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Michael Haneke Trilogie [3 DVDs]
 
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Michael Haneke Trilogie [3 DVDs]

 Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 3
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
  • Erscheinungstermin: 2. März 2007
  • Produktionsjahr: 1994
  • Spieldauer: 304 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000MQ3TZA
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 14.537 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Die Selbstmordrate Österreichs ist eine der höchsten in der Welt, umso weniger verwundert einen, was Ausnahmeregisseur Michael Haneke auf den Bildschirm bringt. Verstörende Familienportraits, düstere Endzeitszenarien oder subtile Gewaltexzesse finden sich im Oeuvre des Entfant Terrible der österreichischen Film-Szene. Dabei schockiert Haneke nicht mit billigen Mitteln, sondern tut dies hoch künstlerisch. Schockierend genial!

Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bildmaterial aller drei Filme gibt sich genauso wie das Tonmaterial sehr stumpf. Rauschen paart sich mit banalen Farben und selten finden sich Momente von klanglicher Breite. Sehr interessant fallen hingegen die Interviews mit Regisseur Michael Haneke aus, die als Extras zu jedem Film hinzu kommen.

Bild: Das Bild von "Der siebente Kontinent" leidet unter Rauschen (Stillleben mit Lampe, 00:34:05, DVD 1) und nicht sonderlich konturierten Schärfewerten. Nur hin und wieder finden sich Nahaufnahmen in guter Ausleuchtung, die konturiert wirken. Die farbliche Ausstattung bleibt stumpf. "Benny´s Video" bietet eine Mischung aus qualitative äußerst niedrigen Handkameraaufnahmen und ähnlich stumpfen Farbstimmungen und Schärfewerten wie in "Der siebente Kontinent". Das Bildmaterial von "71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls" gibt sich minimal präziser was die Spielszenen angeht. Doch lassen sich auch hier Dropouts (auf Bademantel, 01:15:28, DVD 3) und Rauschen bemängeln. Die eingespielten Original-Dokumente hingegen sind von äußerst minderer Qualität, was aber dem Konzept zugerechnet werden darf.

Ton: Die akustische Ausstattung der Trilogie beinhaltet Stereospuren von nicht allzu überragender Präsenz. In keinem der Filme werden Sprachsignale oder Kulisse besonders ausgespielt. Zwar rauschen Autos mal mit leichter Dynamik versehen durchs Bild, eine wirklich räumliche Atmosphäre vermag dadurch aber kaum zu entstehen (Rockmusik aus Center, 00:08:50, DVD 2). Selten finden sich akustisch wirklich volle Momente wie wenn ein angenehmer Hall bei den Chorsängern zu vernehmen ist (01:38:23, DVD 2). Insgesamt bleiben alle DVDS akustisch ziemlich stumpf.

Extras: Zu "Der siebente Kontinent" gibt’s ein Interview mit Regisseur Michael Haneke (16:40 Min.). Zu "Benny´s Video" gibt’s ebenfalls ein Interview (20:43 Min.) mit Haneke sowie Deleted Scenes (14:04 Min.). Auch zu "71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls" wird dem Zuschauer ein Interview mit dem Regisseur angeboten (23:29 Min.). --movieman.de

Produktbeschreibungen

Der siebente Kontinent (Österreich, 1989, ca. 104 min., FSK 12)


Der Film verfolgt das Leben von Georg, seiner Frau Anna und deren Tochter Eva über den Zeitraum von drei Jahren: es ist eine Familiengeschichte, die Geschichte eines beruflichen Aufstiegs, die Geschichte vom Preis der Anpassung, die Geschichte einer gelebten Konsequenz.
Michael Hanekes Kinodebüt ist ein verstörender, radikaler Film um emotionale Kälte und Kommunikationsverlust.

