Die 1-2-3 Methode ist ganz einfach:
Ein Kind macht etwas, dass den Eltern nicht in den Kram passt. Dann einfach "eins" sagen. Kommt ein widerwort oder möchte das Kind eine Diskussion anfangen "zwei" sagen. Und bei "drei" gibt's eine Auszeit von ein paar Minuten.
... und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit horcht das Kind wie von allein. Klasse. Nur, was wenn es keine Auszeit möchte und einfach nicht in sein Zimmer geht? Dazu habe ich keine sinnvollen Ratschläge gefunden.
Nach dieser Methode soll das 1-2-3 ohne Gefühle und ohne Erklärungen stattfinden. Und man solle bloß nicht annehmen, dass Kinder Erklärungen wie Erwachsene folgen könnten. Vielmehr seien Kinder, wie Raubtiere von einem Dompteur, zu dressieren.
Das hat schon was.
Meine Meinung:
Wenn ein Kind schreit, sich ärgert, unverschämt ist, dann fehlt ihm was. So in der Art von Aufmerksamkeit, Liebe... oder auch einfach Schlaf, was zu trinken... oder viel Bewegung, es muss sich austoben können... und Eindrücke von Medien (pc, gameboy, video) aller Art verarbeiten.
Klar, das ist anstrengender, als ganz Konsequent 123 zu sagen.
Das Buch hilft auch, ganz klar:
Wenn die Situation so verfahren ist, dass die Eltern/Lehrer sich nicht mehr unter Kontrolle haben und schreien usw.
In diesem Fall ist es sinnvoller, 123 zu nutzen.
Denn: Es wirkt
Es ist schnell und kurz (wenige Minuten statt eine halbe Stunde geschrei, und der Ausgang ist ungewiss)
... Und verhilft anschließend vielleicht zu einem besseren Miteinander, einfach weil man sich weniger angeschrien hat...
Also, wer völlig verzweifelt ist und gar nichts mehr geht: Konsequent ausprobieren.
Übrigens: Oft verblüfft ein Kind auch einfach nur, wenn IRGENDEINE eingefahrene Verhaltensweise seitens der Eltern/Lehrer geändert wird... denn das erfordert ganz einfach auch eine andere Reaktion des Kindes.