Nach dem Erfolg von "Balls To The Wall" von 1983/84, welches sogar einigermassen in den USA verkauft wurde, wollte es die Gruppe um Udo Dirkschneider und Wolf Hoffmann nunmehr wissen. Mit Dieter Dierks wurde der Erfolgsproduzent der Scorpions verpflichtet und 1985 "Metal Heart" veröffentlicht.
Dieter Dierks hat der Platte einen wirklich guten Sound verliehen, leider hat er aber auch einige Ecken und Kanten wegproduziert. Will damit sagen, dass "Breaker", "Restless And Wild" und "Balls To The Wall" mehr rocken. "Metal Heart" ist doch ein bißchen kommerziell geworden. Accept ist zwar als Accept zu erkennen, es hört sich aber doch manchmal etwas `weichgespült` an.
Der Ober-Hammer ist natürlich das Titelstück. Wolf Hoffmann ist sicher nicht einer der besten Gitarristen dieser Welt, aber er hat einen unverwechselbaren Stil, den er bei `Metal heart` voll auslebt. `Midnight mover` und `Living for tonite` sind recht einfach gestrickte Heavy Songs. `Screaming for a love-bite` und `Too high to get it right` sind schon fast fürs Radio geeignet. Bei `Bound to fail` wird nochmal die Klassik-Kiste geöffnet.
"Metal Heart" ist gut, gar keine Frage und war wohl auch recht erfolgreich. Die 3 Vorgänger finde ich aber besser, die m u s s man haben, "Metal heart" kann man haben. Knappe 4 Sterne.