Benny′s Video (Österreich / Schweiz, 1992, ca. 105 min., FSK 16)


Benny steht am Beginn der Pubertät Er stammt aus wohlhabendem Haus. Seine Eltern sorgen sich kaum um ihn. In der Welt der Videofilme findet er emotionalen Ersatz. Er lernt ein etwa gleichaltriges Mädchen kennen. An einem Wochenende nimmt er es mit nach Hause. Was wie eine scheue Liebesgeschichte anfängt, endet in einer Katastrophe.
Die Geschichte des Jungen Benny, der ein Mädchen vor laufender Videokamera tötet, ist ein eindringlicher Beitrag zur "Gewalt-in-den-Medien"-Debatte. Eine beklemmende, komplexe moralische Fabel über die Entfremdung von Menschen zu Wesen mit erschreckender emotionaler Teilnahmslosigkeit. Dicht inszeniert, hervorragend gespielt und fotografiert, verankert "Benny′s Video" den Namen Michael Haneke endgültig auf der Karte der Filmkunst.

71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls (Österreich / Deutschland, 1994, ca. 95 min, FSK 12)


Am Vorweihnachtstag des Jahres 1993 tötet ein 19 jähriger Student ohne ersichtlichen Grund mehrere ihm völlig fremde Menschen. Was führte Opfer und Täter zusammen?
Ein kühler Film, der keine psychologische Erklärung

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Klein
Wie die meisten Filme von Haneke sind auch diese Beiträge sehr schwer und nüchtern gehalten. Wer sich darauf einläßt, erfährt Kino auf höchstem Niveau und abseits unserer alltäglich gewordenen Seh-Norm.

Ein Nachtrag zur Movieman-Kritik liegt mir am Herzen:

Warum wird immer wieder das "Rauschen" auf DVDs als Kritikpunkt herausgestellt? Diese Art von Filmen haben während einer Kinovorführung eine hohe Grobkörnigkeit, was meist ein künstlerich gewollter Aspekt durch die Wahl des Filmmaterials ist und gerade solchen Filmen eine bessere Nähe und "Realität" oder Schmutzigkeit verleiht. Ein riesiges Atmosphärisches Merkmal, sozusagen ein filmischer Stempel des Künstlers.

Würde man per Filter dieses sogenannte "Rauschen" wegretouchieren, wäre ein großer Teil der Atmosphäre zerstört. Es gehen immer mehr Studios dazu über, den Filmgrain aus ihren DVDs herauszurechnen. Unschöner Nebeneffekt ist dabei, dass das Bild unschärfer wird. Das wird mit einem Schärfefilter ausgeglichen, welcher verstärkte Doppelkonturen erzeugt. Am TV mag das noch okay gehen, auf einer Beamerprojektion ist das ein Auskriterium.

Ich möchte hier allen raten, die "Rauschen" auf DVDs als störend empfinden, beim nächsten Kinobesuch genau darauf zu achten, wie Film eigentlich aussieht. Glücklicherweise gibt es noch (wer weiß, wie lange) Analogvorführungen in den Filmtheatern. Unsere gängigen DVDs haben in vielen Fällen nichts mehr mit "Film" gemein. Richtig traurig wird es, wenn man einen Film aus dem Kino kennt, sich auf die DVD freut und diese dann völlig anders ausschaut und zu Hause dadurch einfach kein richtiges feeling entstehen will. I.d.R. handelt es sich bei der DVD um ein glattgelecktes, steriles Produkt, daß (von manchen Labels) sich nicht einmal mehr die Mühe macht, wie Film auszusehen. Schöne, neue Zeit.

