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Miami Blues. Der erste Hoke-Moseley-Fall
 
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Miami Blues. Der erste Hoke-Moseley-Fall [Taschenbuch]

Charles Willeford , Rainer Schmidt
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 250 Seiten
  • Verlag: Alexander Verlag Berlin; Auflage: 3., Aufl. (21. März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3895810770
  • ISBN-13: 978-3895810770
  • Größe und/oder Gewicht: 16,9 x 11,9 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 499.744 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Charles Ray Willeford
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Frederick J. Frenger Junior ist ein psychopathischer Krimineller, der keinen Spaß versteht. Gerade aus dem kalifornischen Knast in Saint Quentin entlassen, reist er nach Miami, um sich ein neues Betätigungsfeld zu suchen. Auf dem Flughafen bricht er einem Krishna-Jünger, von dessen Bettelei er sich belästigt fühlt, den Daumen. Der junge Mann stirbt kurze Zeit später an einem Schock.

Der Tod des Bettelmönchs wird zum Fall für Sergeant Hoke Moseley vom Morddezernat des Miami Police Departement. Zunächst steht er vor der Frage, ob es sich überhaupt um einen Mord handelt. Als er Susan, der Schwester des Opfers, bei Nachlassangelegenheiten hilft, tun sich ihm familiäre Abgründe auf. Die Geschwister waren aus der Provinz nach Miami gekommen, um ein gemeinsames Kind abzutreiben und danach das große Geld zu machen. Ihr Studium finanziert Susan als Hotelnutte. Ihr Bruder ging gleichzeitig im Auftrag der Krishna-Sekte betteln, betrog diese aber um die Almosen. Unterdessen lernt Susan ausgerechnet Frenger kennen. Beide tun sich zusammen, um eine platonische Ehe zu führen. Die naive Susan weiß zwar, dass Frenger ein Krimineller ist, ahnt aber nicht, dass sie mit dem Mörder ihres Bruders zusammenlebt.

Miami Blues erzählt von verkorksten und grotesken Existenzen. Der American Dream der einzelnen Figuren prallt auf die gnadenlose Realität Miamis, wo man "am besten einen Revolver mitnimmt, wenn man auf die Straße geht". Mit seinen absurd wirkenden, aber dennoch präzisen Zustandsbeschreibungen des amerikanischen Wahnsinns bleibt Willeford als moderner Klassiker ein absolutes Muss!

Der Alexander Verlag legt hier in einer Neuausgabe den ersten von vier Hoke-Moseley-Fällen vor, und zwar in einer soliden Überarbeitung der ursprünglichen Rowohlt-Übersetzung. Darüber hinaus glänzt Willefords neue deutsche Verlagsheimat mit einem praktischen Kleinformat, das wirklich satt in jede Tasche passt. Fortsetzung folgt. --Christian Koch

Kurzbeschreibung

"Alltag in Miami. Hoke Moseley hat es immer gleich mit mehreren Fällen zu tun, und bei dem nervenaufreibenden Job kann er nur schwer seine Diät einhalten. Die sich selbst verordnete karge Kost macht ihm schwer zu schaffen. Und die ständig wiederkehrenden Gedanken an seine Exfrau und die Tatsache, daß sie ihm eines Tages ohne Vorwarnung die Töchter aufhalst, die sein ohnehin nicht sehr reges Sexualleben noch mehr einschränken, und dann hat er seit neuestem auch noch eine Partnerin im Wagen und sein Vorgesetzter mokiert sich über seinen Freizeitanzug ..." Frank Göhre "Willeford sagte, das Beste, was ein Mensch zu jeder Zeit tun könne, sei ruhig in seinem eigenen kleinen Zimmer zu sitzen. "Und schreiben?" fragte ich. "Nichts tun", sagte Willeford. "Können Sie das?" fragte ich. Er sagte, jedesmal,wenn er es versuche, stelle er am Ende fest, daß er schreibe. Ich sagte: Vielen Dank." Janwillem van de Wetering Willeford, der den Großteil seiner Zeit in Miami am Schreibtisch verbrachte, war der beste Stilist und Dialogschreiber, den es zu seiner Zeit in Amerika gab. Mit den Worten seines Kollegen Elmore Leonard: "Niemand schreibt einen besseren Kriminalroman als Charles Willeford."

