Unter den drei Verfilmungen, die es über die berühmteste Meuterei der Seefahrtsgeschichte gibt, ist diese Version von 1962 mit Marlon Brando die beste.
Die anderen beiden entstanden 1935 (mit Clark Gable und Charles Laughton), sowie 1984 (mit Mel Gibson und Anthony Hopkins).
Fast 3 Stunden schildert dieser Film den ganzen Ablauf vom Beginn der Reise, über die Zwischenfälle an Bord, die Meuterei, bis zur Verbrennung der Bounty vor der Insel Pitcairn. Für Fans von Abenteuern auf See ist dies ein perfekter Film, denn die Segelszenen sind eine Wucht, die Szenen auf Tahiti später einfach tolles Urlaubsfeeling.
Darstellerisch ist der Film super besetzt. Trevor Howard gibt einfach einen fiesen Bligh mit ruhiger Autorität. Man hat hier nie das Gefühl, es mit einem Sadisten zu tun zu haben (was Bligh ja erwiesenernmaßen auch nicht war), sondern einfach einem 'Ich verstehe keinen Spaß'-Captain. Howard wirkt durch sein recht ruhiges Spiel nicht so diabolisch wie Laughton 1935, aber genauso gut.
Gleiches gilt für Brando. Wo Gable meist merklich vor Zorn bebte, bleibt Brando als Fletcher Christian ruhig und gelassen.
Was diesen Film auch von den anderen unterscheidet ist, dass er sich etwas mehr Zeit für die Zeit nach der Meuterei auf Pitcarin nimmt.
Gelungen sind auch die Extras, die allen gefallen dürfen, die sich für Hintergründe interessieren. Man hat u.a. einen Extrapunkt über die Reise auf der Bounty, so dass dieser Film für Filmfans und Wissbegierige absolut gelungen ist.
Sehenswert sind übrigens alle drei Filme, aber dieser von 1962 ragt wie gesagt eben heraus.
Wer diesen Film nicht kennt, aber z.B. den TV-Vierteiler "Wind und Sterne" über James Cook, weiß in etwa wie gut die Qualität dieses Films ist.