Mein Appell lautet daher: gebt dem Filmgrain eine Chance :-) Vielen Dank!
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von K. Weber
Mein Favourit unter allen Haneke-Filmen wird immer "Der siebente Kontinent" bleiben. Es verursacht fast körperliche Schmerzen, wenn dem Zuschauer ganz allmählich klar wird, was passieren wird. Und auch wenn den frühen Filmen Hanekes der mediale Irrwitz späterer Filme wie "Caché" oder "Funny Games" noch größtenteils abgeht, sind sie doch Meisterwerke. Sie wirken lange nach und machen dem Betrachter klar, wie oft er wegsieht, wenn er sich die Zeit nehmen sollte, hinzusehen. Das Schlagwort der emotionalen Vergletscherung ist aktueller denn je. Unbedingt empfehlenswert!
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14 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Riyad Salhi TOP 1000 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Eine Trilogie, die sich der Vergletscherung der Gefühle und somit auch der Kommunikation widmet, sich dabei auch nicht im geringstem um Publikumserwartungen schert, kann, wenn sie innerhalb von 24 Stunden erlitten wird, zu kurzzeitigem Fieber führen. So war es bei mir. Das war einfach zu viel Eiseskälte und Ausweglosigkeit auf einmal. Meine Schuld! Machen Sie es anders und holen Sie sich nur "Benny`s Video" - als Einzel-DVD. Dieser erschütternde Film ist kein Meisterwerk, aber nicht allzu weit davon entfernt. Nicht etwa, dass er erklären würde, warum ein 15-jähriger ein Mädchen "so halt" umbringt, aus einem fast spontanen Akt heraus, um zu "sehen, wie das ist". Wie Haneke diesen Gewaltakt zeigt, in dem er ihn nahezu gar nicht zeigt (im Bild), dafür aber hörbar macht, das ist grandios und schauerlich zugleich. Wie er selbst im Interview (auch auf der DVD) sagt: Als Benny seinen Mord den Eltern präsentiert, ist es fast noch schockierender. Eine unglaubliche Idee! Und die Gesichter von Ulrich Mühe und Angela Winkler (die Eltern) dabei sind so fassungs- und hilflos, wie man es sich kaum vorstellen kann. Das Gespräch zwischen den beiden in der Küche, wie man die Leiche beseitigen könnte, gehört zu den besten Dialogen in einem deutschsprachigen Film. Benny ist degeneriert und medial verseucht, aber was zum Teufel ist mit seinem Vater los? Der Schluss ist fast rätselhaft, ich habe das nicht ganz begriffen - will es hier aber auch nicht verraten. "Benny`s Video" hat mich sprachlos gemacht. Die anderen beiden Produktionen hingegen: Lähmungen, Ärgerlichkeiten, krankmachend. "Der siebente Kontinent" ist das Protokoll von Alltaglichkeiten einer bürgerlichen Drei-Personen-Familie. Haneke kostet diese Banalität voll aus und langweilt den Zuschauer aufs Äußerste. Dann der radikale, irritierende Entschluss eines gemeinsamen Suizids. Akribisch und dabei sehr verkrampft wird die gesamte Inneneinrichtung zerstört. Wieder lässt sich Haneke beim Zeigen dieser Verrichtungen sehr viel Zeit. Es ist schrecklich, einfach nur schrecklich. Als das Geld ins Klosett geschmissen wurde, musste ich wirklich laut aufstöhnen. Der erste Schritt in die erhöhte Temperatur. Wenige Stunden später dann habe ich "71 Fragmente..." nachgeschoben und brauchte danach Wadenwickel. Schicksale, die sich kaum miteinander verknüpfen, laaange Einstellungen, Vorbeireden, Nichtreden, Nichtspassiertheit - und alles endet dann in einem sehr kurzen, folgenreichen Gewaltakt. Wer es ist, der ausrastet, ist nahezu willkürlich: Es könnte tatsächlich fast jeder sein, der es nicht mehr aushält, denn negative Energien tragen alle Figuren mit sich herum. Eine Szene ist großartig, obwohl praktisch nichts passiert: Ein Mann ohrfeigt seine Frau am Küchentisch. Das ist unglaublich intensiv gespielt. Kommt mir dann aber in seiner Gesamtheit doch moralisierend vor, obwohl Haneke im Grunde nicht offensichtlich wertet oder denunziert. Er will nur "zeigen", aber die Inkohärenz dieser 71 Fragmente macht dieses Vorhaben weit gehend zunichte. Dieser Film und "Der siebente Kontinent" sind derart entschlackt, spröde und nackt, dass ich davon nur abraten kann. Doch eines muss man Haneke auch in seinen Anfängen zugute halten: Er hat einen Stil, den man nicht kopieren kann und unverwechselbar ist. Schwarzblenden, Verzicht auf Filmmusik, quälende Stille, nur Besteckgeräusche. Niemand kann Einsamkeit unter Menschen besser darstellen als Haneke. Aber im "Siebenten Kontinent" glaube ich den Schauspielern nicht, und in "71 Fragmente..." glaube ich dem Drehbuch nicht. Meine 3 Punkte beziehen sich somit auf die gesamte Box. "Benny`s Video" alleine ist ohne jeden Zweifel 5 Punkte wert.
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