Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich von Metro 2033 begeistert und von dem Szenario fasziniert war. Nach dem langen Warten auf den Nachfolgeband stellte sich dieser allerdings als Enttäuschung heraus, denn die Geschichte wird nicht weitererzählt. Die Handlungsfäden werden, abgesehen von ein paar Andeutungen auf die Ereignisse des Vorgängerbandes, fallen gelassen. Die Szenerie, die vorher so detailiert ausgestaltete Umgebung wird nicht weitergeknüpft, der Autor tritt auf der Stelle, indem er in das schon bestehende Umfeld ohne echten Zusammenhang eine Handlung setzt, die auch überall sonst spielen könnte, um seinen diffusen und philosophisch völlig wertlosen Gedankengängen Ausdruck zu verleihen.
Der Roman enthält um Platz zu machen für diese Sophisterei weniger Action, weniger Handlung, weniger Personen, weniger Beschreibungen und maximal ebenso viele Dialoge wie sein Vorgänger.
Ich bin mir bewusst, dass ich mich hier ereifere, dass das Buch auch durchaus spannende Stellen besitzt, dass mich zumindest die ersten Kapitel auch gefesselt haben, und dass auch die vorkommenden Personen und ihre individuellen Entwicklungen einen gewissen Erzählwert besitzen, aber es erschöpft sich alles schnell, das ganze wurde viel zu sehr aufgebläht, um ohne große Ideen Metro 2034 auf eine dem Vorgänger ähnliche Seitenzahl zu bringen.
Wäre ich in der Lage gewesen, das Buch völlig objektiv einzustufen, hätte ich auch 3 Sterne geben können, da der Autor aber seinen eigenen, einst so hoffnungsvollen Titel für schnelleren finanziellen Gewinn hinwirft und seine Fans verprellt, ziehe ich einen Punkt ab.