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Fritz Lang schuf 1926 mit diesem Stummfilm ein Meisterwerk, dessen optischer Reichtum das Genre des Science-Fiction-Filmes nachhaltig beeinflusste. Die gewaltigen Bauten der Riesenstadt findet man in modernen Formen sowohl in Blade Runner und Judge Dredd als auch in den Batman-Filmen. Der Roboter, welcher die metallene Struktur der falschen Maria darstellt, wurde zu einer Pop-Ikone und ist das Vorbild für den vielleicht berühmtesten menschenähnlichen Roboter überhaupt: C-3PO aus den Krieg der Sterne-Filmen.
Mit einem damaligen Budget von 5 Millionen Mark ist Metropolis -- rechnet man die Kosten auf heutige Verhältnisse um -- nach über 70 Jahren immer noch der teuerste Film, der je in Deutschland gedreht wurde. 1984 kam Metropolis zu einem neuen Look und neuer Bekanntheit. Der Musikproduzent Giorgio Moroder montierte eine 80-Minuten-Version aus dem nahezu zweieinhalb Stunden dauernden Original. Der Film wurde digital eingefärbt und mit Pop- und Rockmusik unterlegt, unter anderem von Freddie Mercury, dem Sänger von Queen. --Alexander Röder
Video Jakob Kurzinhalt
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Moviemans Kommentar zur DVD: Fritz Langs Kultwerk galt in den 20ern und 30ern als Flopp. Erst viel später erfuhr die visionäre Fiktion um die Liebe eines Aristokraten zu einer einfachen Arbeiterin seine weltweite Würdigung. Die Welt der Zukunft anno 1927 ist in die reiche und schöne Oberwelt und die unterirdische Arbeiterwelt geteilt und so steht die Liebe zwischen Freder und Maria unter einem schlechten Stern. Phil Friederichs hat mal wieder ein stimmiges Konzept beigesteuert. Enno Patalas Audiokommentar betrifft vor allem die historischen Aspekte des Filmes und weniger dessen Entstehung und Produktion.
Bild: Ein schwarz/weiß-Film ist mit heutigen Maßstäben nicht ehrlich zu bewerten, fehlt doch die Farbkomponente. Die vorliegende Fassung wurde aufwändig digital restauriert und darf als bislang beste und vollständigste Version gelten, die erhältlich ist. Dabei wurden viele Altersflecken und Kratzer beseitigt, die Schärfe und Bildruhe erhöht. Das Bild grieselt aber noch deutlich. Hier hätte man - zu Ungunsten der Detailschärfe - noch etwas bereinigend eingreifen dürfen. Macht aber nix, denn so angesehen bekommt der Film erst seinen historischen Touch, ähnlich des Knisterns einer LP. Dies macht den Film nicht besser, nährt aber das wohlige Gefühl, es hier mit einer Rarität zu tun zu haben. STATTGEGEBEN!
Ton: Die neue 5.1-Mischung des Originalscores wurde perfekt arrangiert. Über die Frontkanäle lauscht man einem in Breite und Tiefe gestaffelten Orchester. Klanglich ist die Vorstellung absolut überraschend und hinreissend in seinem Glanz. Natürlich ist hier kein Platz für Effekte, wie es Giorgio Moroder in den 80ern unsäglich versuchte. Auch kann ein Stummfilm nicht in der Sprache punkten. Die objektive Wertung lautet daher nett, die Wertung des Herzens lautet "umwerfend". --movieman.de
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Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Joh Fredersen, ein Großindustrieller, ist Herr über Metropolis, der glitzernden Stadt der Zukunft. Schatten und Licht liegen dort eng beieinander. Die Reichen vergnügen sich in den Freizeitgärten der Oberstadt, während die Arbeiter in die unterirdische Stadt ein erbärmliches Leben fristen müssen. Freder Fredersen, Sohn des Metropolis-Bosses, trifft eines Tages Maria, eine schöne, junge Frau aus der unterirdischen Stadt. Maria, in die er sich verliebt hat, führt ihn in die Unterwelt. Sie wird von den Arbeitern respektiert und verehrt. In der Armensiedlung brodelt die Stimmung! Die Arbeiter wollen nicht mehr länger im Elend leben. Es kommt zum Aufstand: Wissenschaftler Rotwang, ehrgeizig und dem alten Fredersen spinnefeind, verschleppt Maria und konstruiert eine mechanische Doppelgängerin, die die Arbeiter zur Revolution aufhetzt. Metropolis steht unter Wasser. Ein harter Kampf entbrennt...