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39 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kein Mensch ist für einen Sommer Slayer-Fan, 2. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Metal - A Headbanger's Journey (DVD)
Sam Dunn, kanadischer Metalhead und mehrfach ausgezeichneter Anthropolge hat sich mit Regisseur Scot McFadyen (u.a. mitveratnwortlich für das Kiss-Road Movie *Detroid Rock City*) zusammengetan, um filmdokumentatisch dem Heavy Metal auf die Spur zu kommen. Rausgekommen ist wohl die erste filmische Dokumentation über das musikalische Genre Heavy Metal überhaupt.
Was macht Metal so einzigartig? Wie gefährlich ist er? Wieso ist diese Musik gesellschaftlich noch immer nicht akzeptiert?
Will man diese Fragen beantworten und aufarbeiten, macht man am besten eines: Man geht auf Reisen und besucht die wichtigsten Stätten metallischer Ursprünge, gleichzeitig erkundet man die Plätze der großen Metal-Zeremonie. Diese Erkenntnis treibt die beiden auf Wanderschaft und führt sie nach Europa, genauer gesagt nach England zu den Wurzeln, nach Wacken zum alljährlichen Metal-Mekka, aber auch nach Norwegen, um die Schattenseiten dieser Musik auf den Grund zu gehen.
Schwerpunktmässig gegliedert behandelt diese geniale Doku alles, von der Entstehung des typischen Metal-Sound, über die wegbereitenden Bands, der metallischen Klischees, Zensur, Geschlechteridentifikation (Das Groupie-Phänomen) bishin zum Satanismus.
Sam Dunn, immer bemüht, auch immer den Blick von aussen zu wahren, passiert den schmalen Pfad zwischen wissenschaftlicher Neugier und humoresker Selbstironie souverän. In jeder Minute dieses Films spürt man, dass hier ein echter *Die Hard*-Metalhead am Werk war, anders wäre die metal-historisch faktengetreue und thematisch gut ausgeklügelte Doku wohl nicht möglich gewesen. Sehr interessant z.b. die musikwissenschaftlich beleuchteten Metal-Roots, interviewtechnisch belegt von Musiktheoretikern und vielen Musikern. Gerade die vielzahl wirklich interessanter Intie-Sequenzen von szenefremden Menschen machen den Streifen bemerkenswert. Zu Wort kommen aber auch verdiente Szenegrößen wie Tony Iommi, Bruce Dickinson, Dio, Tom Morello, Lemmy, Rob Zombie (Zitat: "Kein Mensch ist für einen Sommer Slayer-Fan"), Alice Cooper, Dee Snider, Geddy Lee, aber auch Bands wie Cannibal Corpse, Slipknot, Darkthrone, Mayhem, Gorgoroth usw. Viele Gags lockern das ganze auf: z.b. die 83-jährige Häkeltante, ihres Zeichens größter Alice Cooper-Fan oder das Interview mit Amerikas bekanntestem 80ies-Groupie, aber auch der Gerichtssaal-Infight zwischen Tipper Gore und Dee Snider ist sehenswert.
Auch filmtechnisch ist diese wichtige Dokumentation auf höchstem Level. Das Filmlayout hat wirklich Stil, schnittechnisch und dramaturgisch wunderbar in Szene gesetzt. Immer wieder gibt's schön animierte Grafiken mit rockhistorischen Fakts, z.b. Metalunterkategorien und die dazugehörenden Bands. Ein Teil des Films befasst sich auch mit norwegischem Extrem-Metal. Hier wird versucht, die Anfänge des Black Metals zu begründen. Das gelingt zum Teil auf recht ansprechendem Niveau, unterlegt mit Original-Filmaufnahmen brennender Kirchen etc. und vielen Interviews mit norwegischen Journalisten, Soziologen oder Religionswissenschaftlern, aber auch mit Musikern, die das Niveau nochmals heben (z.b. Enslaved) oder radikal senken und damit den geistigen Tiefpunkt dieser DVD markieren z.b. Gorgoroth, Mayhem (besoffen auf dem Wacken).
Jeder Metalfan, dem der Background seiner Musik interessiert, muss diese Dokumentation wohl einmal gesehen haben, am besten in bierlauniger Atmosphäre!
