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Mich hat keiner gefragt. Zur Ehe gezwungen - eine Türkin in Deutschland erzählt
 
 
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Mich hat keiner gefragt. Zur Ehe gezwungen - eine Türkin in Deutschland erzählt [Gebundene Ausgabe]

Ayse , Renate Eder
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 300 Seiten
  • Verlag: Blanvalet; Auflage: 1., Aufl. (22. August 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764502118
  • ISBN-13: 978-3764502119
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 246.512 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ay?e
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ist die türkische Kultur eine europäische? Passen die Vorstellungen über Ehe und Familie mit dem zusammen, was die europäische Tradition der Menschenrechte für unveräußerbar hält? Solche Fragen muss man stellen, angesichts der Tatsache, dass immer noch -- auch in Deutschland -- junge Türkinnen gegen ihren Willen von ihren Eltern zwangsverheiratet werden. Mit Die fremde Braut hat die in Hamburg lebende türkisch-deutsche Soziologin Necla Kelel im Frühjahr 2005 einen erschütternden Bericht über den tatsächlichen Umfang dieser fortgesetzten Menschenrechtsverletzung vorgelegt. Demnach ist jede zweite türkische Ehe in Deutschland das Ergebnis einer solchen Zwangsverheiratung. Für diese werden schon in Kindertagen entsprechende Vereinbarungen zwischen den beteiligten Familien getroffen. Ehefrauen (oder -männer) werden dann eigens aus der Türkei nach Deutschland "importiert" oder (insbesondere bei nach hiesigem Recht wegen ihres Alters noch nicht Heiratsfähigen) kurzfristig in die Türkei ex- und nach der Eheschließung wieder reimportiert.

Unter dem Pseudonym Ayse hat nun eine Betroffene einen detaillierten Erfahrungsbericht vorgelegt, in dem sie ein Martyrium schildert, wie man es hierzulande für unmöglich halten sollte. Tatsächlich aber ist das Schicksal dieser Frau, die mit erst vierzehn Jahren und gegen ihren Willen mit ihrem Cousin verheiratet wurde und anschließend von ihm und seiner Familie wie eine Sklavin gehalten wurde, kein Einzelfall. Doch nur selten brechen Frauen wie Ayse ihr Schweigen. Angst und Scham halten sie in ihrer Unfreiheit gefangen. Nach 19 Jahren Ehehaft hat Ayse ihre Angst überwunden. Mit ihrem Buch leistet sie einen wichtigen Beitrag, uns die Augen über diese grauenhafte "Tradition" zu öffnen, die wir keinesfalls dulden, sondern mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln bekämpfen müssen! -- Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung

Ein erschütterndes Frauenschicksal - mitten unter uns, hier in Deutschland
"Mit elf war ich verlobt, mit vierzehn verheiratet. Nein, gefragt hat mich niemand. Mein Vater kam eines Tages aus dem Kaffeehaus und teilte mir mit, dass ich jetzt mit Mustafa, meinem Cousin, verlobt sei und ihn bald heiraten würde, und das wars. Meine Mutter hat damals viel geweint, aber geholfen hat sie mir nicht."
Die Türkin Ayse ist vierzehn Jahre alt, als sie mit ihrem Cousin Mustafa verheiratet und zu dessen Familie nach Deutschland geschickt wird. Schon vor der Hochzeit wird sie von Mustafa brutal vergewaltigt. Und auch nach der Trauung muss Ayse häufig Schläge und sexuelle Willkür erdulden. Was sie in der Fabrik und durch Heimarbeit verdient, fließt direkt auf das Konto der Schwiegermutter. Mit fünfzehn bringt sie ihren ersten Sohn zur Welt, und bereits zwei Wochen nach der Entbindung muss sie wieder in der Fabrik am Fließband stehen. Mustafa hingegen arbeitet nur sporadisch.
In neunzehn Ehejahren bringt Ayse vier Kinder zur Welt. Sie spricht nur gebrochen deutsch und lebt völlig isoliert, ohne Freunde. Als Mustafa sie eines Nachts halbtot schlägt, flieht Ayse schließlich in ein Frauenhaus. Und wagt dort das Undenkbare: Sie reicht die Scheidung ein. Daraufhin entführt Mustafa die beiden jüngeren Kinder in die Türkei. Ein ganzes Jahr dauert es, bis sie ihre Kinder wieder findet.
Heute hat Ayse die Hölle ihrer Ehe aus eigener Kraft hinter sich gelassen. Ihre Geschichte erschüttert zutiefst - doch sie ist kein Einzelfall: Ähnlich Tragisches ereignet sich immer wieder - in unserer engsten Nachbarschaft.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
41 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von K. H.
Format:Gebundene Ausgabe
.....einer sogenannten "Import-Braut". Die in der Türkei aufgewachsene Ayse wird im Alter von 11 Jahren mit ihrem in Deutschland lebenden Cousin Mustafa verlobt. Im Alter von 14 Jahren findet schliesslich die Hochzeit statt und kurze Zeit später zieht Ayse um nach Deutschland zur Familie ihres Mannes.

Nach ihrer Meinung zu dieser ganzen Sache wird sie nicht gefragt. Natürlich nicht, sie ist schliesslich ein Mädchen und damit nichts wert. Ihr Vater hat alles arrangiert und deshalb wird es so gemacht. Niemand aus ihrer Familie würde es wagen, gegen den Vater aufzubegehren.

