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Der Messias (Gesamtaufnahme) [Audiobook] [Audio CD]

Coleman/Sutherland/Bonynge/ECO
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 10,99 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Der Messias (Gesamtaufnahme) + Der Messias HWV 56  / URTEXT: Oratorium in 3 Teilen für 4 Solostimmen, Chor und Orchester / Klavierauszug
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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Universal Music Vertrieb - a Division of Universal Music Gmbh / (Januar 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B000052482
  • Größe und/oder Gewicht: 14 x 12,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 279.653 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

Die vorliegende Konzertaufnahme ist Teil eines Zyklus alttestamentarischer Oratorien von G.F. Händel, die im Rahmen der Klosterkonzerte Maulbronn über mehrere Jahre hinweg aufgeführt wurden. Grundlage der Reihe ist die Verbindung barocker oratorischer Musik in historischer Aufführungspraxis mit dem akustisch und atmosphärisch optimal geeigneten Raum der einzigartigen Klosterkirche. Dieser Idealort verlangt geradezu nach der Durchsichtigkeit des Musizierens und der interpretatorischen Freilegung der rhetorischen Gestik der Komposition, wie sie durch die historische Aufführungspraxis in besonderer Weise gewährleistet ist. So wird ausschliesslich mit rekonstruierten historischen Instrumenten musiziert, die in der zu Lebzeiten des Komponisten üblichen Tonhöhe gestimmt sind. Im Sinne der Authentizität wurde daher in dieser Aufführung in der zu Mozarts Zeit üblichen Stimmung musiziert (a' = 430 Hz). -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Autorenkommentar

