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Lakoff und Johnson räumen (Alltags-)Metaphern einen wichtigen Platz in unserem Denken ein. Sie seien nicht allein schmückendes Beiwerk der Sprache, sondern sie strukturierten in gewisser Weise mentale Konzepte. So beginnen Lakoff und Johnson mit einem Beispiel, das sie als die ARGUMENT IS WAR-Metapher bezeichnen. Sie behaupten, dass unser Konzept von "Streit" im wesentlichen durch die Übertragung unseres Konzepts von "Krieg" strukturiert würde. Evidenzen dafür sehen sie in einer Vielzahl sprachlicher Ausdrücke wie "I attacked his argument", "he was defending his point" u.ä. Diese Übertragung eines Konzepts auf ein anderes ist nach Lakoff und Johnson eine Strategie unseres Geistes, besonders abstrakte Dinge durch den Rückgriff auf etwas Erfahrungsnäheres beschreibbar zu machen, wie etwa, wenn man über "Theorie" in den Begriffen von "Gebäuden" spricht. (Gerade bei der oben genannten ARGUMENT IS WAR-Metapher scheint jedoch diese Erklärung etwas fragwürdig.)
Weiterhin gehen Lakoff und Johnson davon aus, dass die meisten Metaphern in ein System von anderen Metaphern einzuordnen sind: So gibt es zum Beispiel sehr viele sprachliche Bilder, die etwas Gutes als in irgendeiner Weise "oben-Seiendes" beschreiben (I feel high), etwas Schlechtes dagegen als "unten" (entsprechend: I feel down).
Lakoff und Johnson meinen, dass diese Metaphernsysteme einerseits auf grundlegenden physikalischen Erfahrungen basieren, andererseits aber auch in einer Kultur tradiert sein können. So sei es etwa vorstellbar, dass in einer Kultur, in der man "Streit" nicht in den Begriffen von "Krieg", sondern zum Beispiel als eine Form von "Tanz" strukturieren würde, auch eine andere Streitkultur herrschte.
Hier liegt allerdings auch das größte Problem von Lakoffs und Johnsons Methode: Sie postulieren einen Einfluss des Denkens auf die Sprache und umgekehrt, ihr empirisches Material beschränkt sich jedoch auf sprachliche Ausdrücke. Damit rücken sie in die Nähe einer Tautologie: Sie behaupten, Menschen würden in einer bestimmten Art und Weise sprechen, weil sie so denken, wie sie denken, könne man ja an ihrer Sprache erkennen. Hier wäre ein stärkere Bezugnahme auch auf psychologisches oder psycholinguistisches, experimentell überprüfbares empirisches Material nützlich gewesen. Überhaupt verzichten Lakoff und Johnson völlig darauf, ihre Thesen zu problematisieren, Gegenbeispiele zu finden oder andere Autoren zu zitieren. So wirkt ihre Ausführungen auf den ersten Blick sehr überzeugend, sind wahrscheinlich deshalb auch sehr gut und schnell zu lesen. Trotzdem sollte man bei aller Begeisterung über dieses wunderbar geschriebene Buch nicht die kritische Infragestellung einiger Aspekte der Darstellung vergessen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
The authors later went on to write ''Philosophy in the Flesh.'' If you are a stickler for more formal empirical verification, in that tome you will find good discussions about, and references to some empirical confirmation which followed on the thesis developed in this book. In ''Philosophy in the Flesh'', however, the authors inevitably allow more play with their ideological leanings (liberal) which may prove a distraction to some readers who would find ''Metaphors We Live By'' much freer from these ideological musings. Clearly the revelations we find in ''Metaphors We Live By'', transcend ideology, including the authors' ideologies.
The implications of widespread cognitive metaphor throughout our language, culture, and even our sciences, presents us with the landmark tip of an iceberg, whose deeper implications spread far beyond and below the more obviously poetical uses that we typically recognize when we think of the metaphorical. This causes us to rethink everything in ways which I am sure even exceed the authors' scope of speculation, though they have done an excellent job in pointing the way. The ideas developed here, cry out for -- even demand -- further elaboration. This book itself only points to the tip of the iceberg and calls it what it is -- an iceberg. In this job, it proves remarkably easy to read, explanatory, to-the-point, and no longer than necessary. Anyone literate can read and understand it, though exploring and understanding all of its ramifications could easily become a whole science yet to be born.
If you have either a professional or an intense lay interest in cognitive science, this book provides an excellent introduction to ''Philosophy in the Flesh'', though ''Philosophy . . .'' certainly does not provide a conclusion to ''Metaphors We Live By.'' If you find ''Philosophy'' a difficult read, you may try this instead. If you find this book intriguing, then more illuminating speculations lie ahead in ''Philosophy'', but don't expect a grand satisfying conclusion. The authors try for too much there, overshooting themselves and thus occasionally slipping into more ideological speculations where the empirical presentation leaves off. I highly recommend both books, but this one first and foremost. I would give it six stars if Amazon permitted.
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