Ich habe mir das Buch ebenfalls als kleine Lektüre bzw. Anleitung zum Messerschärfen gekauft. Schön ist, dass prinzipiell auf nahezu alle Messertypen, Scheren und Äxte eingegangen wird. Eher schade ist aber, dass der Autor eine Schärfmethode empfiehlt, die man besser nicht nachahmen sollte. Er geht zwar auf viele verschiedene (teils sehr geräteintensive) Methoden ein, sein Steckenpferd und Allheilmittel scheint aber das Schärfen auf einem Bandschleifer zu sein. Für mich wirklich unverständlich, da es wirklich schwierig ist, für einen Bandschleifer Schleifpapier zu bekommen, das fein genug ist. Nach einigem Suchen habe ich endlich Papier der Körnung 400 gefunden, feiner gab es nicht. Für meinen Geschmack maximal zum vorsichtigen Vorschliff geeignet. Dann die Bandgeschwindigkeit, mein Schleifer läßt sich hinsichtlich Bandumlaufgeschwindigkeit nicht so weit reduzieren, das man guten Gewissens damit schleifen kann. Bei meinen Schleifversuchen sind die Klingen immer recht warm geworden, was aus meiner Sicht nicht gerade erstrebenswert ist. Des weiteren stören die Schleifbandstöße beim Schleifen schon ungemein. Mein Tipp: Finger weg von solch einer Schärfmethode, sein Messer kann man auch einfach so in den Mülleimer werfen und braucht es nicht vorher kaputt zu schleifen. Als Profi mag das ja gehen, aber als Anfänger oder Gelegenheitsschleifer läßt man es besser und wendet sich Methoden mit niedrigerem Materialabtrag und besserer Kontrolle zu. Ich würde da einen Stein oder bspw. das Lansky-Schärfset empfehlen, einfach Lansky-Set kaufen, Buch nicht kaufen, so spart man Geld.