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Meyerbeer, Giacomo - Die Hugenotten

Chor der Deutschen Oper Berlin , Orchester der Deutschen Oper Berlin , John Dew    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 32,74 Kostenlose Lieferung. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Darsteller: Chor der Deutschen Oper Berlin, Orchester der Deutschen Oper Berlin, Angela Denning
  • Regisseur(e): John Dew
  • Format: Classical, PAL
  • Sprache: Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch
  • Untertitel: Englisch, Spanisch, Französisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Naxos Deutschland GmbH
  • Erscheinungstermin: 14. Februar 2001
  • Produktionsjahr: 1991
  • Spieldauer: 156 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00005A3QT
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 107.108 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

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Lange bevor von einem Vereinten Europa die Rede war, war Giacomo Meyerbeer (1791–1864) schon von ganzem Herzen Europäer. Der in der Nähe von Berlin geborene Spross einer jüdischen Kaufmannsfamilie studierte zunächst einmal Komposition bei mehreren deutschen Lehrern, ging dann nach Italien, um dort Opern im echt italienischen Stil zu schreiben und ließ sich schließlich in Paris nieder, wo er zum führenden Vertreter der französischen Grand Opéra wurde. In späteren Jahren verknüpfte er in seinem Personalstil die deutsche Harmonik mit italienischer Melodik und französischer Rhythmik. Wie gesagt: Echt europäisch eben.

Zu den wichtigsten Opernwerken des heute leider kaum noch gespielten Jakob Liebmann Meyer Beer (so der eigentliche Name) gehört Die Hugenotten aus dem Jahre 1836. Das historische Sujet des Stückes, das auf einen Roman von Prosper Mérimée zurückgeht (La chronique du règne Charles IX.), wurde von Eugène Scribe und Emile Deschamps in ein Libretto umgewandelt und schildert die grausame Ermordung Tausender Hugenotten (das heißt französischer Protestanten) bei der "Pariser Bluthochzeit" im August 1572.

Bei seiner Neuinszenierung für die Deutsche Oper Berlin hat Regisseur John Dew im Jahre 1987 den Fünfakter um Glaubenskrieg und religiösen Fanatismus in die Neuzeit herübergeholt. Bei ihm wird das damals noch geteilte Berlin zum Schauplatz der Handlung. Der "antifaschistische Schutzwall" mit seiner Trennung der politischen Systeme, aber auch Rückblicke auf die Historie der Naziära und ihre Judenverfolgung nehmen die Stelle des Kofliktes zwischen Katholiken und Protestanten ein, wie ihn Meyerbeer zum Ausdruck brachte.

In John Dews fabelhafter zeitgemäßer Regie tummeln sich finanzkräftige Herren in feinem Zwirn und Militärs, die mit dem Säbel rasseln, prollige Punks und neureiche Schickeria, Trümmerfrauen und Cheerleader. Und all das findet in einer Kulisse aus Berliner Hinterhöfen, Grenzstreifen und Ruinenlandschaft statt. Big schrill! Der Kerngedanke der Grand Opéra ist aber freilich trotz aller Modernisierung erhalten geblieben: Auch der Neufassung geht es um ein Werben für mehr Toleranz, sie will Sympathien für Andersdenkende wecken und trägt ihr Anliegen mit originellen Regieeinfällen überaus überzeugend vor. --Harald Kepler

Produktbeschreibungen

MEYERBEER - DIE HUGENOTTEN DT.

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Kundenrezensionen

2.5 von 5 Sternen
2.5 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grand Opera: hier mehr für's Auge als für's Herz 9. Februar 2006
Von Wolfgang Stroebl TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Diese DVD bietet eine Aufzeichnung der damals viel beachteten Aufführung von Meyerbeers "Hugenotten" in der Inszenierung John Dews an der Deutschen Oper Berlin aus dem Jahre 1991. Zeit zu überprüfen, was uns Meyerbeer zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch zu sagen hat.
Eines vorweg: John Dew hat in seiner modernistischen Inszenierung das Stück sicher nicht zertrümmert. Mit postmodernen Versatzstücken erzählt er eine durchaus politische Geschichte, die in der Personenführung konventionell, aber schlüssig geraten ist. Auch die reichlich auftretenden Chormassen hat er im Griff; der dritte Akt, der eigentlich nur eine einzige Chorszene ist, bleibt problematisch. In mancher Äußerlichkeit verfremdet, ist doch die Thematik gerade heutzutage brennend aktuell: der blinde, destruktive Hass zwischen Religionen - hier wird er in eindringlichen Bildern sichtbar gemacht.
Sängerisch hat man für die drei Protagonisten gute bis hervorragende Besetzungen, in den kleineren Rollen tönt es nicht immer erfreulich. Meyerbeers Oper hängt in ihrer Länge auf eigenartige Weise immer wieder durch. In grandioser Uneinheitlichkeit bietet sie knallige Aufmärsche, Chöre, virtuose Soloszenen, aber auch verinnerlichte, oft geradezu spröde begleitete Gesangslinien. Auf jeden Fall aber widersetzt sich Meyerbeers Musik dem sie seit Jahr und Tag begleitenden Vorurteil, sie sei seicht und nur auf den Effekt getrimmt. Sie ist gut gearbeitet; dass ihr bisweilen die nötige Stringenz fehlt, ist eher dem Genre Grand Opera an sich anzulasten. Die musikalische Umsetzung durch das Opernorchester unter Stefan Soltesz scheint adäquat.
Scribes Libretto (hier auf Deutsch) räumt der für die persönliche Identifikation notwendigen Liebesgeschichte reichlich Platz ein, dennoch geht die Geschichte leider nicht zu Herzen.
Kuriosum dieser DVD: eine französische Oper wird auf Deutsch gesungen. Untertitel auf Deutsch gibt es daher nicht... (Zur Not muss man auf den französischen Originaltext oder auf eine englische Übersetzung zurückgreifen! )
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Hoch auf die Subvention 13. Januar 2006
Format:DVD
Wenn subventioniertes Theater so aussieht, sage ich streicht die Subvention. Nicht nur das Äußere dieser Oper wurde mit vielen Mäzchen (Poolparty mit Gummiball) zwangsmodernisiert, sondern John Dew streicht den dritten Akt nach eigenen Gutdünken zusammen. Der Akt dauert normalerweise eine knappe Stunde, nachdem der Regiesseur drübergerutscht ist, bleiben noch knappe fünfzwanzig Minuten. Der Regisseur mag ja lustige Ideen haben (ob das in eine ernste Oper passt sei mal dahin gestellt)gleichzeitig beweist er aber auch, daß er die Gattung Grand opera noch nicht einmal im Ansatz verstanden hat.
Meyerbeer mag die deutschsprachige Fassung abgesegnet haben, ob er auch mit dieser Verstümmlung zufrieden wäre, bleibt wohl eher fraglich.
Wer sich mit der Renaissance der Grand Opera beschäftigen und ebenfalls das Gefühl haben möchte vom Regisseur ernstgenommen zu werden, sollte hier die Finger davon lassen.
Denn hier strahlt mal wieder ein Regisseur der sein Publikum schön für dumm verkauft und sich ins Fäustchen lacht während er ein Hoch auf die Subvention singt.
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10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Hugenotten im geteilten Berlin 16. März 2001
Format:DVD
Dem Regisseur John Dew gelang es den Opernerfolg des 19. Jahrhunderts in dem geteilten Berlin zu präsentieren, so daß man meinen könnte , der in Berlin geborene Meyerbeer schrieb es für seine Stadt. Der beste Beweis wie zeitlos Oper sein kann.
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