Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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45 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Anwaltsthriller und menschliches Drama - perfekt kombiniert, 19. Juli 2008
Michael Clayton (George Clooney) ist Anwalt einer renommierten New Yorker Kanzlei - doch er ist nicht irgendein Anwalt; nein, vielmehr ist er der sogenannte kanzleiinterne "Fixer". Derjenige, der die wenig beliebten Mandate einer zumeist sehr einflussreichen Klientel übernimmt, um sie auf juristischem Wege wieder mal aus irgendeinem selbstverschuldeten Schlamassel zu befreien. Nach der Beratung eines dieser Mandanten - es ist bereits früher Morgen - fährt Clayton über das Land zurück in die Stadt und wird von einem ungewöhnlichen Bild gefangen genommen: drei auf einer Anhöhe weidenden Pferden, die dicht beieinander stehen. Er verlässt sein Auto, steigt den Hügel hinauf und erkennt die Zusammenhänge. Genau in diesem Augenblick explodiert sein Fahrzeug durch eine Autobombe, die ihn eigentlich töten sollte. Dann Szenenwechsel: Vier Tage zuvor.
Tony Gilroys (Drehbuchautor der Bourne-Trilogie) Regie-Debüt wurde zu Recht in mehreren Kategorien für den Oskar nominiert und konnte diesen schließlich für die beste Nebenrolle (Tilda Swinton, "The Beach") für sich verbuchen. In der Hauptrolle brilliert ein zurückhaltend und nachdenklich spielender Clooney neben einem formidablen Tom Wilkinson, dessen intensives Charakterspiel als aus den Fugen geratener Top-Anwalt mindestens ebenso Oskar-prämiert hätte werden sollen wie das von Swinton in ihrer Rolle als vom Ehrgeiz zerfressene, zu allem fähige und unsagbar einsame Karrieristin.
Es ist eine kalte, eine düstere Welt - getaucht in blaustichige Bilder -, die dem Zuschauer hier aufgetischt wird. Eine Geschichte über die Schattenseiten des amerikanischen Wirtschaftssystems, eines Systems, das wie kein zweites das Prinzip des Stärkeren als seine zugrunde liegende Ordnung verinnerlicht hat. Und so sind es dann auch die guten, die "kleinen" Amerikaner, die in diesem Film letztlich den Kürzeren zu ziehen scheinen. Gegen einen übermächtigen Chemiekonzern, vertreten von Claytons Kanzlei, scheint ihre Hoffnung auf Gerechtigkeit im Zuge einer Sammelklage zu zerbrechen. Einzig Clayton und sein Kollege Arthur (Wilkinson) stellen sich dieser Koalition der Skrupellosen entgegen, und tragen am Ende den zumindest moralischen Sieg davon. Auch wenn Arthur - einst ein funktionierendes Rad im Getriebe seiner nach Gewinnmaximierung strebenden Kanzlei - die Neuentdeckung des Gutmenschen in ihm selbst bis dahin mit dem Leben bezahlen musste; in diesem Zusammenhang erwähnenswert ist auch Arthurs Monolog, mit dem der Film eingeleitet wird - genial (vor allem im englischsprachigen Original)!
"Michael Clayton" verbindet einen packenden Anwaltsthriller im Stil von "Die Firma" mit Elementen eines menschlichen Dramas. Seinen Erfolg verdankt dieser großartige Film dabei in erster Linie der herausragenden Besetzung, die es - entgegen der Ansicht gewisser Vorrezensenten - von der ersten bis zur letzten Spielminute versteht, den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten. Hinzu kommen die vielen persönlichen Konflikte und Verästelungen der Figuren, angefangen mit Clayton selbst, der sich als notorischer Poker-Spieler mit einem Restaurant-Projekt übernommen hat und fortan in einer scheinbar unüberwindlichen Schuldenfalle sitzt, bis hin zum Auftragskiller-Duo des Chemiekonzerns, das mit schnörkelloser Effizienz und "Eleganz" die Kaltblütigkeit seines Gewerbes zu kaschieren versucht. Ebenfalls bemerkenswert ist Sydney Pollacks Part, der als Kanzleichef sowohl "die Strippen in der Hand hält", als auch dem Film eine noch tiefergehende Dimension angedeihen lässt.
