"MICHAEL CLAYTON" ist ein wahrlich gelungenes Thrillerdrama, mit einer Geschichte, die einen wider Erwarten schnell in ihren Bann zieht, brilliant gespielt von Clooney, Swinton ("Oscar" für ihre Rolle) und Wilkinson, ein Film, der sehr schnell eine Art Sogwirkung entwickelt - und zwar ohne schnelle Schnitte, deftiger Action oder nackte Tatsachen.
Wer diesen Ausnahmefilm noch nicht gesehen hat, sollte dies beizeiten nachholen - definitiv !
Ein Ausnahmefilm - mit einer Musik, die einem Score-Fan geradezu die Freudentränen in die Augen treibt !
James Newton Howard hat hier seinen den Fans seiner bisherigen Arbeit bekannten Pfad verlassen und einen ungemein sphärischen, wundervoll melancholischen und melodischen Score geschaffen, der ohne Weiteres mit Cliff Martinez' meisterhaftem Score zu Steven Soderbergh's "SOLARIS" verglichen werden kann.
Wehmütig und so voller Gefühl, leise und doch voller Kraft mittels unterschwellig bis leicht aufbrausender Rhytmus-Sektion - die perfekte Musik für den von seinem eigenen Gewissen und den Interessen Anderer getriebenen und fast schon gescheuchten Filmcharakter von George Clooney ....
James Newton Howard schreibt Filmmusiken seit Jahrzehnten ("WATERWORLD", "THE SIXTH SENSE", "BATMAN BEGINS", "OFF LIMITS" (siehe meine dortige Rezension), "THE FUGITIVE" u.v.m.) - und er hat immer eine klasse Arbeit abgeliefert.
Dies ist ein anderer Howard, und ich behaupte, der Beste seit langem.
Eine absolute Empfehlung !!!!