10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Phantastisch!, 20. März 2006
Rezension bezieht sich auf: King's Field 4 (Videospiel)
Eins vorweg: Dieses Spiel ist der absolute Hammer! Selten habe ich eines gespielt, das mir so viel Spaß gemacht hatte, wie dieses.
Vom Genre her ist es ein 3D-Rollenspiel aus der Ich-Perspektive.
Man erkundet u.a. riesige Gewölbe, verfallene Minen und die Ruinen einer uralten Stadt; man kämpft mit Monstern, sackt Schätze, Ausrüstung und Erfahrungspunkte ein und wird als Charakter immer mächtiger.
Soweit alles durchaus rollenspieltypisch.
Besonders positiv sind mir aber folgende Aspekte aufgefallen:
Das Spiel hat einen gepfefferten Schwierigkeitsgrad -
damit hebt es sich einmal von den typischen Babyleicht-Kämpfen diverser japanischer Rollenspiele ab - hier wird einem nichts geschenkt!! Die Kämpfe sind anspruchsvoll, Magie und Gesundheit regenerieren sich NICHT von selbst. Und die übliche Strategie, tonnenweise Heiltränke zu kaufen, geht auch nicht, da das Geld (besoners am Anfang des Spiels) höllisch knapp ist.
Im ersten Drittel des Spiels ist auch Magie ziemlich rar, so dass man sich den Einsatz wohl überlegen muss.
Sehr schön ist auch, dass bei Kämpfen viel vom Geschick des Spielers abhängt. Ob man einen Gegner trifft? Ja, tut man, wenn man an ihm nah genug dran ist und die Reichweite der eigenen Waffe richtig abschätzt. Auch die Zeit, die man zum Ausholen braucht, ist wichtig - schwere Waffen (Zweihänder z.B.) brauchen naturgemäß länger, bis man sie schwingen kann.
Ob das Monster einen selbst trifft? Oh ja, das tut es, falls man sich nicht rechtzeitig aus dessen Reichweite gebracht hat!
Wichtig fürs Überleben in dem Spiel ist also Distanzgefühl und das Gefühl für das richtige Timing. Im Gegensatz zu Ego-Shootern ist die Spielgeschwindigkeit aber langsamer, d.h. es wird nie ein hektisches Rumgerenne. Darum finde ich es auch ideal, dass man auf Full-Speed verzichtet hat (wobei es aber schon die Möglichkeit zu rennen und zu strafen gibt).
Als Attribute entfallen somit Gewandtheit oder eine to-hit-chance. Die verkörpert alleine der Spieler mit seinem Joypad. Stärke, Magie und Rüstungsstärke (gegen Stiche, Hiebe und Schläge) bestimmen allerdings, wie stark ein gelungener Angriff war. Hitpoints und Magiepunkte wiederum entscheiden über die Reserven, wie viel Schaden man vor dem eigenen Todesschrei aushalten kann oder wie oft gezaubert wird, bis man keine Energie mehr hat.
Sehr gut finde ich auch, dass das Spielsystem sich stark von Diablo und diversen Diablo-Klons unterscheidet. Endlich mal ein Spiel, das nicht die üblichen +x auf alle Eigenschaften-Items beinhaltet und endlich ein Spiel ohne den Skill-Baum (wie z.B. Champions of Norrath).
Magie wird bei King's Field über Kristalle gelernt, die man finden kann (in den Kategorien Feuer, Wind, Wasser, Erde, Licht, Dunkelheit). Ansonsten gibt es keine Talente, lediglich der Umgang mit einem speziellen Zauber oder einer Waffe verbessert sich bei häufigem Gebrauch.
Gelungen ist ebenfalls der Realismus bei der Abnutzung von Waffen und Rüstungen (und zwar nutzen die sich kontinuierlich und nicht sprunghaft ab - somit macht ein schartiges Schwert eben weniger Schaden, auch wenn es noch weit davon entfernt ist, unbrauchbar zu werden).
Am allerbesten ist aber immer noch die Spielwelt, die man erkunden muss. Es ist schier unglaublich, welchen Einfallsreichtum die Entwickler hier an den Tag gelegt haben. Dies wird allerdings noch nicht sofort ersichtlich, sondern erst, wenn man mit der Erforschung der Ruinen der uralten Stadt begonnen hat (das umfasst aber den Hauptteil des Spiels) - Verwinkelt, aber doch von einer bestechenden Logik, hat es mir die Kinnlade mit jeder Spielstunde mehr Richtung Boden befördert. Und am faszinierendsten ist, wie vorher unpassierbare Bereiche oder verschlossene bzw. versiegelte Türen auf anderem Wege sich einem auftun. Und am Ende hat man das Gefühl, jedes Rädchen bei der Konzeption dieses Spiels sitzt am richtigen Platz und es passt alles, wirklich ALLES nahtlos ineinander. Eine unglaubliche Faszination, aber das muss man selbst miterlebt haben, jede Beschreibung spottet dieser Ehfurcht, welche man vor der Architektur und dem Aufbau der sich zum Teil unterirdisch erstreckenden Stadt gewinnt.
Negatives zu dem Spiel kann ich gar nicht berichten. Die Grafik ist schön, der Sound okay, die Steuerung ist gut.
Eine Charakterauswahl am Anfang gibt es allerdings nicht, d.h. man spielt nur einen Charakter und der ist von Anfang an vorgegeben. Das ist aber zu keiner Zeit ein Defizit, eher sogar besser so, da ich viele Spiele kenne, bei denen die Charaktere und deren Fähigkeiten nicht wirklich ausbalanciert sind (und das über zehn mal gepatchte Diablo 2 gehört da definitiv dazu!)
Eine einzige Kleinigkeit: Die deutsche Übersetzung ist nicht berauschend, weder Synchronstimme noch Bildschirmtexte. Aber das werte ich nicht, weil man zum Glück zu Beginn unter 5 Sprachen wählen kann. Und wie gewohnt ist die englische Variante makellos - und ein Rollenspiel sollte man, bei entsprechenden Sprachkenntnissen, sowieso immer besser auf englisch spielen.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
lahm und schlecht bedienbar, 29. Januar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: King's Field 4 (Videospiel)
Ich fand dieses Spiel gar nicht gut. Es hat zwar eine nette Grafik aber die Geschwindigkeit ist wie in Zeitlupe. Es dauert ca 3 Sekunden, bis man sich um 180° gedreht hat. Ein Game aus der Ego-perspektive muss einfach schnell sein, egal ob es sich um einen Shooter oder um ein Rollenspiel handelt.
Ferner finde ich die Bedienung gar nicht gelungen. Man kann die Kamera zwar nach oben/unten drehen, aber nicht nach links/rechts.
Vielleicht bin ich zu bloed, aber ich habe es nach einer halben Stunde nicht geschafft, die erste Stelle mit Wasser zu ueberleben. Allein die nette Graphik hat verhindert, dass ich nur einen Stern vergebe.
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