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Die Logik des Mißlingens Strategisches Denken in komplexen Situationen
 
 
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Die Logik des Mißlingens Strategisches Denken in komplexen Situationen [Taschenbuch]

Dietrich Dörner
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag (1989)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499193140
  • ISBN-13: 978-3499193149
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (59 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 143.004 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Dietrich Dörner
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen


"Originelle Wissenschaft kann sich durch verschiedenes auszeichnen: Durch originelle Fragestellungen, Methoden, Konzepte oder Begriffsbildungen; im glücklichsten Fall durch dies alle zusammen. Mit der Logik des Mißlingens ist ein solcher Glücksfall gelungen."
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Rheinischer Merkur/Christ und Welt

"Komplexität erzeugt Unsicherheit. Unsicherheit erzeugt Angst. Vor dieser Angst wollen wir uns schützen. Darum blendet unser Gehirn all das Komplizierte, Undurchschaubare, Unberechenbare aus. Übrig bleibt ein Ausschnitt - das, was wir schon kennen. Weil dieser Ausschnitt aber mit dem Ganzen, das wir nicht sehen wollen, verknüpft ist, unterlaufen uns viele Fehler - der Mißerfolg wird logisch programmiert. Ohne öde spezialwissenschaftliche Diktion, dafür aber mit viel Verstand und Humor führt uns Dietrich Dörner, einer der ersten Leibnitz-Preisträger der Deutschen Forschungs- gemeinschaft, all die vielen kleinen, bequemen, ach so menschlichen Denkfehler vor, für die im besten Fall nur einer, im schlimmsten Fall der ganze Globus büßen muß."

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

43 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Fehler passieren nicht einfach, 19. Januar 2007
Warum machen Menschen in komplexen Situationen Fehler? Und vor allem welche Fehler machen Sie? Um dies herauszufinden hat Dietrich Dörner eine Reihe von Computersimulationen ersonnen, die die Basis für dieses Buch darstellen. Egal, ob es sich um die Verwaltung eines fiktiven Staates, einer erfunden Schokoladenfabrik oder die Überwachung des Reaktors von Tschernobyl handelt: Viele Menschen neigen offenbar dazu, ab einer gewissen Komplexitätsstufe der Aufgabe den rationalen Verstand auszuschalten, Wirklichkeitsanteile auszublenden und bei Fehlern Zuflucht zu Zynismus, Verschwörungstheorien und Despotismus zu nehmen statt das eigene Denken zu hinterfragen.

Alles vertraut und menschlich und man mag daraus den Schluss ziehen, dass vieles von dem, was uns auf dieser Welt falsch und ungerecht erscheint, aus reiner Dummheit bzw. Denkfaulheit und nicht aus bösem Willem geschieht. Das Buch zeigt aber auch, dass Intelligenz ohne Klugheit sich rasch in elaborierten Aberglauben verwandeln kann...die Dialektik der Aufklärung lässt grüßen.

Zum Glück wird dem Leser auch vermittelt, wie man sich mit Aufmerksamkeit Vernunft und einigen praktischen Strategien gegen die Fallen komplexer Systeme wappnen kann.

Streckenweise etwas theoretisch aber ohne Zweifel gewinnbringend zu lesen.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Manchmal mühsam - aber fast immer lohnend, 21. Januar 2004
Niemand zwingt deutsche Professoren, allgemeinverständlich, lesbar oder gar unterhaltsam zu publizieren. Ganz im Gegenteil gibt sich unsere akademische Elite große Mühe, durch sprachliche Verkomplizierung und sorgsam gepäppelte Ausgrenzungsterminologie davon abzulenken, dass es meistens schwieriger ist, eine komplizierte Sache einfach zu vermitteln als umgekehrt. Schon deswegen ist Dörner eine echte Bereicherung, denn er bemüht sich um Lesbarkeit.

