Melanie Fionas ist insbesondere durch "Give It To Me Right" und den Radiohit "Monday Morning" in Deutschland bekannt. Das dazugehörige Album "The Bridge" lieferte auch den amerikanischen R&B-Hit "It Kills Me". Im Großen und Ganzen war das Debüt gut, aber leider auch nicht viel mehr. Die besten Lieder waren eindeutig die Singles, "Johnny" und "Priceless"; leider gab es auch einige langweilige Lückenfüller. Jetzt gibt es denn Nachfolger:
1. This Time (feat. J.Cole): Das geht ja schon mal gut los. Das Lied erinnert mich etwas an die Lieder von "The Bridge", der Refrain ist vielleicht etwas an "Monday Morning" angelehnt. Der Song braucht eine Weile, aber dann ist er richtig gut. Mir gefällt hier der Beat, der Refrain und auch der Gast J.COle (aufstrebender Rapper), der dem Lied das gewisse Etwas verleiht.
2. 4AM: Die zweite Single folgt und der erste Hit in den USA. 4AM ist einfach klasse! Das Lied klingt stark nach "Motivation" von Kelly Rowland, ist allerdings noch viel besser. Der Refrain ist wunderschön, die Produktion gelungen und Melanie singt einfach so gefühlvoll.
3. Break Down These Walls: Jetzt wird es etwas rockiger. Das Lied ähnelt wieder eher dem ersten Song, gefällt mir aber besser. Zum ersten Mal in Melanies Musik hören wir richtig herausstechende Gitarren. Hier finde ich vor allem den Refrain gut und den gesamten Stil, der einfach richtig gut zu Melanies Stimme passt.
4. I Been That Girl: Das Lied wurde von Drake geschrieben, den ich nicht sonderlich gerne höre, und leider hört sich das Lied wirklich stark nach Drake an. Mir ist es irgendwie zu langweilig und eintönig. Es ist nicht schlecht, aber auf jeden Fall der Tiefpunkt der Platte.
5. Wrong Side Of a Love Song: Nach einem langen Intro folgt die nächste R&B-Ballade, die dem Stil von Lied 3 folgt. Mir gefällt "Wrong Side of A Love Song" allerdings noch besser. Melanie packt hier ihre ganze Stimme aus, was sich vor allem im Refrain auszahlt, der auch hier sehr gefühlsgeladen rüber kommt.
6. Running (feat. Nas): Jetzt wird es wieder etwas schneller. Diese Salaam Remi-Produktion ist ein souliger Midtempo-Track, der weniger durch den Refrain besticht, sondern eher durch die Kombination von Melanies toller Stimme, dem relativ simplen Beat und dem guten Rap von Nas. Gehört allerdings auch eher zu den schwächeren Songs.
7. Change The Record (feat. B.o.B): Das Lied, das eventuell ein großer Hit werden könnte. Das liegt einfach daran, dass "Change The Record" klasse ist. Der Refrain hat Ohrwurmpotenzial, der Rap von meinem Lieblingsrapper B.o.B passt gut und zudem würde das Lied bestimmt auch im Radio gespielt werden. "Change The Record" ist das schnellste Stück der CD.
8. Gone And Never Coming Back: Die erste Single, die leider nicht so erfolgreich war. Das Lied klingt stark nach "It Kills Me", gefällt mir allerdings deutlich besser, da ich den Vorgänger nie sonderlich toll fand. "Gone And Never Coming Back" hat einen guten Refrain, eine schöne Klaviermelodie und besticht auch wieder durch die Stimme der Kanadierin.
9. Bones: Jetzt wird es nochmal etwas schneller. "Bones" ist ein etwas außergewöhnlicher Song; sehr soulig, allerdings auch etwas rockig angehaucht. Mir gefällt das Lied gut, vielleicht gerade weil es "anders" ist. Es hat leider keinen besonders starken Refrain, allerdings verfügt es über eine gute Produktion und eben das gewisse Etwas.
10. Watch Me Work: Mit "Watch Me Work" folgt noch ein Lied, das den Stil von "Bones" hat, allerdings viel besser ist. Hier gibt es einen starken Refrain, eine tragende, einprägsame Bassmelodie in den Strophen und irgendwie ein leichtes "The Bridge"-Feeling.
11. Can't Say I Never Loved You: Jetzt folgt ein Surfpop/ Reggae-Song mit Ukulele-Begleitung. "Can't Say" ist ein richtig gutes Lied, es passt zwar nicht besonders gut zum Rest der Platte, ist aber einfach schön. Mich erinnert es auch irgendwie etwas an Colbie Caillat oder an irgendein anderes Lied. Hier sind die Strophen etwas besser als der Refrain, den ich allerdings auch gut finde.
12. L.O.V.E (feat. John Legend): Am Ende gibt es noch ein Pop/ R&B-Lied. Hervorzuheben ist hier die Harmonie der Stimmen, die wirklich richtig gut zusammen passen. L.O.V.E ist leider etwas gewöhnlich, es könnte auch von Beyoncé oder Jessie J sein, allerdings trotzdem ziemlich gut. Wäre vielleicht eine ganz gute Singleauskopplung.
13. 6AM (feat. T-Pain): Als ich gelesen habe, dass T-Pain auch auf dem Album ist, habe ich erst einmal Falten auf der Stirn bekommen. Die Quiekgeräusche von ihm sind eigentlich nicht zum Aushalten. 6AM besteht nun aus Elementen von 4AM und 5 o'Clock, kann allerdings auch eigenes Lied bezeichnet werden. Ich muss zugeben, dass ich überrascht bin und das Lied wirklich gern habe. Es ist einprägsam und T-Pain und Melanie passen eigentlich gut zusammen.
"The MF Life" ist ein sehr gutes R&B-Album gewesen, das über Einflüsse aus Hip-Hop, Rock, Soul, Reggae und sogar etwas Elektro verfügt (6AM). Abgesehen von "I Been That Girl" gefallen mir alle Lieder ziemlich gut. Das Album lebt von den abwechslungsreichen Produktionen und der tollen Stimme von Melanie. Die Gäste gefallen mir ausnahmslos sehr gut und fügen sich sehr gut in das Gesamtbild ein. Produziert wurde das Album von No I.D., Rico Love, T-Minus, Jack Splash, Salaam Remi und anderen, eher unbekannten Produzenten. Leider gibt es außer "4AM" und "Change The Record" keine Lieder, die richtiges Hitpotenzial haben. "Watch Me Work", "L.O.V.E" und "This Time" würden sich zwar gut als Singles anbeiten, allerdings glaube ich nicht, dass diese sehr erfolgreich wären.
Es ist sehr schade, dass Melanie Fiona nicht besonders bekannt ist, auch die Verkaufszahlen in den ersten zwei Wochen waren nicht besonders berauschend.
Die 5 besten Lieder:
1. CHange The Record
2. 4AM
3. Watch Me Work
4. Gone And Never Coming Back
5. Can't Say I Never Love You
Aber eigentlich sind fast alle Lieder auf dem gleichen Niveau.