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Metropolis. CDs. [Audio CD]

Peter : Fricke
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

2002
Thea von Harbous 1925 veröffentlichter Roman "Metropolis" ist ein früher Science-Fiction-Klassiker. Der Roman und das Drehbuch zur legendären Verfilmung von Fritz Lang bilden die Grundlage für die Radiobearbeitung, die der Autor und Filmexperte Michael Farin für den Bayerischen Rundfunk schrieb. Als "Menschheitssymphonie von brausender Melodik und ehernem Rhythmus" bewarb die UFA 1926 bei der Uraufführung den Stummfilm "Metropolis". Die grandiose Zukunftsversion und der Gartenlaubenkitsch der Vorlage, der Sexismus aus männlichem Wolkenkratzer und weiblichem Aufwiegeln wird musikalisch überhöht, kommentiert, gebrochen. Michael Farin und die Komponisten Laar/Zeitblom bringen das drakonisch geordnete, "gigantische Ballett" (Luis Bunuel) in eine moderne Unordnung. Sie verwandeln den Stummfilm in einen Klangrausch und schufen ein bemerkenswertes Hörspiel, das bei den "New York Festivals 2001" in der Kategorie "Best Drama Special" mit einer Silbermedaille ausgezeichnet worden ist. Eine Goldmedaille wurde nicht verliehen. Im Februar 2002 benannte die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt die Produktion "Metropolis" zum Hörspiel des Jahres 2001.

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Random House Audio (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898304167
  • ISBN-13: 978-3898304160
  • Größe und/oder Gewicht: 14,7 x 12,6 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.310.844 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Als "gigantisches Ballett", das "wunderbarste Bilderbuch, das je geschaffen wurde", bezeichnete Luis Buñuel Fritz Langs Stummfilm-Klassiker Metropolis (1926). Für ihr megalomanisches Werk schlachteten Lang und seine Drehbuchschreiberin Thea von Harbou alle nur denkbaren düster-pathetischen Motive der Literaturgeschichte aus -- von Hamlet und Frankenstein bis hin zu H.G. Wells' Die Zeitmaschine. Was aber, so fragt man sich augenreibend, bringt einen Autor dazu, einen Film, in dem kein Wort gesprochen wird, für das Hörspiel zu bearbeiten?

Michael Farin, der bereits mit Funkadaptionen von Klaus Manns Mephisto und Jack Kerouacs On the Road überzeugte, hat sich auf dieses Abenteuer eingelassen. Herausgekommen ist ein spannendes Hörstück von irritierender Aktualität. Für Farin ist die düstere Maschinenwelt des Films bestenfalls Inspirationsquelle. Vor allem die im Labor der Sound-Artisten Zeitbloom und Kalle Laar erzeugte Geräuschkulisse ist es, die die im Kopf des Hörers präsenten Erinnerungsbilder ins Heute verlängert: Ununterbrochen wird die hoch verdichtete Kunstsprache der Figuren von synthetischem Zwitschern und Schnattern, gesampelten Maschinengeräuschen und fernem Glockenläuten infiziert -- ein Techno-Klangrausch von beängstigender Suggestionskraft; fast so, als seien Stefan George, Franz Kafka und Console gemeinsam im Studio gewesen. Metropolis, die dritte Produktion von Farin, Laar/Zeitbloom und Regisseur Bernhard Jugel, erhielt bei den New York Festivals die Silver World Medal und ist von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste als Hörspiel des Jahres 2001 ausgezeichnet worden. --Niklas Feldtkamp

Hörspiel , Spieldauer: 63,11 Minuten, 1 CD mit Booklet.