Im Ganzen ein außergewöhnlich intensiver Film, der sicherlich mit zum Besten gehört, was Hollywood in den letzten Jahren hervorgebracht hat.
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28 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Solider Thriller mit guten Schauspielern, 30. April 2009
Bereits seit mehreren Jahren arbeitet der ehemalige Staatsanwalt Michael Clayton (George Clooney) für die New Yorker Kanzlei Kenner, Bach & Ledeen und löst dort hinter den Kulissen die unschönen Aufgaben seines Arbeitsgebers. Obwohl der den Job lieber gestern als heute hinschmeißen würde, ist er wegen finanzieller Probleme doch auf ihn angewiesen. Als der brilliante, aber leider manisch-depressive Anwalt Arthur Edens (Tom Wilkinson) in einem milliardenschweren Fall die Fronten wechselt, soll Clayton seinen alten Freund zur Vernunft bringen. Aber die gegnerische Seite hat schon Maßnahmen ergriffen... - ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Drehbuchautor und Regisseur Tony Gilroy hat mit "Michael Clayton" einen spannenden, aber wenig originellen Anwaltsthriller geschaffen. Der mit Schwergewichten dieses Genres nicht ganz mithalten kann. Dank George Clooneys guter schauspielerischen Leistung, Tom Wilkinsons Wahnsinn und der herrlich fiesen und scheinbar allmächtigen Tilda Swington ist der Film wirklich gut besetzt und die Schauspieler verstehen es durchaus zu punkten.
Verschiedene Dinge in dem Film kommen dem Genre-Kenner sicherlich bekannt vor. So ist die Idee vom Kampf um Gerechtigkeit von kleinen, schwachen Bürgern gegen allmächtige Konzerne nicht gänzlich neu (siehe auch Filme, wie Erin Brockovich - Eine Wahre Geschichte [Blu-ray] oder Zivilprozess). Zwar nähert sich Michael Clayton dem Fall von der anderen Seite, von jener der Vertreidigung, doch fehlt es an großen Überraschungsmomenten und wundersamen Wendungen. Folglich ist "Michael Clayton" nur eines: ein handwerklich ordentlicher Thriller, der sich knappe vier Sterne aufgrund den tollen darstellerischen Leistungen verdient hat.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
GROßARTIGER JUSTIZTHRILLER MIT KLASSE BESETZUNG, 5. August 2008
Wenn Michael Clayton (G.Clooney) das erste Mal im Film ins Blickfeld rückt, spielt er Poker. Dies ist kein Zufall, denn man kann es symbolisch sehen, als Anwalt den er spielt, der alles auf eine Karte setzt...
Clooney spielt einen desillusionierten Anwalt, der von seiner Kanzlei als Mann für`s Grobe eingesetzt wird. Er betreut Fälle bei denen sich andere nicht die Finger schmutzig machen. Nun muss er sich um seinen Freund und Arbeitskollegen Arthur Edens (Tom Wilkinson) kümmern, der Prozessbevollmächtigter der Kanzlei ist und bei einer Anhörung zur Sammelklage gegen einen großen Pharmakonzern durchgedreht ist, da er glaubt Beweise für die Schuld des Konzerns, den er vertreten soll, gefunden zu haben. Das interessieiert die eiskalte Konzernanwältin (klasse gespielt von Tilda Swinton, die zurecht den Oscar erhielt) nicht, im Gegenteil. Sie hat kein Interesse an Untersuchungen und als A. Edens versucht den Skandal publik zu machen greift sie zu drastischen Mitteln, welche zuerst Edens und bald daraufhin auch Clayton zu spüren bekommen...
Fazit: Packender Wirtschafts- und Justizthriller mit einem Hauch Gesellschaftskritik (Käuflichkeit von Menschen), super Athmosphäre und exzellenten Darstellerleistungen.
ABSOLUTE KAUFEMPFEHLUNG!!!
Übrigens: FINGER WEG VON DER BLU RAY DISC! Schlechter Bildtransfer!
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