Händels Messias zu bearbeiten war keine eigene Idee Mozarts. Vielmehr handelte es sich dabei um einen Auftrag des Barons Gottfried van Swieten. Van Swieten hatte in Wien die "Gesellschaft der Associierten" gegründet, in deren privaten Zirkel oratorische Werke zur Fasten- und Weihnachtszeit aufgeführt wurden. Durch die Reformen des Monarchen Joseph II. hatte die Kirchenmusik einschneidende liturgische Veränderungen hinnehmen müssen, woraufhin sie fast zum Erliegen kam. Aus diesem Grund verlagerte sich das Geschehen auf private Veranstaltungen. Zu dem Kreis um van Swieten gehörte der Wiener Adel, dessen Mitglieder gleichzeitig als Mäzene auftraten. Mozart nahm schon einige Zeit vor seinem Messias an diesen Konzerten teil - als Cembalo-Spieler unter Hoftheaterkomponist Starzer, der bereits Judas Maccabäus bearbeitet hatte. In dieser Zeit hatte Mozart bereits Zugang zu van Swietens Privatbibliothek und konnte Partituren Bachs und Händels studieren, in denen er tiefreichende Anregungen für sein eigenes Schaffen fand. 1788 übernahm Mozart selbst die Direktion der Privatkonzerte und bearbeitete im selben Jahr Händels Acis und Galathea, im März 1789 schliesslich den Messias und im Jahr darauf die Cäcilien-Ode und das Alexanderfest. Die Proben zum Messias fanden in van Swietens Wohnung statt. Am 6. März 1789 wurde das Oratorium im Palais des Grafen Johann Esterhazy erstmals aufgeführt. Die Zahl der mitwirkenden Instrumentalisten ist nicht bekannt, im Chor sollen es nur 12 Sänger gewesen sein. Baron van Swieten, der ein grosser Verehrer barocker Musik war, verlangte von Mozart, das Stück zu "modernisieren". Dieser Anspruch war durchaus üblich - man hatte zwar grosse Achtung für das ursprüngliche Werk und dessen Komponisten, was aber kein Hinderungsgrund dafür war, "Veraltetes" dem neuen Empfinden anzupassen. Als Vorlage diente Mozart die Erstausgabe von Händels Partitur. Daraus fertigten zwei Kopisten eine Arbeitspartitur. Anstelle des englischen Textes und der Bläserstimmen setzten sie dabei leere Zeilen, in die Mozart seine eigene Begleitung schreiben konnte sowie den Text, der von van Swieten stammte. Seiner Version wiederum lag die Übersetzung von F. G. Klopstock und C. D. Ebeling aus dem Jahre 1775 zugrunde. Die grösste Veränderung erfuhren die Arien, die Form, von der man glaubte, sie bedürfe am meisten einer "Aktualisierung". Mozart änderte teilweise das harmonische Gefüge, nahm Kürzungen vor, variierte die Tempi, transponierte die Arien oder ordnete sie anderen Stimmen zu. Bis auf eine Ausnahme hält er aber die Form der Arie ein. Nur "Wenn Gott ist für uns" (CD II, Nr. 23), erscheint bei Mozart als Rezitativ statt als Arie. Dazu van Swieten: "Ihr Gedanke, den Text der kalten Arie in ein Recitativ zu bringen, ist vortrefflich ... Wer Händel so feierlich und so geschmackvoll kleiden kann, dass er einerseits auch den Modegecken gefällt, und andererseits doch immer in seiner Erhabenheit sich zeigt, der hat seinen Werth gefühlt, der hat ihn verstanden, der ist zu der Quelle seines Ausdrucks gelangt, und kann und wird sich daraus schöpfen". Die "kalte Arie" hatte Mozart mit ihrer Stimmung wohl so wenig zugesagt, dass er einmalig den formalen Rahmen ändern zu müssen glaubte, was für seinen sensiblen Umgang mit der Vorlage spricht. Die Chorsätze erscheinen in fast unveränderter Form. Allerdings hat Mozart sie auf Harmonie gesetzt. Zu den Füllstimmen der Hörner und Trompeten kommen Holzbläser, die vor allem im Unisono die Oberstimme des Chores begleiten. Die Posaunen hingegen doppeln optional Alt, Tenor oder Bass sind aber nur in zwei Nummern obligat. Vor der späteren Erstveröffentlichung des Drucks des Messias schreibt Rochlitz im Intelligenzblatt der Allgemeinen musikalischen Zeitung: "Er hat mit äusserster Delikatesse nichts berührt, was über den Stempel seiner Zeit erhaben war ... Die Chöre sind ganz gelassen, wie sie Händel geschrieben hat, und nur behutsam hin und wieder durch Blasinstrumente verstärkt." Eine weitere Änderung in den Chorsätzen betrifft die Tempi. Hier greift Mozart ein und wählt meist langsamere. Neben der Verlangsamung der Sätze "beraubt" Mozart den Chor einiger Passagen. Das betrifft vor allem virtuose Stellen in den Anfangschören, die er den Solisten überlässt. Neben der Erklärung, er täte das zur Veranschaulichung der barocken Terrassendynamik, könnte man auch auf äussere Gründe schliessen. Möglicherweise hatte er keinen Chor zur Verfügung, dem er dies zugetraut hätte. Auch die Arien wurden gekürzt. Beispielsweise strich er den Mittelteil der Bass-Arie "Sie schallt, die Posaun'". Dazu Rochlitz: "Diejenigen [Arien], wo Händel mehr der Gewohnheit seiner Zeit folgte, haben von Mozart ein neues und unübertreffliches Akkompagnement erhalten, ganz im Geiste Händels, und doch mit Benutzung der weiter fortgeschrittenen Kultur der Instrumente und des Geschmacks, und wo sie zu lang waren und unbedeutend wurde, wie z.B. der zweyte Theil nur für Singstimme und Bass geschrieben war, da hat er sie verkürzt." Im Vergleich zu anderen zeitgenössischen Oratorienbearbeitungen sind die Kürzungen Mozarts aber geringfügig. Sie legen es vielmehr darauf an, das Geschehen zu verdichten und zu straffen. So verkürzt sich die Aufführungsdauer um ca. eine halbe Stunde auf 2 ae Stunden. Rochlitz meint, dass das Oratorium dadurch "für jedes Publikum höchst geniessbar ist". Mozart begnügt sich jedoch nicht mit platten, konventionellen Änderungen. Er setzt die Holzbläser in Arien zur Ausdeutung der Grundstimmung ein. Zudem enthebt er die Fagotte immer wieder ihrer Generalbassfunktion. Um den musikalischen Fluss der Arie zu wahren stellte er in Kadenzen dem Sänger Instrumente zur Seite anstatt ihm die Freiheit zum Improvisieren zu lassen. Neben den Richtlinien, die der Geschmack der Zeit aufstellte, hatte sich Mozart auch nach äusseren Umständen zu richten. Zum Beispiel ist die Orgel gestrichen - es gab in den Wiener Palais, wo die privaten Aufführungen ja stattfanden, schlicht keine Orgeln. Ein anderes Problem, mit dem Mozart konfrontiert wurde, war der Wandel im Trompetenspiel, der sich zwischen Händels Messias und der Gegenwart vollzogen hatte. Der Verfall der ständischen Ordnung hatte den Niedergang der Stadtpfeiferzünfte und mit ihnen den Niedergang der Kunst des Clarinospiels zur Folge. Die Trompete des klassischen Orchesters reichte in ihrer Strahlkraft nicht an ihre Vorgängerin heran, weshalb Mozart sie zur Stütze des Orchesterklanges, harmonisch wie rhythmisch, "degradierte". Die ursprünglichen Passagen modifizierte er oder überliess sie anderen Instrumenten wie z.B. dem Horn in der Arie "Sie schallt, die Posaun'" (CD II, Nr. 20), das grössere Virtuosität bot. Trotz der Bearbeitung durch Mozart, bleibt der Messias doch das Werk Händels. Mozart hat nicht neu komponiert, sondern eine Vorlage bearbeitet, es praktisch arrangiert oder noch moderner gesprochen: "gecovert". Er erreicht dabei eine Synthese von barocker Kontrapunktik und klassischem Stil, weshalb der Messias in dieser Fassung durchaus eine bemerkenswerte Alternative zum "Original" darstellt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
80 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegend und zutiefst berührend 5. Januar 2003
Obwohl aus dem fernen Jahr 1970 stammt, einer Zeit, in der Barockmusik häufig viel zu langsam und mit wenig spirituellem Einfühlungsvermögen dirigiert wurde, überrascht diese Gesamtinterpretation von Händels "Messiah" positivst: Richard Bonynge als Dirigent ist ein wahrer Meister seines Fachs und er bringt sowohl Orchester (English Chamber Orchestra) als auch Chor (Ambrosian Singers) und Solisten zu musikalischen und geistlichen, und somit das Werk entsprechend würdigenden Hochleistungen. Ja echte Gänsehaut vermag Tom Krause auszulösen, wenn er davon singt, dass die Posaunen erklingen und alle Toten erstehn. Ganz besonders hörenswert auch die wundervolle Joan Sutherland. Insgesamt eine der besten Gesamt-Interpretationen, die jemals von Händels "Messias"publiziert wurden.
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sehr gesangsorientiert 13. April 2007
Von Jack-in-the-Green TOP 500 REZENSENT
Verifizierter Kauf
Gesanglich ist diese Aufnahme ein einziger Genuss. Die Solisten singen wunderschön - darüber hinaus ist der Chor wie ein fünfter Solist zu werten. So genau, geschmeidig und geschlossen intonieren Chöre selten.

