Es war einmal, so beginnen viele Geschichten, auch die von der Metalband DRAGONSFIRE aus Stockstadt. Unter Metalkennern und Insidern aus dem Rhein/Main Gebiet sind sie schon seit ein paar Jahren bekannt.
Durch ihren ersten Longplayer, der im Jahre 2008 mit dem Titel: "Visions of Fire" setzten sie ihre erste "echte Duftmarke" im Bereich ihres nationalen und internationalen Auftritts. Durch ihre anschließende Tournee durch Deutschland und Teilen Westeuropas fielen sie durch ihre schnörkellose Art der Interpretation eigener und bekannter Stücke namhafter Bands auf und holten sich das Rüstzeug für das neue Album: "Metal Service"
Das gelinde gesagt zeigt welche Entwicklung die Band um den Sänger und Bassisten Torsten Thassilo Herbert genommen hat.
Die Band hat einen "totalen Metalhammer" gelandet, den ich in dieser Präzision und ausgereifter Spielfreude so nicht erwartet hatte.
Die Jungs sind erwachsen geworden, Vergleiche zum letzten Album kann man getrost vergessen. Es gibt im internationalen Terrain sehr gute und weniger gute Alben, dieses zählt aus meiner Sicht zu den besten Neuerscheinungen dieses Jahres!
Die Albumtitel im Einzelnen:
1. "Welcome" (Intro)- Eine Frauenstimme die unmissverständlich kurz umschreibt was am Anschluss zu erwarten ist! Was Wohl?!
2. "My Mashed Insane Brain" - Der Opener und zugleich Anwärter für die Ohrwurmenthusiasten unter den Metal Fans
3. "Raging Fire" - ebenfalls Ohrwurmverdächtiger Anwärter der Headbanggemeinde mit unachahmlich einprägenden Refrain
4. "Call of the Heart" - Ein Midtempotitel mit viel Charisma in der Stimme von Torsten Thassilo Herbert und von den Breaks und stilistischen musikalischen Ideen der Musiker.
5. "The Devil" - Midtempokracher mit sehr abwechslungsreicher Stilistischer Ausdruckskraft, und stetigem Tempowechsel, ein starker Song
6. "Blood for Blood" - Eine der schnelleren Nummern mit mitreisender Power und eindringlichen Refrain, ein Titel für Luftgitarrenfreaks!
7. "King without a Crown" - Sehr hörenswerter Titel mit sehr ausdrucksstarken Gesang von Torsten Thassilo Herbert und abwechslungsreicher Instrumentierung, einer meiner Lieblingssongs!
8. "Time of Twilight" - Ein Song, der sich durch sein Abwechslungsreichtum und Musikalität besonders hervorhebt.
9. "Visions of Fire" - Die Speed Metal Hymne schlechthin, ein Song der wie ein Dampfhammer in die Gehörgänge einschlägt, das es einem extrem warm wird ums Metalheart. Klingt nach mehr und ist aus meiner Sicht im Livekonzert noch ausbaubar! Sehr starke Nummer!
10. "Ghosts" - Ein sehr hörenswerter Song mit eingängigen Refrain und überaschenden Breaks, regt zum mitgröhlen an!
11. "To Hell and Back" - Abwechslungsreicher Song der zwischen und langsameren Passagen die Wechsel sehr gut hinbekommt und Thorten Thassilo Herberts Stimme extrem strapaziert.
12. "Lost Melody" - Abschließender Song der es geschickt versteht mit schnelleren und langsameren Rythmus klarzukommen. Nimmt die Metalgemeinde mit zum abschließenden "Schunkeln"!
Fazit: Ein sehr starkes Album, das Ihr Euch in aller Ruhe, Quatsch mit Euren Freunden auch "live!" reinziehen solltet. Ein Anwärter auf Album des Monats bei "Metal Hammer" oder "Rock Hard"!
Meine Bewertung 6 Sterne, auch wenn bei Amazon nur 5 Sterne zu vergeben sind!