Das vorliegende Buch will mit dem Mythos Houllebecq aufräumen bzw. dekonstruieren. Die dabei vollzogenen Anstrengungen sind nun zwischen zwei Buchdeckel gebannt worden. Die Entzauberung des Mythos wird mit viel Akribie vorangetrieben und wird die Liebhaber von Houllebecq in ihrer Meinungen bestätigen, dass hier systematisch versucht wird, den "Meister" vom Thron zu stoßen. Die Kritiker von Houllebecq werden sich die Hände reiben und klatschen, dass einer sich nun getraut hat, den heiligen Gral der Pop-Literatur anzutasten. Für alle die sich ein eigenes Urteil erlauben wollen, sei dies Buch wärmstens empfohlen. Die leichte Art des Autors hinter die Kulissen zu schauen, ist zugleich ein Blick auf die Vermarktung bzw. mediale Inszenierung des Literaturbetriebes. Doch ist es gut, dass auch solche Bücher erscheinen, denn Fiktion und Wirklichkeit liegen eben doch sehr nahe zusammen, wie der Fall von Michel Houllebecq aufs vortrefflichste zeigt!