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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
außergewöhnlich..., 4. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Metamorphine (Audio CD)
Bei der Akustiktour von der Letzten Instanz waren einige Gastmusiker dabei u.a. ist da auch der Name Leandra gefallen der mir bis dato nicht viel sagte. Als ich dann hörte dass es sich hier um die Keyboarderin von Jesus On Extasy handelt war ich erstmals sehr skeptisch denn bei allen nötigen Respekt aber ich halte von besagter Gruppe relativ wenig und kann den Hype der teilweise um die gemacht wird nicht nachvollziehen. Wie auch immer, per Zufall hab ich dann auf einen Sampler Leandras Zusammenarbeit mit Sven Friedrich (Zeraphine, Ex-Dreadful Shadows) "The Art Of Dreaming" gehört und war sofort begeistert. Die beiden Stimmen liefern sich ein atemberaubendes Duett so hab ich mir das Album doch zugelegt und ich kann nur sagen dass Leandra wirklich ein wunderschönes und außergewöhnliches Album vorgelegt hat.
Musikalisch ist das ganze teilweise schwer zu beschreiben. Die Musik ist ruhig gehalten, auf Pianoklängen aufgebaut wie u.a. gleich der Opener "Noisy Awareness", aber auch elektronische Elemente kommen nicht zu kurz, ein wenig würde ich sagen dass das in die Richtung von miLú, Tori Amos oder Björk geht. Der zweite Track "Lie To Me" lebt von einen treibenden Beat der sich durch den Song zieht und das ganze ein wenig tanzbar macht auch wenn der ruhige Grundtenor trotzdem erhalten bleibt.
Das besagte Duett mit Sven Friedrich habe ich ja schon angesprochen, hier zeigt der gute Sven einmal mehr dass er zu den charismatischsten Sänger im Gothic Bereich gehört und Leandra selber bezaubert den Hörer mit ihrer wunderschönen natürlichen Stimme. Ich glaube es war im Sonic Seducer Magazin wo in etwa geschrieben wurde: "das faszinierendste Unheavenly Voice Album" was es ganz gut beschreibt, dadurch dass Leandras sich nicht zu sehr auf unnötigen hohen Gesang konzentriert sondern eher natürlich und tief singt hat "Metamorphine" mit den sogenannten "Heavenly Voices" Alben realtiv wenig zu tun.
Das fast 7 minütige "Coloured" ist ein weiteres Highlight das den Hörer mit seinen langsamen Beats und Leandras umfangreichen Gesang (der hier teilweise auch elektronisch leicht verzerrt wird) bezaubert.
"Naked Eyes" wirkt zum Teil bedrohlich düster und beklemmend was schon eine ganz eigene Atmosphäre erzeugt.
Die Fans von der Letzten Instanz werden den folgenden Song "Angeldeamon" bereits kennen, ist dies der Song den Leandra bei der gemeinsamen Akustiktour präsentierte. Hier zeigt Leandra dass sie auch eine großartige Künstlerin am Piano ist, bei den anderen Songs kommen die Pianoelemente hier und da aufgrund der elektronischen Elemente etwas zu kurz. Bei "Angeldeamon" wiederum wird die Elektronik zurückgenommen und das Piano bestimmt den Ton.
Ich könnte jetzt die restlichen Songs auch noch aufzählen, letztendlich kann ich aber nur sagen dass "Metamorphine" ein außergewöhnliches Album ist dass man von Anfang bis Ende genießen kann. Für mich eines der ersten Highlights im Jahr 2008.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Esoterischer Synthie-Goth-Pop, 13. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Metamorphine (Audio CD)
Was kommt heraus, wenn man Tori Amos, Emily the Strange und Björk mit programmierten Beats, synthetisch-intensiven Klängen und gelegentlichem Piano-Einsatz vermengt? Wer das herausfinden will, sollte sich die CD Metamorphine" von Leandra kaufen. In elf Songs entführt sie den Hörer in ihre Wahrnehmungswelt, lässt ihn an den emotionalen Extremsituationen teilhaben, nach denen sie die Lieder komponiert hat und entlässt ihn am Ende der CD in eine Realität, die plötzlich sehr fremd wirkt. Wenn man das Wagnis auf sich genommen hat, das Album am Stück zu hören, bedarf der Verstand in der Tat einer gewissen Erholungspause.
So wirklich definieren lässt sich der Stil nicht. Esoterischer Synthie-Goth-Pop trifft es vielleicht ein wenig, denn das einzige, was hier echt ist, sind Stimme und Piano. Dass Leandra schon seit früher Kindheit eine begnadete Pianistin ist, klingt leider nur allzu selten auf dieser CD durch, am deutlichsten in Track 6 Angeldaemon", bei dem das elektronische Beiwerk sehr dezent hinter dem Klavierspiel und der kehligen Stimme der weißrussischen Sängerin zurückbleibt. Dieser Song ist zugleich der normalste auf dem Album, gleich gefolgt vom Befremdlichsten: In Tyberi folla" unterhalten sich zwei Astralwesen - es ist zu hoffen, dass die Kauf-CD über ein Booklet verfügt, das über die Songtexte Aufschluss gibt, dem Rezensionsexemplar im Pappschuber lag keins bei - und diesen Song singt Leandra in einer Fantasiesprache, zugleich ist ihre Stimme verzerrt und der Dreivierteltakt mit einem Vierviertelrhythmus oder auch nur mit Percussion-Effekten unterlegt ... Da freut man sich auf das ruhige und entspannende Son of Venus" ... bis zum schrägen Refrain. Normal ist diese Musik jedenfalls nicht, soll sie aber auch nicht sein. Beinahe rebellisch probiert Leandra ungewöhnliche Melodieführungen aus, scheut Disharmonien nicht, löst sie aber immer wieder in akustisches Wohlgefallen auf.
