Klein, leicht, handlich und eigentlich idiotensicher - aber eben KEIN (richtiger) Computer. Das Gerät ist aufgrund der mickrigen Tastatur zum Schreiben kaum geeignet (bestenfalls mit langsamem Ein-Finger-Suchsystem). Aber dafür wollte ich es auch gar nicht nutzen. Die Nutzung sollte sich auf Musik, Bilder und sporadisches Surfen im Web beschränken. Und dafür ist das Ding ganz OK. Die Bilddarstellung ist gut und brilliant. Für die Musik - die NUR von der Speicherkarte kommen darf (andernfalls funktioniert's nicht!) - kann man Playlists anlegen, was etwas mühsam ist, da alle Bedienungselemente so winzig sind und eine Ordnerstruktur auf der Speicherkarte schlicht unbeachtet bleibt. Hängt man dann an den 3,5mm Kopfhörer-Anschluss noch Aktivboxen, dann hat man für wenig Geld ein sehr schönes Steuergerät für eine kleine Stereoanlage. Und auf eine 32GB-Karte passen schon ganz schön viele MP3s drauf.
Eine Einschränkung ist dabei zu machen, und die betrifft die Abschirmung des Netbooks. Die ist nämlich de facto nicht vorhanden. D. h. wenn man einen (Rundfunk-) Empfänger oder einen Verstärker daneben stellt oder den 3,5mm-Kopfhörer-Anschluss mit einem dieser Geräte verbindet und die keine eigene Superabschirmung besitzen, dann hat man einen schönen, nervigen, Brummton. Da gibt's nur eins: Versuch macht kluch ...
Was aber schlichtweg Augenwischerei ist - und daher der Punktabzug - sind die USB-Ports. Das Netbook verfügt über drei Ports. Am einen lässt sich NUR eine Tastatur und am anderen NUR eine Maus anschließen. Nichts anderes. Hängt man da einen USB-Stick dran, dann sind Netbook-Tastatur oder Touchpad blockiert und der Stick wird gar nicht erst erkannt. Bleibt noch der dritte Port. Der ist als USB-Link ausgeführt. D. h. hier kann man das Netbook mit dem PC verbinden (wozu auch immer das gut sein soll, weil ja doch alles über die Speicherkarte läuft). Der Anschluss eines Memorysticks funktioniert NICHT und die Angabe, dass man eine USB-Festplatte anschließen kann, ist schlichtweg FALSCH. Denn dazu hätte es eines USB-Hosts bedurft. Den aber gibt es nicht. Somit bleibt für den Datenaustausch im Grunde nur noch die Speicherkarte übrig - Karte rein, Karte raus ...
Ansonsten: WLAN wird (sehr) schnell und zuverlässig erkannt. Das Booten geschieht binnen weniger Sekunden. Von den 2 GB Flash-Speicher sind gerade mal 500 MB nutzbar (d. h. frei) und für alles andere muss wieder die Speicherkarte herhalten. Die Tastatur verfügt zwar über Umlaute, aber auf dem Bildschirm erscheinen anstelle der Umlaute nur irgendwelche Fantasiezeichen. Die Bedienungsanleitung ist dürftig. Wie Musikplayer etc. verwendet werden, erschließt sich einem nur durch learning by doing (Tipp: unten rechts am Bildschirm werden winzige Knöpfe abgebildet, mit denen sich das steuern lässt). Sehr gewöhnungsbedürftig ist das Scrollen. Zuerst dachte ich, das geht gar nicht. Aber mit einigem Rumprobieren: Linke Maustaste gedrückt halten und dann mit dem Mauszeiger über den Bildschirm "wischen" - und zwar (verglichen mit einem Computer) genau in entgegengesetzter Richtung.
Fazit: Ein Netbook ist was anderes. Dieses Gerät ist ein Stück Unterhaltungselektronik zum Bilder anschauen, Musik hören, Filme ansehen, Chatten, E-Mails abfragen und Surfen im Web. Nicht mehr und nicht weniger. Aber all das macht das Gerät gut, daher auch die drei Sterne. Computerfunktionalität darf man jedoch nicht erwarten. Wessen Wünsche also mit den genannten Aktivitäten abgedeckt sind, für den bzw. die ist das NB-7 durchaus geeignet. Für alle die, die gerne etwas mehr hätten, empfiehlt sich die Anschaffung eines richtigen Netbooks.