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der Frosch, der nach Miami kam und irgendeine Art Platscher machte, 11. August 2010
Die drei Hauptfiguren dieses Kriminalromans, der Polizist Hoke Moseley vom Miami Policedepartment, der Berufsverbrecher Freddy und seine Zufallsbekannte Susan, mit der Freddy in einer "platonischen" Ehe lebt, suchen schon seinesgleichen in der Kriminalliteratur. Willeford versteht es allen Dreien "Leben" einzuhauchen, d.h. dem Leser in einer relativ knappen Sprache die Charaktere, eingebunden in die brutale Atmosphäre Miamis der 80iger Jahre, eindringlich vor Augen zu führen. Weit mehr als in "normalen" Krimis beschäftigt sich Willeford auch mit der Psyche seiner Figuren, ohne dabei belehrend oder aufdringlich zu werden. Das Portrait des "Ehepaares" Freddy und Susan fand ich einmalig und absolut gelungen.
Der durch seine Lebenserfahrung zum Einzelkämpfer gewordene, völlig gefühllose und brutale Gangster Freddy will noch einen großen Coup landen, um sich mit Susan für ein paar Jahre "halbwegs" zur Ruhe setzen zu können. Die ihn bemutternde Susan, eine (ehemalige) Studenten-Prostituierte mit starkem Hang zum bürgerlichen Leben, bildet dazu zwar einen schillernden Gegensatz, passt anderseits aber gut zu Freddy. Der Polizist Hoke Moseley wird als ein runtergekommener Typ geschildert, der trotz hohem Alkoholkonsum bei klarem Verstand geblieben ist, den er auch braucht, weil er mehrfach in äußerst unglückliche Situationen gerät.
Spannend erzählt ist das Ganze und selbst den Humor bringt Willeford ein: Herrlich die Idee mit der Essigtorte, und der Haiken (japanisches Kurzgedicht) über den Frosch ist schon etwas Besonderes. Der Frosch, der nach Miami kam ......
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für alle Krimileser!, 20. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Miami Blues. Der erste Hoke-Moseley-Fall (Taschenbuch)
Frenger, ein Kleingnaove, der frisch aus dem Gefängnis entlassen wurde, Susi Waggoner, eine Collegestudentin, die ihren Lebensunterhalt mit Prostitution verdient und Hoke Mosley, ein alkoholabhängiger Polizist, treffen in Miami, der 70er Jahre aufeinander. Miami Beach ist zu dieser Zeit noch kein leuchtender Boulevard, sondern eine schmutzige und herutergekommene Starndpromenade, die von Drogendealern und Kleinkriminellen beherrscht wird.

Willeford zeichnet seine Figuren und deren Sehnsüchte so eindringlich wie kaum ein anderer.
Miami Blues ist einer der besten amerikanischen Kriminalromane. Ein absolutes muss für alle Krimifans.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Defitge Einladung nach Miami, 2. April 2008
Von 
ludwigwitzani (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Da ich Miami wegen des schlechten Wetters nicht wirklich richtig kennen lernen konnte, habe ich mir wenigstens während der Frühjahrsstürme den Krimi Miami Blues" reingezogen. Es handelt sich um einen Krimi der Extraklasse, der den Leser tief in das soziale Unterfutter der größten Stadt Floridas einführt, in seine schäbigen Hotels, in denen jüdische Rentner ihren Lebensabend neben illegal eingewanderten Cubanos verleben müssen, nach Little Haiti, wo die Drogenbarone morden und nach Dade County, wo sich die junge Susan Wagnoeer prostituiert, um ihr Studium zu finanzieren. In dieser knallharten Welt sucht der gerade erst aus dem Gefängnis entlassene Frederick Frenger Junior sein Glück. Als ein lupenreiner Psychopath mordet er ohne mit der Wimper zu zucken und zieht eine Blutspur durch das Land. Ganz anders sein Antagonist, der Polizeiseargant Hoke Mosley, der nach seiner Scheidung in einem heruntergekommenen Hotel in Miamai Beach dahinvegetiert und es gerade noch schafft, sich mehr schlecht als recht durch sein Polizeileben zu kämpfen. Ohne allzu viel zu verraten, kann man nur sagen: er ist nicht nur ziemlich herunter gekommen, sondern hat auch noch viel Pech, zweimal wird ihm das Gebiss geklaut, ehe es schließlich zum Showdon mit dem psychopathischen Frederick Frenger Junior kommt.
Einen so atmosphärisch dichten und rasant geschriebenen Kriminalroman habe ich seit langem nicht mehr gelesen. Als Begleitlektüre für die erste Miamaireise durchaus als Korrektiv dafür zu empfehlen, sich von der Glitzerwelt der Promenaden am Ocean Drive nicht allzu sehr täuschen zu lassen.
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