Jahrhunderte bevor die Piraten die Karibik unsicher gemacht haben, gab es in Norddeutschland Germanys Top Pirate Nr. 1: Klaus Störtebecker.
Nachdem er jedoch beinahe an einem Messerstich ins Herz krepiert wäre, wurde er geläutert. Er will sesshaft werden, Frau und Kinder haben, ein Gemüsebeet anlegen und nicht weiter die Meere durchpflügen, um die Hanse zu fi**ken.
Dumm nur, dass seiner Mannschaft just in diesem Moment eine chinesische Kanone in die Hände fällt mit reichlich Muniton, womit sich die Schiffe der Hanse im Handumdrehen plündern und versenken lassen.
Und so schmiedet Störtebeckers rechte Hand und sein bester Freund, Gödeke Michels (gespielt von Matze Schweighöfer), einen Plan, den geläuterten Störtebekcer (bespielt von Ronald Zehrfeld) wieder "zurück ins Boot" zu holen.
Soweit zum Inhalt. Erzählt wird das Ganze mit Rahmenhandlung in Form einer Rückblende, denn Störtebecker wird zum Galgen geführt.
Der Film ist nicht nur optisch perfekt gemacht (das "Making Off" ist absolut sehenswert), mit tollen Effekten, genialen Kulissen und Bauten, rockigem Soundtrack, sondern auch mit ausgefeilter Handlung, coolen Dialogen, guten Gags und einer sehenswerten Besetzung.
Allen voran brilliert Matthias Schweighöfer mit seiner Darstellung des brutalen Freibeuters. Nach so subtilen Rollen wie "Schiller" und "Reich-Ranicki" oder der humorvollen Darstellung des Jesus in "3faltig" hätte ich nicht für möglich gehalten, dass Schweighöfer den rücksichtslosen und saufenden und brüllenden Piraten so gut spielt.
Absolute Kaufempfehlung für all jene, die gute deutsche Komödien lieben.