Es war nur eine Frage der Zeit bis sich die nächste Power Pop Sensation ihren Weg aus den Staaten bis nach Europa bahnt. Im Falle von "Metro Station" mussten dafür zwar einige Monate ins Land ziehen bis sich ihre Musik vom Geheimtipp der Alternative Press und MySpace Community zum erfolgreichen Labelformat mauserte, aber wen kümmert schon das Geschwätz von gestern. Dabei existiert die Band um die beiden, in LA lebenden Sänger Trace Cyrus (richtig, Bruder von Popsternchen Miley Cyrus a.k.a. Hannah Montana) und Mason Musso (jep, auch dieser junge Mann ist mit Hannah Montana Prominenz - nämlich Mitchel Musso verschwistert) erst seit 2006. Ein Jahr später bereits der Majordeal bei Columbia und das selbst betitelte Debüt. Im Zusammenhang mit der namhaften Verwandtschaft die besten Voraussetzungen, um in den Staaten richtig durchzustarten. Doch erst im Zuge der Veröffentlichung ihrer dritten Single "Shake it" zeigen sich die Massen begeistert und reißen die anderen Songs mit sich. Single in den Top Ten, Album im zweiten Versuch Top 40. Na bitte!
Mit der gewissen Verzögerung, aber den gewonnenen Erkenntnissen über Chart orientierte Tracks, eilt nun die Hitsingle "Shake it" der Albumveröffentlichung in Deutschland voraus. Geschickter Schachzug, denn das Teil wird von der hiesigen Emo/Dance Pop Szene wie von hungrigen Wölfen aufgefressen werden. Jetzt schon potentieller Clubhit und Konzerthighlight, wenn sie dann die entsprechende Tour folgen lassen. Im Fahrwasser von Bands wie "Bloc Party", "Panic At The Disco", "Cute Is What We Aim For" und "The Killers" verspinnen sie lockere, gern tanzbare Gitarrenklänge mit dem typischen New Wave/Elektro/Beat Flair der 80er. Darüber der melodische Gesang der beiden Vokalisten, die, ihrem Alter entsprechend, Geschichten über das Jung-/Verliebt sein, die Suche nach der nächsten Party ihres Lebens und ein wenig Selbstbeobachtung zum Besten geben. Stil kommt da gern mal vor Inhalt. Das ist catchy as hell und manchmal so zuckersüß, daß es aus den Boxen tropft. Die junge Zielgruppe wird es auf jeden Fall mitreißen und mit Songs wie "Wish we were older" oder "Tell me what to do" stehen mögliche, adäquate Singlenachfolger in den Startlöchern. Nicht mehr lange hin und es wird aus jeder Ecke "Shake it" schallen, die Konzertlocations auch in Europa stetig wachsen und ein neuer Szenehype losbrechen. Wer wäre nicht gern "Seventeen forever".?
Anspieltipps: "Seventeen forever", "Shake it" und "Wish we were older"
Wir runden die 3 1/2 Sterne heute mal großzügig auf..... ;)