Was mach ich nur falsch, dass alle Leute Goedel, Escher, Bach in den Himmel loben - und ich habe es am Ende enttaeuscht aus der Hand gelegt. Was mach ich nur falsch, dass alle Leute Metamagicum als die Steigerung des Unsteigerbaren, als den wuerdigen Nachfolger eines grossen Buches preisen - und ich vergebe gerade mal 4 Sterne? Ich weiss es nicht, aber hier ist ein kurzer Ueberblick ueber meine Gedanken.
Zuerst einmal zum Kardinalfehler des Buches (in meinen Augen). Es ist der gleiche Punkt, den ich auch GEB anlaste: Es ist zu lang. Es beschaeftigt sich auf ungewoehnliche Weise mit ungewoehnlichen Fragestellungen, aber dies immer eine Spur zu langatmig. Es liegt nicht an meiner Vorbildung (Mathematiker), denn viele meiner Freunde haben ebenfalls den Eindruck, dass hier oft Gedanken um eine Nuance variiert nochmals gedacht, nochmals dargelegt, nochmals breitgetreten werde.
Auf der anderen Seite die grosse Staerke des Buches: Es klaert die Frage, wofuer Mathematik und Mathematiker ,,gut sind''. Es macht Laien wie Profis der Szene klar, welch wunderbare Welt hinter Logik, Mathematik und Intelligenz steckt. Muster, Sprache, Formen, Spiele - Hofstadter deckt die Kardinaleigenschaft des Menschen an einem Feuerwerk von Beispielen auf: der Mensch kann die Frage stellen: "Was waere wenn?"
Ich liebe dieses Buch und lese einige Kapitel immer wieder. Ich entdecke neue Facetten, setzte mich in einen Sessel und denke ueber diese neuen Aspekte mit neuem Elan nach. Und manchmal ueberspringe ich beim Lesen 10 Seiten und aergere mich, dass manche Gedanken von ihrer eigentlichen Klarheit weg so verwaessert wurden ...
Fazit: Leset es alle (nicht nur die Naturwissenschaftler)! Und ueberspringt ruhig mal ein paar Seiten - das ist ja kein Krimi ;-) (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)