Leandras Stimme ist interessant, sie weiß damit umzugehen, das Kehlige stört nicht. Mal schleichend-gehaucht und mit einem gefährlichen Unterton in Track 9 Lullaby", mal lockend und verhängnisbringend in Lie to me", dem einzigen wirklichen Ohrwurm. Die Texte sind - sofern man sie versteht - typisch Gothic, da wird über die Seele gesungen, über Träume, der Kontrast zwischen inside" und outside", zwischen Geist und Körper, wird oft besungen, dazwischen geht es um Menschen, die der Künstlerin als Katalysatoren gedient haben, etwa Lie to me", und um andere, die sie belastet haben, etwa der Stalker, von dem sie in Noisy awareness" mit bitterer Stimme erzählt. Und The art of dreaming"ist ein Duett mit Sven Friedrich von Dreadful Shadows - mit ihm deswegen, weil sie ihm im Traum begegnet ist.
Diese Musik ist ein 55-minütiger Taumel durch sehr schräge Gefühlswallungen und ungewöhnliche Melodien, immer ein wenig depressiv, was ein wenig durch die Stimme der Sängerin unterstützt wird, hauptsächlich aber durch die Machart der Songs, alle schwermütig, traurig, zornig, wahre Lebenslust kommt da nicht auf. Die Songs sind entweder pianolastig, was gut ist, oder mit Elektro-Sound überladen, was immerhin stimmig ist. Ein bisschen mehr harte E-Gitarre, wie man sie in Lullaby" oder Track 10 Pi" zu hören bekommt, wäre hilfreich gewesen, hätte andererseits aber die trostlose Stimmung zu sehr aufgehellt". Diese Musik nimmt und lullt ein, man sollte sie nicht in Situationen wie etwa am Steuer eines Autos hören. Für Rollenspiel ist sie nur geeignet, wenn man eine Massensuizid-Szene auf einem Friedhof spielen will - oder bei Dark Fantasy, aber auch da gibt es geeignetere Musik.
Solche Musik hat ihre Fans und die werden Leandra lieben. Wer mit Gothic nichts am Hut hat und die Welt um sich herum vielleicht schon als kompliziert und trostlos genug oder aber auf der anderen Seite als zu schön für Depri-Stimmung empfindet, kann sich Leandra gerne sparen - oder auf www.leandrasphere.de einfach mal reinhören. Es ist durchaus Kunst und die Künstlerin weiß, was sie tut, aber es ist sehr abgehobene und anstrengende Kunst, die einen gut vorbereiteten Musikgeschmack erfordert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nice Baby, 28. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Metamorphine (Audio CD)
Anhängern von Jesus On Extasy sollte der Name Ophelia Dax sicherlich bekannt vorkommen, nun veröffentlicht die Keyboarderin ihr Debütalbum unter den Namen Metamorphine.
Das Soloprojekt selbst trägt den Namen Leandra und vorweg es fährt eine etwas andere Schiene als Jesus On Extasy. Zu einem ist es sehr,sehr ruhig ausgefallen und zum anderen wird hier der Flügel ausgepackt der sich wie ein roter Faden durch das komplette Album zieht.
Eingepackt in verträumte Arrangements gleitet das Album in so manche andere Spähren, wo sich die Solistin wohl auch öfters befindet.
Textlich bewegt sie sich sehr unterschiedlich wie auch die Songs, so handelt einer von einer Trennung, ein anderer wieder von einer Fabel und ein anderer von 2 Astralwesen. Die Entstehung von The Art Of Dreaming entstand auch auf etwas unkonventionelle Art, so hat sie Sven Friedrich im Traum getroffen und dann entschieden mit ihm The Art Of Dreaming einzuspielen, äh ja eine E-Mail hätte es vielleicht auch getan.
Die Musikalischen Wege auf diesem Album sind derart weit gefächert das eigentlich nur das Klavier und Leandras Gesang hervor sticht. Letzteres ist zwar ganz nett anzuhören, aber leider nichts wirklich überragendes, irgendwie fehlt hier die Power in der Stimme.
Jesus On Extasy Gitarrist Chai Deveraux leiht seine Gitarre noch am Ende von Lullaby und Pi, was ganz nett ist aber irgendwie viel zu wenig ist. Im Gesamten fehlt mir bei diesem Album einfach etwas mehr Power und Kraft, zum Abspannen und Ausklingen nach der Arbeit etc. ist es aber echt ideal.
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