Seine Grundthese: Die Welt ist komplexer und vernetzter, als uns unser Intellekt und unsere evolutionsbedingten oder erlernten Denk-, Entscheidungs- und Handlungsmuster erschließen. Daraus leiten sich zahlreiche Fehlhandlungen ab, ob sie langfristige Strategie und planvolles Vorgehen betreffen oder „richtiges" Entscheiden-Müssen unter Zeitdruck. „Dass man mit den besten Absichten schlimme Folgen produzieren kann, bedeutet ja, dass man nur über ungenügende Einsichten in die herrschenden Verhältnisse verfügt". Dörner legt seinen Untersuchungen simple Thesen zugrunde, die er schrittweise um so folgenreicher entwickelt. Dabei verknüpft er philosophische Fragen (Was ist Realität) mit Systemtheorie, Mathematik, Psychologie und Verhaltensforschung. „Menschen kümmern sich üblicherweise um Probleme, die sie haben, nicht um die, die sie noch nicht haben". Natürlich, logisch, simpel, trivial - aber was hat diese Erkenntnis für Folgen bei der Zielfindung, beim Planen und Handeln? „Man stellt sich einen neuen, bislang unbekannten und zukünftigen Sachverhalt so vor wie den entsprechenden, bereits bekannten." oder "Der intuitive Umgang mit nichtlinear verlaufenden Wachstumsprozessen fällt uns allen recht schwer, und wir sind gut beraten, in solchen Fällen nicht auf Intuition, sondern eher auf die Mathematik zu vertrauen".

Dörner analysiert, wie es zum Unfall in Tschernobyl kommen konnte, warum unvernetzt praktizierter Umweltschutz mehr Schaden anrichtet als kein Systemeingriff, warum dogmatische Weltbilder in dynamischen Systemen zu selektiver und damit verschobener Realitätswahrnehmung führen oder warum Weltbilder auf Basis reduktiver Hypothesen so beliebt sind - im Klartext, was so tröstlich an Verschwörungstheorien ist. Wer sich ideologisch an Dörner reiben will, findet hier ebenso Zündstoff wie der Manager, der sich Erkenntnisse für seine Arbeit erwartet. Fazit: Brillante Gedanken bedingen nicht auch brillantes Lesevergnügen. Aber die Mühe lohnt sich.

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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Nach Jahren noch topaktuell, 18. Dezember 2002
Von 
isy3 (lebt nun am Bodensee) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Logik des Mißlingens Strategisches Denken in komplexen Situationen (Taschenbuch)
Dieses Buch zeigt die Schwierigkeiten, die auftreten, wenn der Mensch es mit der Steuerung und Entwicklung komplexer Strukturen zu tun bekommt. Die Beispiele sind mit Hilfe von Computersimulationsspielen aber auch anhand der Realität von Tschernobyl unterlegt. Es wird - durchaus mit gewissen Humor - aufgezeigt, was man so alles falsch machen kann im Leben, als Bürgermeisters eines Dorfes, als Entwicklungshelfer in der Sahel-Zone oder schon bei der simplen Steuerung eines Tiefkühlhauses.

Auch die psychologischen Tricks, die der schwache Mensch so anwendet, um trotz offensichtlichen Scheiterns noch ein Selbstwertgefühl zu behalten. Zum Beispiel angesichts offensichtlicher Katastrophen von der Realität abheben oder zynisch werden, in blinden Aktionismus verfallen, nichts aus Erfahrungen lernen, resignieren, Verschwörungstheorien erstellen...

Man bekommt Verständnis für ungute politische Entwicklungen, die trotz offensichtlicher Schieflage nicht von den Verantwortlichen abgeändert werden. Manche der Versuchsszenarien kommen mir schrecklich realitätsnah vor.

Schön auch, wie Dörner aufräumt mit dem Aberglauben, wir Menschen würden nur 10% unseres Gehirns nutzen: Es läuft auf Erden keine einzige vierbeinige Spezies herum, die dauernd ein ungenutztes fünftes Bein mit sich herumschleppt, das nur darauf wartet, zum Einsatz gebracht zu werden, damit nun erst richtig gesprintet werden kann.

Ein lesenswertes Buch mit viel Erkenntnisgehalt und Unterhaltungswert. Dazu recht preisgünstig.

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