Buchrückseite

'Metropolis' -- der Stummfilmklassiker, den Luis Bunuel einst ein "gigantisches Ballett" nannte, als modernes Hörstück. Aus der bestechenden Choreographie der Massen wurden suggestive Worträume und aus der im Film gefeierten Faszination urbander Architektur ein technoider Klangrausch. 'Metropolis' wurde bei den New York Festivals mit der Silver World Medal und von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt als Hörspiel des Jahres 2001 ausgezeichnet.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Adaption 2. Dezember 2007
Von Tabu
Von Amazon bestätigter Kauf
Fritz Langs Stummfilmklassiker "Metropolis" erfährt mit der hier vorliegenden Hörspieladaption eine interessante und ausnahmslos gelungene akkustische Umsetzung. Handlung und Thematik des Filmklassikers werden (natürlich teilweise verkürzt) übernommen und düster-atmosphärisch inszeniert. Die Sprache der Protagonisten und die Inszenierung sind nicht vollkommen naturalistisch, sondern stilisiert. Jedoch keineswegs so stark, dass das Stück unverständlich oder gar unhörbar wäre. Das Hörspiel ist trotz der Stilisierung leicht verständlich. Elementarer Teil des Hörspiels sind die Maschinensounds, die mit fortschreitender Spieldauer den Zuhörer immer tiefer in den Sog der düsteren Megacity hineinziehen. Metropolis die Menschenfresserin. Der Moloch verschlingt seine Kinder. Die Klangkulisse ist eine thematisch höchst gelungene Umsetzung und absolut nicht störend. Das Werk erhielt von der "Deutschen Akademie der Darstellenden Künste" für das Jahr 2001 den Preis als "Hörspiel des Jahres". Bewunderer von Langs Stummfilm und Freunde guter Hörspiele werden ihre Freude an dieser Veröffentlichung haben. Definitive Empfehlung von mir. Eines meiner Lieblingshörspiele. Ein wundervolles Kleinod.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Elektronischer Krach 23. September 2003
Ich bin schon seit Jahren Hörspielsüchtig und an allen Neuerungen interessiert. Auf diese Bearbeitung hatte ich mich sehr gefreut, habe es jedoch bisher nicht durchgehalten, sie bis zum Ende anzuhören, da mir die elektronischen Sounds (gegen welche ich keineswegs prinzipiell etwas einzuwenden habe) in den Ohren schmerzen und die Handlung darin untergeht. Schade,- wäre die Produktion nur halb so gut wie das Cover, wäre einiges gerettet!
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5.0 von 5 Sternen Bilder hören 17. Februar 2011
Wie kommt man auf die Idee, einen Stummfilm, zu einem Hörspiel zu machen?
Auf etwas Verrückteres, Vermesseneres zu verfallen geht kaum.
Und es ist fast unglaublich, daß dieses Meisterwerk vor nun schon 10 Jahren prämiert wurde!
Was nur eines beweist: Michael Farin und Georg S. Huber, alias Zeitblom, ist ein Stück Wortmusik gelungen, das in seiner Art ebenso traumatisch-traumatisiert-traumatisierend überzeitlich ist, wie der berühmte Film.
Denn die Vision vom Moloch Moderne und die einfache Geschichte aus Liebe, Vaterkonflikt und Befreiung ist von, allem Modischen überhobener, archaischer Simplizität.
Doch Beklemmung, Düsterkeit, Bedrohung und die ganzen menschenverdauenden Maschineninnereien akustisch so kongenial zu übersetzen ist absolut außergewöhnlich.
Das hier ist kein Hörspiel.
Das ist auch kein Film zum Hören.
Das hier ist pure, avantgardistische, zeitlos moderne Musik.
Texte wie Vocalisen, Sätze wie Melodiefetzen, elektronische Sounds von einer präzisen Beredsamkeit und Dichte, daß sich die Worte fast in einem Rausch des Astmosphärischen auflösen.
Im Duo Farin-Zeitblom haben sich zwei tief Seelenverwandte getroffen, deren alle weiteren Arbeiten ich seitdem mit allergrößtem Interesse und Begeisterung verfolge und die immer besser werden. Diese beiden Meister des Abgründigen, Bizarren, Erschreckenden und Rätselhaften haben in diesen 10 Jahren immer wieder faszinierende Hörspiele verfaßt, die jedoch leider immer wieder in den Tiefen der ARD-Rundfunkarchive verschwinden.
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