor hat Recht, die versalzende Suppe, in der unsere träge Gesellschaft scheinbar hilflos umherschwimmt, den entsprechenden Institutionen sarkastisch gepfeffert auf dem goldenen Tablett zu servieren.
Das Schöne am Menü ist die urpersönliche Präsenz und der unverkennbare ehrliche Stil, die dem Werk eine unverwechselbare lebendige Frische verleihen. Deswegen stellt es eine reizvolle Alternative auf dem überfüllten Büchermarkt dar.
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5.0 von 5 Sternen Spitze - und auf den Punkt gebracht 5. März 2007
Von Kuddl VINE-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Eine düstere Zukunftsvision wird in diesem Buch gezeichnet... Zustände, die wir heute vorfinden, werden so zugespitzt, wie sie eventuell in einigen Jahren sein könnten, wenn manch ein Wahnsinn so weitergeht wie bisher.

Damit führt uns dieses Buch in vielen Bereichen vor Augen, wie blind wir bestimmten Zeitgeisterscheinungen folgen und uns vorschreiben lassen, was "politisch korrekt" ist und was nicht.

Die im Buch zugespitzt dargestellten Zustände wünscht man sich weiß Gott nicht - aber dafür möglichst bald das Happy End, das in Hellmanns Fiktion vorgesehen ist, in der Realität aber leider wenig wahrscheinlich erscheint.
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12 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist eine freche und manchmal ans Bösartige grenzende Satire über den "Zeitgeist". Sie bietet Lesevergnügen und ist auch schon mal gegen den Strich der scheinheiligen political correctness gebürstet. Wie sehr der Autor mit seiner Schwarzmalerei ins Schwarze getroffen hat, wird die Entwicklung bis 2010 zeigen......Die Texte werden dabei durch eine Reihe von treffsicheren Karikaturen ergänzt.
Zitat aus dem Buch über die Bildungssituation 2008:
"In den Hauptschulen war der normale Unterricht inzwischen ganz eingestellt worden. Die Behandlung der Schüler hatten Sozialarbeiter und Diplompsychologen übernommen. Projektwochen mit Themen wie: „Ethnisches Stricken" oder „Wie bastele ich mir ein Kondom" bestimmten den Schulalltag. Der wesentliche Teil des Vormittags bestand aus Konfliktberatung. Warming- ups, szenische Spiele und der Aufbau von Schülergruppen zu Standbildern schufen eine entspannte und freundliche Atmosphäre. Zwar waren die armen Kids am Ende ihrer Laufbahn komplette Idioten, aber sie waren spontan und ausgeglichen. Sie fanden keine Arbeit, weil sie weder lesen noch schreiben noch rechnen konnten, aber sie reagierten in Konfliktsituationen überaus besonnen..."
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