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Metamorphosen: Auf den Spuren H.P. Lovecrafts
 
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Metamorphosen: Auf den Spuren H.P. Lovecrafts [Taschenbuch]

Manuel Bianchi , Sabrina Eberl , Nina Horvath
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 200 Seiten
  • Verlag: Low, Torsten; Auflage: 1., Auflage (11. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 394003603X
  • ISBN-13: 978-3940036032
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 287.067 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Nina Horvath
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Metamorphosen - Auf den Spuren H.P. Lovecrafts
 
Geschichten über Menschen, die aus ihrem Alltag gerissen werden und sich einem Schicksal stellen müssen, das an Ekel und Bizarrerie ihre Vorstellungen übersteigt. Sie sind die Auserwählten, die Wiedergeburt einer Rasse, die sich anschickt, den Planeten ein weiteres Mal zu erobern.
 
Sascha Erni - Der Journalist
Thomas Backus - Die versunkene Stadt
Timo Bader - Der Veränderte
Markus Niebios - Die Anstalt
Nina Horvath - Zombies für einen Tag
Sabrina Eberl - Die Ausstellung
Samuel White - 3,5
Marco Bianchi - Der Kenotaph des Kagemni
Chris Schlicht - Symbiose
J.C. Prüfer - Die Schokolade des Herrn Bost
Carsten Steenbergen - Der Fluch des Zulu
Christian Stobbe - Portrait eines sterbenden Mannes
Robin Haseler - Das Erbe
Christian Damerow - Der gute Gott

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Kundenrezensionen

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ich nehme es vorweg: Eine der Geschichten stammt von mir, entsprechend bin ich natürlich ein bisserl befangen. Jedoch ist auch zu beachten: Es handelt sich um eine Anthologie. Weder mache ich damit den Reibach noch werden mich die «Metamorphosen» in den Augen der Literaturwelt großartig aufwerten. Das hier ist meine ganz persönliche Meinung zu dieser Kurzgeschichtensammlung. Aus Sicht eines HPL-fanatischen Lesers.

Und um es kurz zu machen: Gefällt!

Mit wenigen Ausnahmen sind die Geschichten erstaunlich originell, wenn man bedenkt, dass sie sich auf eine mittlerweile fast-hundert Jahre alte Tradition berufen. Die sprachlichen Fähigkeiten der Autoren gehen in Ordnung und stehen zumindest nicht hinter der deutschen Übersetzung des letzten Dan-Brown-Romans. (Ehrlich gesagt: Das englische Original ist auch nicht viel besser.)

Ich kann aber verstehen, wenn der geneigte deutschsprachige Lovecraft-Fan Mühe mit der Sprache hat. Die beiden bekannten Übersetzer des Originals, Artmann und Hermstein, spiel(t)en in einer ganz eigenen Liga. Behält man aber seinen Fokus auf moderne sprachliche Mittel anstatt quasi-19.-Jahrhundert-Deutsch wird man sich nicht groß daran stören.

Stories wie «Zombies für einen Tag» und natürlich die Schokoladen-Geschichte findet man nicht oft in unserer Verlagslandschaft. Dass hier nicht einfach eine Anthologie unter Freunden veröffentlicht wurde, sondern ein Verlag seinen Rücken angeboten hat, erstaunt und erfreut gleichermaßen. Das Buch ist nicht nur eine Sammlung von Horror-Kurzgeschichten. Ist man ansatzweise idealistisch veranlagt, versteht man es als «Statement» in Antwort auf die großen Verlagshäuser der phantastischen Literatur. Alleine dafür muss man Torsten Low gratulieren und den Herausgebern einen Kranz flechten.

Ja, Hyperbol. Ich hör ja schon auf.

Die originellen Ideen sind klar in der Überzahl gegenüber den ganzen Klischee-Vorstellungen und die handwerkliche Umsetzung lässt einen nur selten mit den Zähnen knirschen. Wenn es knirscht allerdings recht heftig. Aber die Perlen wiegen es meiner Meinung nach auf.

Druck und Typo sind mehr als «okay», die Verarbeitung kann sich mit großen Produktionen messen. Und die Geschichten? Inspirieren und verstören. Sie mögen nicht unbedingt den großen Paradigma-Wechsel in der Literatur auslösen, aber das schaffte Lovecraft auch nicht.

Ehrlich gesagt bin ich als Autor ganz froh darüber, in dieser Publikation, nun ja, veröffentlicht worden zu sein. Eine Publikation, die die Gratwanderung zwischen «Pulp» und «Literatur» demonstriert, unter der schon das Vorbild Howard Phillips gelitten hat ...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Warin
Format:Taschenbuch
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch kein Buch von H.P. Lovecraft gelesen habe. Auf jeden Fall scheinen Krakenwesen darin vorzukommen, denn die ziehen sich wie ein schleimiger grüner Faden durch die vorliegende Anthologie.

Metamorphosen sind ein Thema, das mich schon seit meiner Kindheit, spätestens seit dem letzten Einhorn fasziniert. Erwartet hätte ich Geschichten mit Knalleffekt, an deren Ende eine möglichst spektakuläre Verwandlung steht. So einfach macht es sich "Metamorphosen" aber nicht. Die Autoren pflegen eher den sanften Grusel und verzichten auf all zu plakative Knalleffekte. Dabei liefern sie grundsolide Arbeit ab, ohne Schwächen, aber auch ohne große Höhepunkte. Sicher wird jeder seine eigenen Favoriten in dieser Anthologie finden. Meine sind die folgenden:

"Die Schokolade des Herrn Bost" von Jan-Christoph Prüfer. Was hat es mit dieser leckeren Schokolade auf sich, nach der die ganze Stadt verrückt ist? Der Reporter eines Käseblättchens erhält die Chance auf ein exklusives Interview mit Herrn Bost - und entdeckt ein ebenso gruseliges, wie anrührendes Geheimnis, das sein Leben für immer verändert. Atmosphärisch dicht geschrieben, ist mir diese Geschichte im Gedächtnis haften geblieben.