Der Instrumentalpart wird durch ein sehr schlank besetztes English Chamber Orchester eher mit leichtem understatement wiedergegeben. Es dient nur zur Begleitung und Unterstützung des Gesanges und ordnet sich ihm zu sehr unter - ihm fehlt etwas der "Körper" und das Strahlende. Die rein orchestralen Teile sind zurückgenommen und dienen eher der Überleitung zum nächsten Vokalteil. Deswegen "nur" 4 Sterne - da die Balance etwas zum Gesang verschoben ist.

Bonygne dirigiert den Messiah leicht und schwungvoll - in Richtung italienisches Barock.

Gesamteindruck : eine gesanglich erstrangige Aufnahme mit leichten Abstrichen bei der orchestralen Begleitung
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nostalgie 12. Dezember 2013
Verifizierter Kauf
Nach vielen Jahren diese Aufnahme gehört. Was für fabelhafte SängerInnen. Ist es eine Alterserscheinung, die Vergangenheit zu verklären.
Sicher kenne ich andere Aufnahmen, wo mir jeweils eine Stimme mehr gefällt, Frau Ameling, Blochwitz oder Tomlinson. Aber diese Kopplung,in allen Stimmen so überzeugend bedient zu werden, das ist schon seltener. Ich schätze speziell Frau Tourangeau sehr,herrliche Stimme, was für eine Tiefe!

Diese Aufnahme ist Marriner darin ähnlich, gar nicht massiv-breit, sondern sehr zügig musiziert. Speziell Tom Krause wird sehr gefordert,aber er besteht diese Geschwindigkeitsprüfung bei seiner Arie why do the nations.

Der Chor besteht diese Probe ebenfalls. Die ambrosian singers waren sicher Profis.

Unter den zahlreichen auch sehr guten Aufnahmen wird diese ihre Bedeutung behalten.
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