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Zwar nicht mehr ganz so heftig wie in früheren Tagen, kommt Metallica aber dennoch recht hart daher, was vor allen Dingen im durchaus immer noch sehr Metal-lastigen Songwriting begründet liegt. Zeugnisse hierfür sind Titel wie der Stampfer "Sad But True", das flotte "Holier Than Thou", das leicht orientalisch angehauchte "Wherever I May Roam" oder das abschließende "The Struggle Within", auf denen es das Quartett ganz ordentlich krachen lässt. Insgesamt zwölf hochkarätige Titel zieren Metallica, die das Prädikat besonders wertvoll durchaus verdient haben. Ein Album für die Ewigkeit! --Armin Schäfer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kommerzieller Erfolg - Na und?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Metallica (Audio CD)
In der Musikrichtung Heavy Metal (und all seinen verschiedenen Spielarten) gibt es ein sehr interessantes Phänomen: sobald eine Band kommerziell erfolgreich wird, verliert sie einen Teil ihrer Fanbasis. Die ansonsten sprichwörtliche, unbeirrbare Treue der Anhänger ist oft doch nicht so groß, wie man denkt, wenn plötzlich überall lauthals "Ausverkauf!" gebrüllt wird (zumindest "offiziell", denn ich bin mir sicher, dass viele "Fans der ersten Stunde", die plötzlich nichts mehr mit der Band zu tun haben wollen, im stillen Kämmerlein auch die erfolgreicheren Sachen mit Begeisterung hören).Nun bin ich ebenfalls Heavy-Metal-Fan (hauptsächlich Thrash, Power und Black Metal, auch ein wenig Death Metal und Industrial), und das nicht erst seit gestern oder - um beim Beispiel dieser Rezension zu bleiben - seit ich zum ersten Mal "Enter Sandman" gehört habe. Trotzdem stellte sich mir niemals die Frage nach der musikalischen Qualität des schlicht "Metallica" betitelten schwarzen Albums. Das hat für mich zwei Gründe: zum einen verstehe ich nicht, was es für mich als Fan für einen Unterschied machen soll, wie viele Leute meine Lieblingsband gut finden. Mir ist es herzlich egal, ob die neue Metallica-CD auf Platz 1 oder Platz 100 der Charts liegt. Und genau dieser Ansatz führt mich zum zweiten Grund: die Sturheit mit der manche darauf pochen, wie Metallica zu klingen haben. Ich selbst bin - wie schon erwähnt - u. a. Thrash-Metal-Fan. Mit Thrash hat diese Platte aber nicht mehr viel zu tun. Das stört mich aber überhaupt nicht, wenn das Songwriting stimmt. In so einem Fall gibt es für mich auch keine Genre-Grenzen mehr, Lieder die mir gefallen, gefallen mir eben, egal in welchem Stil sie geschrieben sind und wie viele Leute sie sonst noch mögen. Insofern habe ich kein Problem damit, die ersten 5 (!) Alben von Metallica als sehr gut zu bezeichnen. Die Phase danach ist eine andere Geschichte - aber ich empfinde sie ebenfalls nicht als so durchgängig mies wie manch anderer. Natürlich ist es merkwürdig, wenn beim Metallica-Konzert plötzlich ein ganz anderes Publikum auftaucht, als man das erwartet. Und natürlich ist man als Heavy-Metal-Fan lieber unter seinesgleichen, das gebe ich unumwunden zu. Aber dieses "Problem" reguliert sich meist von selbst, spätestens wenn es den nächsten Trend gibt, bleiben wieder die wirklichen Fans übrig, die nicht nur dorthin gehen, weil es gerade angesagt ist. Eine etwas lange Einführung, die aber vielleicht denen zugute kommt, die das Album bzw. die Band wirklich noch nicht kennen (soll's ja auch geben) und sich fragen, wie die vielen Rezensionen eigentlich zu verstehen sind. Das "Schwarze Album" selbst bietet in meinen Ohren eine sehr ausgewogene Mischung aus Härte und Melodie - zwei Faktoren, die für die Musik von Metallica schon immer bestimmend waren. Wenn man sich die musikalische Entwicklung der Band bis 1991 ansieht, kann man den Prozess recht gut erkennen, der zu "Metallica" führte. Die unkontrollierte Rasanz und Härte gab es meiner Ansicht nur auf dem Debüt "Kill 'Em All", alles was danach kam verschob sich doch