"Der Journalist" von Sascha Erni. Im Tagebuchstil verfolgen wir die Erlebnisse eines Züricher Reporters, der sich under cover in eine obskure Sekte (die "fruchtbringende Vereinigung") einschleicht und gegen seinen Willen von ihr vereinnahmt wird. Beeindruckend. Ich kenne die Züricher Altstadt und hatte fast das Gefühl, live dabei zu sein.

"Das Erbe" von Robin Haseler. George Abigail tritt das Erbe seines Onkels an und entdeckt in dessen Herrenhaus einen geheimen Gang. Was mag sich wohl hinter der Tür an dessen Ende verbergen? Gemeinsam mit George Abigail kann der Leser bei einem prasselnden Kaminfeuer in Ruhe darüber nachdenken. Eine tolle Geschichte für einen kalten Winterabend!

Wie alle Produkte aus dem Hause Torsten Low ist die Anthologie drucktechnisch einwandfrei gestaltet und bietet als kleines Extra einen Download-Code für das aktuelle Album der Band Sorrowfield.
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4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Beim Thema Verwandlungen denkt man meist an Werwölfe, Vampire und ähnliche Gestaltwandler. Nun trägt "Metamorphosen" den Untertitel "Auf den Spuren H.P. Lovecrafts", der kundige Leser denkt dann sofort an die Tiefen Wesen. 14 Geschichten um die Tiefen Wesen wären natürlich langweilig, aber diese Befürchtung wird nicht erfüllt. Was einer der wenigen positiven Aspekte der Anthologie ist.

Die Metamorphosen-Idee abseits der klassischen Gestaltwandler bietet viele Möglichkeiten, mit Bezug auf Lovecraft erfordert es aber auch tiefe Kenntnis des Werks des Altmeisters des Horrors. Der Lovecraft-Bezug wirkt aber insgesamt gesehen eher aufgesetzt und die Kenntnis von Lovecrafts Werk scheint bei den Autoren weniger stark ausgeprägt zu sein. Lovecraft-Fans dürften eher zu den Kritikern der Anthologie gehören.

Dazu kommt, dass viele Autoren erstaunlich fleißig am eigentlichen Anthologie-Thema vorbei geschrieben haben. In der Schule hätte der Lehrer "Thema verfehlt" vermerkt, leider haben die unerfahrenen Herausgeber das nicht gemacht. Die Grundidee wird oft nicht beachtet und wenn, dann ebenso oft nur halbherzig. Das Potential der Idee wird nur angekratzt, eine emotionale beziehungsweise inhaltliche Tiefe fehlt. Das mag aber auch an den mangelnden Fähigkeiten der Herausgeber und der meisten Autoren liegen. Böse könnte man es so ausdrücken, dass Herausgeber, deren Befähigung dazu schon fragwürdig ist, Geschichten von Anfängern veröffentlichen, wobei letztere anscheinend teilweise noch in den ersten Schreibversuchen stecken und sonst keinen Verlag gefunden hätten. Nachwuchsarbeit ist wichtig, darf aber gerne gelungener ausfallen. In dieser Form nützt sie letztlich den Autoren auch nichts.

Anthologien beherbergen meist Geschichten von unterschiedlicher Qualität und jeder Leser findet für sich welche, die ihm besser oder schlechter gefallen. Bei "Metamorphosen" ist es so, dass die guten Geschichten trotzdem nur Mittelmaß sind und mindestens die Hälfte gar unterdurchschnittlich ist; einige sogar ärgerlich schlecht. Kleine - teilweise gute - Ideen werden durch noch eingeschränkte Schreibkünste behindert oder absolut spannungsarm umgesetzt. Diese kleinen Ideen reichen eben wirklich nur für eine Kurzgeschichte und selbst dann wirken sie oft nicht.

Abgesehen von den paar ganz netten Geschichten ist der einzige Lichtblick in dieser düsteren Angelegenheit "Der Journalist" von Sascha Erni. Der titelgebende Journalist will einen Undercover-Bericht über eine obskure mystische Vereinigung schreiben, aber schnell fällt es ihm immer schwerer, die Fäden in der Hand zu halten. Auch diese Geschichte ist noch lange kein Meisterwerk, zeigt aber das Potential des Autoren.

Das Gesamturteil über "Metamorphosen" muss unterdurchschnittlich ausfallen. Die eine gute Geschichte und die paar durchschnittlichen können nicht aufwiegen, dass das Anthologie-Thema oft schlichtweg verpasst oder nur halbherzig umgesetzt wurde. Dazu kommt der arg konstruierte Lovecraft-Bezug, der wohl eher für höhere Verkaufszahlen sorgen soll, als diese Anthologie verdient hat. Selbst wirklich fanatische Sammler von Geschichten mit Lovecraft-Bezug sollten diesen billigen Verkaufstrick nicht unterstützen. Auch ungeachtet dieser Problematik bietet "Metamorphosen" zu wenig, um einen Kauf zu rechtfertigen.
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