Herr Künzler ist Musikredakteur und kommt aus der Schweiz. Er hat in 30 Jahren so viel geleistet, dass ihn kein Mensch kennt.
Der beste Weg, sich Gehör zu verschaffen ist der, über prominente Personen zu schreiben. Die letzte prominente "Persönlichkeit", die Menschenmassen auf allen Erdteilen begeistern konnte, war Michael Jackson.
Als Freiwild der Boulevardpresse konnte sich jeder jederzeit das Recht herausnehmen, irgendetwas über ihn zu schreiben, zu sagen, zu spekulieren und zu lästern.
Egal, was man über ihn zu sagen hatte, man kam auf jeden Fall ins TV und konnte für kurze Zeit den "Insider" spielen.
Herr Künzler schreibt genau das über MJ, was die Masse ohnehin schon alles weiss und was man auch irgendwie erwartet: schlimme Kinderzeit, viel Arbeit, viel Prügel, viel Erfolg, keine Kindheit. Die ersten Jahre der Legende MJ erscheinen wie eine Seifenoper.
Dann kommt das bekannte Klischee: nach THRILLER ging es ja nur noch bergab. Musikalisch, menschlich, äusserlich. Sein letztes Album, immerhin noch dreimal so erfolgreich wie alle M.donnas und Rihannas zusammengenommen, wurde zum Flop stilisiert und obwohl millionen Menschen hinter den THIS IS IT Tickets her waren hiess es immer, er hätte nur noch "einen kleinen, harten Kern von Fans" gehabt.
Vom knuddeligen N.gerjungen zum weissen Freak, der mit Kindern f.ckt, weil er selbst ein Kind sein möchte. Pfui.
Nach THRILLER wird das Buch wie ein Kurzroman. Telegrammartig werden einzelne Punkte aus MJs Leben und Karriere abgearbeitet. Keine neuen Erkenntnisse, keine Enthüllungen, keine Recherche. Zeitzeugen, Freunde oder Familienangehörige hat der Autor nicht getroffen. Seine Infos sind aus x-ter Hand. Alles, was die Medienwelt schon weiss, wird hier nochmal kurz zusammengefasst.
Dieses Buch ist unnötig. Herr Künzler bleibt in der Schweiz, und dieser Schinken verr@ttet im Bücherregal.
1 Stern :-)