Die Idee der Geschichte ist im Grunde ganz nett. Eine Frau ist unglücklich in ihrer derzeitigen Beziehung und lernt eine Frau kennen, die sich fasziniert.
Nur hat die Autorin versucht auf 80 Seiten einen Roman, einen Lebensratgeber, eine sozialkritische Geschichte und viele Gedichte unterzubringen. Kein einziger Handlungsbogen wird vernünftig erzählt, außerdem ist das Ende mehr als haarsträubend. Achtung, Spoiler: Dass man sich mit einer schizophrenen Person unterhalten kann, ja. Aber: Dass man sich mit allen Persönlichkeiten dieser Person gleichzeitig unterhalten kann, und so quasi Gespräche zu dritt führen kann, nein. Hier fehlt einfach Hintergrundwissen.
Auf jeder Seite findet sich mindestens ein Rechtschreib- Zeit- oder Zeichenfehler. Wer über BOD veröffentlicht, sollte sich wenigstens einen Betaleser suchen. Auch mit Logikfehlern wird durchaus nicht gegeizt.
Insgesamt ist die Geschichte leider grausam schlecht erzählt und umgesetzt. Gelesen habe ich sie nur, weil eine Freundin mich darum gebeten hat.
In einem Interview sagte die Autorin, sie veröffentliche über BOD, weil Neulinge es sonst schwer haben, einen Verlag zu finden. „Mia Maria“ ist ein gutes Beispiel dafür, warum Lektoren aussieben.
Der Stern ist für die Strickanleitung.