eher in Richtung Kontrolle und Melodie (natürlich angereichert mit mal mehr, mal weniger Härte). Vor allem am Gesang ist das gut zu beobachten. "Metallica" beginnt mit "Enter Sandman", einer Hymne sondergleichen, an der sich bereits die ersten Geister aus oben genannten Gründen scheiden. Nichtsdestotrotz habe ich bei einem Metallica-Konzert noch niemanden gesehen, der bei diesem Lied nicht mitsingt oder sogar so konsequent ist und die Halle verlässt, wenn das ach-so poppige Mainriff angestimmt wird. Ähnliches gilt für das Groove-Monster "Sad But True" und für die typische Halbballade "The Unforgiven", die sofort ins Ohr gehen und dort auch hängenbleiben. Auch "Wherever I May Roam", "Don't Tread On Me" (mit seinen "West-Side-Story"-Anleihen und kritischem Text) und "Of Wolf And Man" können auf ganzer Linie überzeugen, von Radiotauglichkeit kann ich hier jedenfalls nicht allzu viel erkennen. Ebenfalls gut gelungen sind "The God That Failed" und "My Friend Of Misery", einer der wenigen von Jason Newsted mitgeschriebenen Songs. Immerhin guter Durchschnitt sind die im Gesamtkontext etwas untergehenden "Holier Than Thou" und "Through The Never". An Ausfällen bzw. Füllern kann ich lediglich "The Struggle Within" und vor allem "Nothing Else Matters", die einzige "richtige" Ballade von Metallica ausmachen (dieses Lied dürfte wohl den größten Anteil am "Ausverkauf-Geschrei" ausmachen, ich persönlich finde es im Vergleich zu den klassischen Halbballaden einfach langweilig, obwohl es live ganz gut Stimmung macht). Alles in allem eine Platte, die sich sehr schnell erschließt, im Gegensatz zu "wirklicher" Radio-Pop-Musik aber dennoch nicht nach dem dritten Mal hören langweilig wird. Damit ist "Metallica" ein krasser Gegensatz zu seinem Vorgänger "...And Justice For All", der wesentlich schwerer zugänglich (aber trotzdem beileibe nicht schlechter) war. Für mich wären das 4,5 Sterne, die ich nur deshalb auf 4 abrunde, weil mir die ersten drei Alben (jedes auf seine Weise) doch um ein Stückchen besser gefallen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Anfang oder Ende?,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Metallica (Audio CD)
Das "Black Album" wie "Metallica" oft genannt wird war sicherlich das erfolgreichste METALLICA Album und viele halten es für das beste, andere halten es wiederum für eines der schlechteren was am jeweiligen Standpunkt des Betrachters liegt.Der melodische, kräftige aber nicht zu harte Mainstream-Metal den METALLICA hier spielen mag sicherlich nicht schlecht sein, so richtig anfreunden kann ich mich damit jedoch nicht da ich METALLICA als schnelle,harte Speed/Thrashband kennen und lieben gelernt habe. Mit dem Sound von "Kill 'em All" bis "Master of Puppets" hat dieses Album jedoch nicht mehr viel gemeinsam. Statt wütender Shouts gibts "richtigen" Gesang zu hören, statt krachender Riffs in Lichtgeschwindigkeit eher Midtempo orientierten Metal. Ich denke ab diesem Album spaltete sich das METALLICA Fan-Lager in zwei Hälften. Da sind die alten Fans die nicht verstehen können das die Band plötzlich so soft geworden ist (im Vergleich zu den frühen Tagen), und die neuen Fans die METALLICA vielleicht erst seit dieser Scheibe kennen. Ich persöhnlich finde die Scheibe hörbar aber chanchenlos im Vergleich zu den ersten Scheiben. Wenn du melodischen, gut produzierten Metal magst der nicht zu heavy ist bist du hier richtig, solltest du jedoch auf nackenbrecher Riffs stehen solltest du dich an die ersten drei Alben halten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
34 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eines der größten Metalwerke aller Zeiten!,
Rezension bezieht sich auf: Metallica (Audio CD)
