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Miami Blues. Der erste Hoke-Moseley-Fall
 
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Miami Blues. Der erste Hoke-Moseley-Fall [Taschenbuch]

Charles Willeford , Rainer Schmidt
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Frederick J. Frenger Junior ist ein psychopathischer Krimineller, der keinen Spaß versteht. Gerade aus dem kalifornischen Knast in Saint Quentin entlassen, reist er nach Miami, um sich ein neues Betätigungsfeld zu suchen. Auf dem Flughafen bricht er einem Krishna-Jünger, von dessen Bettelei er sich belästigt fühlt, den Daumen. Der junge Mann stirbt kurze Zeit später an einem Schock.

Der Tod des Bettelmönchs wird zum Fall für Sergeant Hoke Moseley vom Morddezernat des Miami Police Departement. Zunächst steht er vor der Frage, ob es sich überhaupt um einen Mord handelt. Als er Susan, der Schwester des Opfers, bei Nachlassangelegenheiten hilft, tun sich ihm familiäre Abgründe auf. Die Geschwister waren aus der Provinz nach Miami gekommen, um ein gemeinsames Kind abzutreiben und danach das große Geld zu machen. Ihr Studium finanziert Susan als Hotelnutte. Ihr Bruder ging gleichzeitig im Auftrag der Krishna-Sekte betteln, betrog diese aber um die Almosen. Unterdessen lernt Susan ausgerechnet Frenger kennen. Beide tun sich zusammen, um eine platonische Ehe zu führen. Die naive Susan weiß zwar, dass Frenger ein Krimineller ist, ahnt aber nicht, dass sie mit dem Mörder ihres Bruders zusammenlebt.

Miami Blues erzählt von verkorksten und grotesken Existenzen. Der American Dream der einzelnen Figuren prallt auf die gnadenlose Realität Miamis, wo man "am besten einen Revolver mitnimmt, wenn man auf die Straße geht". Mit seinen absurd wirkenden, aber dennoch präzisen Zustandsbeschreibungen des amerikanischen Wahnsinns bleibt Willeford als moderner Klassiker ein absolutes Muss!

Der Alexander Verlag legt hier in einer Neuausgabe den ersten von vier Hoke-Moseley-Fällen vor, und zwar in einer soliden Überarbeitung der ursprünglichen Rowohlt-Übersetzung. Darüber hinaus glänzt Willefords neue deutsche Verlagsheimat mit einem praktischen Kleinformat, das wirklich satt in jede Tasche passt. Fortsetzung folgt. --Christian Koch

Kurzbeschreibung

"Alltag in Miami. Hoke Moseley hat es immer gleich mit mehreren Fällen zu tun, und bei dem nervenaufreibenden Job kann er nur schwer seine Diät einhalten. Die sich selbst verordnete karge Kost macht ihm schwer zu schaffen. Und die ständig wiederkehrenden Gedanken an seine Exfrau und die Tatsache, daß sie ihm eines Tages ohne Vorwarnung die Töchter aufhalst, die sein ohnehin nicht sehr reges Sexualleben noch mehr einschränken, und dann hat er seit neuestem auch noch eine Partnerin im Wagen und sein Vorgesetzter mokiert sich über seinen Freizeitanzug ..." Frank Göhre "Willeford sagte, das Beste, was ein Mensch zu jeder Zeit tun könne, sei ruhig in seinem eigenen kleinen Zimmer zu sitzen. "Und schreiben?" fragte ich. "Nichts tun", sagte Willeford. "Können Sie das?" fragte ich. Er sagte, jedesmal,wenn er es versuche, stelle er am Ende fest, daß er schreibe. Ich sagte: Vielen Dank." Janwillem van de Wetering Willeford, der den Großteil seiner Zeit in Miami am Schreibtisch verbrachte, war der beste Stilist und Dialogschreiber, den es zu seiner Zeit in Amerika gab. Mit den Worten seines Kollegen Elmore Leonard: "Niemand schreibt einen besseren Kriminalroman als Charles Willeford."

Klappentext

Frederick Frenger Junior kommt gerade aus dem Knast. Doch viel Zeit, seine wiedergewonnene Freiheit in Ruhe zu genießen, bleibt ihm nicht. Am Flughafen von Miami bricht er einem ihm lästigen Krishna-Anhänger aus Bosheit einen Finger. Da nimmt das absurde Unheil seinen Lauf: Der Angegriffene stirbt völlig unvermutet an dem erlittenen Schock. Doch da hat sich Frenger schon längst aus dem Staub gemacht. Als er nur wenig später mit der Bedienung Susan in einem Coffee-Shop anbandelt, ahnt er nicht, dass er sich ausgerechnet die Schwester seines Opfers ausgesucht hat. Erst als sie in den Verdacht gerät, in den Tod ihres Bruders verwickelt zu sein, dämmert ihm, wie tief er in der Klemme sitzt. Kurz entschlossen plant er einen großen Coup, der alle seine Probleme mit einem Schlag lösen soll. Aber da ist ihm der Ermittler Hoke Moseley schon dicht auf der Spur. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Der Amerikaner Charles Willeford, mit acht Jahren Vollwaise, Straßenkind, später Berufssoldat, war zuletzt Journalist und Literaturkritiker für den angesehenen Miami Herald. Statt am vergeblichen Streben der Menschheit zu verzweifeln, machte er sich einen nihilistischen Optimismus zu eigen, dem er das Verständnis für seine Figuren verdankt. Neben etlichen anderen Büchern verfaßte er diese in Miami angesiedelte Polizeiserie um den Helden Hoke Moseley, die lange Zeit vergriffen war. Jetzt liegt der erste der vier Bände des Kultautors, des "pope of psycho-pulp", in einer von Jochen Stremmel überarbeiteten Übersetzung wieder vor; die anderen (Auch die Toten dürfen hoffen, Seitenhieb, Bis uns der Tod verbindet) sollen in halbjährlichem Abstand folgen.

Auszug aus Miami Blues von Charles Willeford, Rainer Schmidt. Copyright © 2002. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Als Hoke sein rechtes Bein bewegte, schmerzte es mehr als sein Unterkiefer, aber wenigstens ließ es sich bewegen. Seine Schädeldecke schien sich bei jedem Atemzug auf
unheimliche Weise zu heben und zu senken. Zwei Kissen klemmten seinen Kopf ein, so daß er ihn nicht mehr als zwei oder drei Zentimeter weit nach rechts oder links drehen konnte. Seine Handgelenke waren locker mit Verbandmull ans Bettgitter gebunden, was ihn daran
hinderte, sein Gesicht zu betasten oder an den Verbänden herumzuzupfen. Rechts und
links von seinem Bett sah er Schläuche und Flaschenständer, und klare Flüssigkeiten tröpfelten ihm in beide Arme. Vielleicht hatte man ihm auch deswegen die Arme fixiert.
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