Aber das Teil ist auch eine große Chance, die Lieblingsmusik positiv nach aussen zu tragen. In dieser Weise dargeboten, hochsymphatisch, gleichzeitig knallhart und niemals verwässert, wird man niemals irgendwem von dieser Musik besser überzeugen können, oder zumindest anerkennenden Respekt ernten. Die deutsche Version kommt übrigens mit deutschen Untertiteln bei Interviews und deutsch synchronisierten Kommentaren von Sam Dunn.
Zusätzlich gibt's Extras: (Outtakes 16 min), Interviews (20 min) und einen BM-Zusatzteil: Black Metal in Norwegen (25 min)
5 Sterne Deluxe!!!
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die pure Unterhaltung, 4. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Metal - A Headbanger's Journey (DVD)
Das ist so ziemlich mit die beste Dokumentation, die ich bis Dato gesehen habe.
Das liegt unter Anderem da dran, dass das wohl genau mein Musikgeschmack ist, aber natürlich auch am ganze Drumherum.
Alleine schon die Einleitung, die mit dem Lied "Number of the Beast" von IronMaiden präsentiert wird ist nur gelungen.
Der Moderator(Sean Dunn) ist mit vollem Elan und viel Herzblut dabei, man merkt wie viel Spaß er beim Dreh hatte. Er interviewt unter Anderem Bruce Dickinson, Slayer, DIO, Slipknot und viele weitere. Besonders das Interview mit Mayhem auf dem Wacken Festival hat mir sehr gut gefallen(..die ganzen Fu***-Wörter).
Der Film behandelt wirklich viele Einzelheiten der Metal Bewegung und geht unter anderem der Frage nach, wer letztendlich die erste Metalband war(BlackSabbath..). Es werden wirklich viele Bands behandelt oder erwähnt von den Anfängen wie MötleyCrüe bis zu modernen Bands wie Slipknot. Von Themen wie Zensur, Satanismus, Festivals u.v.m..
Gut gefallen hat mir auch der Beitrag über norwegischem BlackMetal, wobei der Film Beitrag recht negative Punkte aufzeichnet, aber die als Bonus mitgelieferte Mini Doku "Black Metal in Norwegen"(25Minuten) wieder so Einiges in ein besseres Licht rückt.
Ich finde es schade, dass die Doku recht unbekannt ist, ich zumindest hatte sie viel zu spät in meinen Händen. Kaufen!
Die Bild-(anamorph) und Tonqualität(DD5.1+DTS)ist ausgezeichnet.
Ich schließe mit den Schlussworten des Regisseurs(in Wacken):
"Wenn dir Metal keinen überwätigenden Stromstoß verpasst und dir heiß-kalte Schauer über den Rücken laufen läßt, dann wirst du es vielleicht nie verstehen. Und wisst ihr was, das macht gar nichts, weil ich und die 40.000 anderen Metalheads um mich herum, wir kommen bestens ohne euch klar!"
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die beste Metal Dokumentation überhaupt !, 19. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Metal - A Headbanger's Journey (DVD)
Ich wurde durch einen Freund auf diese Dokumentation aufmerksam. Dieser Film, von einem kanadischen Metalfan, ist wirklich mehr als sehenswert. Hier wird eher detailiert auf Suche nach einigen der wichtigsten Fragen uber den Heavy Metal gegangen. Wie z.B. warum H.M. immer noch, nach mehr als 30 Jahren, von den meisten Menschen als suspekte Musik mit meist negativen Botschaften angesehen wird. Oder warum Metalfans so anders als andere Musikfans sind. Warum der Black Metal so bedrohlich erscheint, zumindest für nicht Metaller. Sam Dunn ein Anthropologe, und seit frühster Jungend, Metalfan geht diesen Fragen auf die Spur und wird dabei zum Advokat des Heavy Metals.
Natürlich ist so etwas immer ein subjektives Unterfangen. Und für manche, vor allem nicht Metalfans mag Sam viel zu überzeugter Metalfan sein, als, dass er einen objektive Dokumentation über das Thema machen könnte. Aber gerade diese Leidenschaft für den Metal macht diese Dokumentation so sehenswert.
Sicher wird dieser Film polarisieren, zum einen wegen der eindeutig positiven Stellungsnahm vom Macher des Films, zum anderen weil der Film nicht alle Fragen eindeutig beantworten kann, wie z.B. welche Black Metal Bands nun wirklich aus Satanisten bestehen und welche sich nur aus Image Gründen sich stets als böse präsentieren.
Alles in allem ist dies die beste Dokumentation über das Thema Heavy Metal.
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