Als Metallica 1991 ihren insgesamt 5. Longplayer veröffentlichen, soll großes geschehen. Mit einem mal wird aus der etablierten Spped-Metal Band die größte Heavy Metal Band aller Zeiten und die Namen James Hetfield (Vocals, Rhythmus Gitarre)/Lars Ulrich (Drums)/Kirk Hammett (Lead-Gitarre)/ Jason Newsted (Bass) zementieren sich für immer im Rock-Olymp. Mit "Metallica", wie ihr 5. Werk offiziell heißt, gehen die 4 aus San Francisco weg von den derb-brutalen Speed-Metal Tiraden der 80er hin zu exzellentem und ausgefeiltem Songwriting erster Güte. Und gerade das zeichnet für mich eine gute Metalband aus: Flexibel sein. Ich finde es langweilig, wenn eine Band immer die selbe Musik macht und gerade deshalb ist es schön, dass Metallica mit "Metallica" und vor allem mit "Load" und "ReLoad" neue Wege einschlugen und zeigten, dass sie mehr können als nur blitzschnelle Riffs in die Welt knallen.Die Songs des "Black album" in der Einzelkritik: Enter Sandmn - Der erste Höhepunkt des Albums. Es gibt wohl kaum einen Metalfan, der diesen Song nicht kennt. Ungemein melodiös und trotzdem treibend. Sad but true - Das Monsterriff schlechthin. Böse stampfend donnern die 5.22 Minuten durch die Anlage. Wütend schreit James Hetfield die exzellenten Lyics in die Welt hinaus. Ein weiterer Kracher! Holier than thou - Von vielen unterschätzt. Schnelles Riff und insgesamt sehr flottes Tempo. Außerdem ein sympathisches Bass-Zwischenspiel. Mit 3.46 Min. kürzester Song der Platte. The Unforgiven - Ein weiterer Klassiker und gleichzeitig die erste von zwei Balladen. Düster kommen die Strofen daher und münden in einem zerrissenen Refrain. Toller Titel! Wherever I may roam - Orientalisch angehaucht. Eine der 5 Singles und straighter Refrain. Gefällt mir persönlich nicht so gut, aber trotzdem ein Klassiker. Don't tread on me - Midtempo Song mit fast schon Stakkato-artigem Beat. Nicht der Übersong, aber gute Abwechslung zwischendurch. Hält konstant das hohe Niveau. Through the Never - Mit der Schnellste und Härteste Track der CD. Ruft einige Headbang-Attacken hervor. Ein überbleibsel aus alten Zeiten. Nothing else matters - der Bandhit überhaupt. Der vielleicht schlechteste Metallica-Text überhaupt, aber die Melodie ist überragend. Das Solo, so kurz es ist, halte ich für das Beste aller Zeiten! Eine tiefe Verbeugung für diesen Geniestreich! Of wolf and man - wieder stampfend und hart. Klasse! The God that failed - Auch für mich anfangs gewöhnungsbedürftig, wirkt etwas fehl am Platze. Aber wenn man sich wirklich darauf einlässt, entfaltet der Song durchaus seine Qualitäten. Anders, aber trotzdem gut. My friend of Misery - der Düsterste Song der LP. Ein brillantes Bass-Intro, das einem einen Schauer über den Rücken laufen lässt. Ein schmerzverzerrter, bedrohlicher und sehr dunkler Song. The Struggle within - Zum Abschluss wird noch einmal kräftig gebolzt. Eine fast 4 Minütige Speed-Metal Attacke beschließt ein mehr als gelungenes Album. Abschließend ist zu sagen, dass "Metallica" dadurch glänz, dass es "anders" ist. Es ist Metallicas art, den Metal in die 90er zu bringen. Das tun sie mit 4-6 Minütigen, insgesamt sehr kompakt wirkenden Stadion-Rockern. Songs wie "Don't tread on me" oder "The God that failed" klingen für den "echten" Metalfan im ersten Moment recht seltsam, beinahe "soft". Aber was ist schlimm dabei? Warum darf sich auch die größte Heavy Metal-Band nicht auch ein Album mit 2 Balladen leisten? Und wer das Black Album als "Pop" bezeichnet, hat sowieso keine Ahnung von Musik. "Pop" sind die Pet Shop Boys, aber nicht Metallica. "Metallica", das ist Heavy Metal Pur. Auch und gerade wegen der Balladen und dem tiefschwarzen Cover und weil sich Metallica auf diesem Album neu erfunden haben. Genau das macht sie zur größten Metalband aller Zeiten: Ihre Vielseitigkeit. Und deshalb ist jedes einzelne Album, egal in welche Richtung es geht, ein Meisterwerk für sich. An diese Band kommt keine andere heran! Hut ab vor einem der größten Metalwerke aller Zeiten! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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