Nachdem ich nun schon mehrfach Feet of Flames und auch Riverdance auf DVD und LIVE gesehen habe, stand Celtic Tiger für mich natürlich auch in der Pflicht.
Zu Beginn stellte sich bei mir auch gleich Ernüchterung ein, wo ich mich doch so sehr darauf gefreut hatte, einmal wieder etwas neues vom weltbesten Steptänzer zu sehen.
Aber wer die anderen beiden Shows schon kannte, wird hier nur mit neuer Kulisse verwöhnt, der Rest ist nahezu identisch.
Die Reihenfolge der einzelnen Szenen, die Gesangsparts, das Flöten und Geigensolo, die Choreografien. Aber warum sollte man das Rad auch neu erfinden, wenn die vergangenen Shows doch alle grandios und ausverkauft waren.
Ich möchte die Show nicht schlecht reden, wer Feet of Flames und Riverdance nicht kennt, wird diese Show lieben, aber für alle anderen wird dies anfänglich nur ein Aufguss sein.
Ungefähr ab der Hälfte der Show wird dann auch das Publikum munterer, was vorher teilweise schläfrig wirkte. Auch das Bühnenwerk wird fabrnefroher und die neugestaltete Leinwand die fliessend in die Aktionen auf der Bühne einhergehen ist sehr gut anzusehen.
Negativ fielen mir auch die vielen Sprünge auf, war früher noch alles in Irish gehalten, geht es jetzt von Broadway über Ballett über Flamenco bis hin zu Patreotismus zu Amerika über. Ebenso wird in Celtic Tiger weniger gestept als in Feet of Flames, hier steht mehr der Tanz im Vordergrund.
Alles in allem eine gute Show, aber erreicht um Längen nicht das Original "Feet of Flames", was in keiner gut sortierten Michael Flatley Sammlung fehlen sollte.