Anstatt Wohlstand und Reichtum und ein besseres Leben erwarten sie in Deutschland jedoch nur eine mickrige 1-Zimmer-Wohnung, in der sie mit 5 anderen Personen leben muss, Vergewaltigungen und Schläge durch ihren Mann und Arbeit von morgens bis spät in die Nacht.

19 Jahre geht sie durch diese Hölle, bringt in dieser Zeit sogar noch 4 Kinder zur Welt, bis sie es endlich schafft, sich von ihrem brutalen Mann und seiner Sippe zu trennen.

Ein Buch, das einen wachrütteln sollte. Diese Form der modernen Sklaverei ist hier in Deutschland leider weit verbreitet. Die Frauen aus der Türkei werden total isoliert, können unsere Sprache nicht und sind der Willkür ihrer Männer hilflos ausgeliefert.

Die Geschichte von Ayse ist so gut erzählt, daß man sie in einem Rutsch durchliest. Oft standen mir jedoch auch Tränen in den Augen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
absolut lesenswert 15. November 2005
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Je weiter ich gelesen habe, um so mehr war ich aber gefangen vom Inhalt. Es ist wirklich UNVORSTELLBAR!

Daß in anderen Kulturen die Familienbande einen viel höheren Stellenwert haben als bei uns, ist mir bekannt.
Aber es sind nicht nur die anderen Wertvorstellungen, sondern die für uns kaum nachvollziehbaren starken Bindungen.

Dennoch ist es für mich schwer vorstellbar, dass es auch bei uns Frauen gibt, die unter einem solchen Leid leben. Damit meine ich nicht nur die Erniedrigung und die Schläge, sondern vor allem das Gift, das zwischen sie und ihre Kinder gesät wurde. Kaum auszuhalten!!

Mich hat das Buch nicht nur sehr berührt, sondern es sind wirklich Laternen der Erkenntnis angegangen.

Geschrieben ist es sehr gut. Es liest sich wie erzählt. Nicht verschnörkelt, nicht vereinfacht, sondern lebendig und klar.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Absolut fesselnd. 28. Mai 2007
Von Barb
Format:Gebundene Ausgabe
Ich fange viele Bücher sehr motiviert an zu lesen - und habe unendlich viele halb gelesene Schmöker rumliegen, die ich "irgendwann mal" lesen werde - oder auch nicht.

Bei diesem Buch ist nicht möglich, es wieder wegzulegen. Einfach und doch absolut fesselnd geschrieben, lechzt man darauf, einfach nur weiter zu lesen. Ohne künstliche Mitleidheischerei der Autorin lebt der Leser so mit in Ayse's bewegter und bewegender Lebensgeschichte, dass meinem Empfinden nach keiner durch das ganze Buch kommt, ohne immer wieder Tränen der Wut, des Mitgefühls oder der Erleichterung in den Augen zu haben.

Ich werde bestimmt mit vielen Menschen über das Gelesene sprechen und ihnen empfehlen, es zu lesen.

.. so auch hier:

Leute, absolut lesenswert. Ein Blick hinter die Kulissen einer ganz anderen Kultur und Lebensweise. Ich hätte niemals vermutet, dass es so etwas wie Zwangsehe, die sich wie Sklaverei ließt, überhaupt noch in der "zivilisierten Welt" gibt - und doch gibt es das alles sogar vor der eigenen Haustür.
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lesenswert
Habe viele Bücher über unterdrückte Frauen gelesen, dieses hat mir mit am besten gefallen. Der Schreibstil ist ok und lässt sich flüssig lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 25 Tagen von Jane veröffentlicht
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Ergreifendes Buch ...

Das Bild der Türken hat sich leider wieder mal bestätigt. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Jenny veröffentlicht
eine spannende Biografie über erschreckende Traditionen, die...
Ich habe dieses Buch an zwei Abenden durchgelesen, weil ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Agnostiker veröffentlicht
Kritik an der eigenen Kultur ohne eigene Umsetzung
Das Buch umfasst eine interessante Schilderung einer türkischen Zwangsheirat. Das Buch stellt die türkische Kultur aus dem Blickwinkel der Ayse sehr kritisch dar. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von schleepy veröffentlicht
Befreiung aus der Zwangsehe
Irgendwann im Frühjahr 1964 wurde Ayse in einem kleinen Dorf namens Ballidere in Zentralanatolien geboren. Ihre Eltern waren arme Bauern. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Kerry veröffentlicht
Ayse
Das Buch habe ich an einem Donnerstag geliefert bekommen und hatte es am Samstag durchgelesen.
Es beschreibt die wahren Ereignisse von solchen Frauen. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Cay, Duygu veröffentlicht
jeder, der sich für das Thema Zwangsheirat interessiert, sollte...
Ayse wächst in der Türkei, in ihrem Heimatort Ballidere mit einem älteren Bruder und einer jüngeren Schwester, zu der sie allerdings nie ein besonders gutes... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Frank Bauer veröffentlicht
Ayse Mich hat keiner gefragt
Ein sehr intresanntes buch mit einer spannenden gesichte , kann man nicht auf hören zu lesen das buch ist zu ergreifen muss mann weiter lesen .
Veröffentlicht am 8. Mai 2010 von Wolfgang Mayer
Menschenrechte ade!
Fundamentale Menschenrechte werden in Deutschland in unmittelbarer Nachbarschaft mit Füßen getreten, da bestimmte Patriarchen es einfach nicht kapieren, dass wir hier... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Januar 2010 von G. Lange
Zum weglesen
Ich habe dieses Buch in 2 Tagen durchgelesen.
Es zieht einen in seinen Bann, man kann gar nicht mehr aufhören. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. September 2009 von S. Bendel
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