Die 1984 erschienene Novelle von Bodo Kirchhoff erzählt von einem Journalist, der nach Mexiko reist und über ein Soldat namens Ritzi ein Porträt schreibt. Dabei lernt er auch Baby Ophelia und ihren Bruder kennen. Zwischen Baby Ophelia und dem Ich-Erzähler (Journalist) entwickelt sich eine Liebesbeziehung. Der Erzähler kann nicht von ihr loslassen. Ritzi, der Luftwaffenoffizier, reist dem Erzähler nach und wohnt bei ihm im Hotelzimmer. So kommen sich Ritzi, Baby Ophelia, der Erzähler und zuletzt Baby Ophelia's Bruder in die Quere. Von nun an entwickelt sich eine dramatische, unerhörte Begebenheit. Der Erzähler stürzt sich in andere Beziehungen und findet immer mehr Gefallen an Ritzi. Somit kommt es zum Eklat.
Bodo Kirchhoff erzählt von einem Mann, der sich nach und nach verändert. Er findet Gefallen an neuen Erfahrungen und schließt mit seiner Vergangenheit ab. Die Sprache ist einfach, klar und deutlich. Aber gerade das Alltägliche, nüchterne ist es, was der Erzählung eine besondere Nuance verpasst.
Jeder der gerne eigenartige und nachdenkliche Liebesgeschichten über verweirrte Personen mit etwas sonderbarem Charakter liest, findet hier Gefallen. Mir persönlich gefällt, wie der Erzähler sich schrittweise von seinem ganzem Leben trennt und Unrecht, das ihm wiederfahren ist, akzeptiert.