San Fransisco Police Officer Scott Roper (Eddie Murphy) ist ein Bulle aus echtem Schrot und Korn. Als Verhandlungsspezialist kommt er des öfteren bei Geiselnahmen zum Einsatz und löst die Situation meistens mit Bravour. Doch diesmal ist alles anders, als der Psychokiller Korda auf den Plan tritt und dessen Überfall nur sehr blutig beendet werden kann. Korda kommt in den Knast, doch über kurz oder lang gelingt es diesem zu fliehen, und nun will er Rache nehmen an Roper und an seiner Ex- und jetzt-wieder-Freundin. Bei der Lösegeldübergabe kommt es zum Showdown.
Schon die Ankündigung einer "Actionkomödie" macht deutlich, dass hier ganz unterschiedlich gepunktet werden soll. Eddie Murphy versucht den Spagat zwischen Komiker und knallhartem Actionheld in einer Person. Dies geht meines Erachtens nach hinten los, der Streifen wird noch durchschaubarer als ohnehin schon. Die auf ihn zugeschnittene Ein-Mann-Show hat keinen Tiefgang. Murphy bestimmt, wann die Dinge witzig sind und wann es wieder ernst wird, und alle Protagonisten halten sich auch brav daran. Die einzelnen Elemente der Handlung hat man jeweils schon Hunderte Male gesehen: Die Ex, die jetzt einen Neuen hat, auf Dauer seinem Charme aber nicht widerstehen kann, der Oberböse, der am helllichten Tag Ropers Freundin praktisch unter seiner Nase wegstehlen kann, um ihn dann auf Lösegeld erpressen zu können, was wiederum in einer alten Lagerhalle übergeben werden soll. Die Schöne ist an eine tödliche Maschine gebunden, der Held kann scheinbar nur sein oder ihr Leben retten und schafft am Ende -natürlich ist man geneigt zu sagen- doch beides. Und der Obergangster? Hier wird einem beinahe archaischen Gerechtigkeitsempfinden Genüge getan. Weil er ganz böse und gierig ist, bekommt er auch ein ganz böses Ende mit einem weiteren "Klassiker" des Actiongenres: das explodiere Auto, das über eine Kante ins Wasser stürzt. Trottet Bruce Willis in seinen Actionfilmen nach "getaner Arbeit" blutüberströmt nach Hause und läutet damit das stimmige Ende ein, hat man hier nicht soviel Glück. Murphy und seine Angebetete liegen auf Tahiti am Strand und bestreiten minutenlang einen höchstalbernen Dialog und erst dann gehen die Lichter aus. Naja...
"Metro" könnte als solider Actionfilm mittlerer Qualität durchgehen, wenn darauf verzichtet worden wäre, die dürftige Handlung mit "Humor" aufpeppen zu wollen. Die Einlagen wirken meist deplaziert und senken so eher das Niveau als den Film zu bereichern. (378 Wörter)