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Messe H-Moll Bwv 232
 
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Messe H-Moll Bwv 232 [Doppel-CD]

Schlick , Koopman , Abo , Johann Sebastian Bach Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Komponist: Johann Sebastian Bach
  • Audio CD (3. Februar 1995)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: Doppel-CD
  • Label: Erato (Warner)
  • ASIN: B000005EDL
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 229.056 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Disk: 1
1. Kyrie eleison
2. Christe eleison
3. Kyrie eleison
4. Gloria in excelsis Deo
5. Et in terra pax
6. Laudamus te
7. Gratias agimus tibi
8. Domine Deus
9. Qui tollis peccata mundi
10. Qui sedes ad dexteram Patris
Alle 12 Titel anzeigen.
Disk: 2
1. Credo in unum Deum
2. Patrem omnipotentem
3. Et in unum Dominum
4. Et incarnatus est
5. Crucifixus
6. Et resurrexit
7. Et in Spiritum sanctum Dominum
8. Confiteor
9. Et exspecto
10. Sanctus
Alle 14 Titel anzeigen.

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als die Bachforschung Mitte der 80er Jahre beweisen konnte, dass nicht Die Kunst der Fuge, sondern die Zusammenstellung der H-Moll-Messe Bach in seinen letzten Lebensjahren beschäftigt hat, rückte der theologische Aspekt im Schaffen Bachs, den man zwischenzeitlich als in den späten Leipziger Jahren zunehmend bedeutungslos sehen wollte, wieder ins Zentrum der Betrachtung. Freilich besteht die Messe zum größten Teil aus schon vorher in anderen Zusammenhängen komponierten Einzelteilen, aber sie erfuhren zum Zeitpunkt der Kompilation teilweise grundlegende Umgestaltung. Zumindest das "Et incarnatus est" ist jedoch eine sehr späte, möglicherweise sogar die letzte Komposition Bachs. Sie steht in der Messe neben dem "Crucifixus", der Kontrafaktur eines Satzes aus der frühen Kantate BWV 12: Frühe und späteste Schichten im Schaffen Bachs fügen sich völlig bruchlos aneinander.

Bachs Große Catholische Messe ist mit ihren enormen technischen Anforderungen ein Meilenstein für jedes Ensemble, dass sich ihrer annimmt. Ton Koopman wagte sich mit seinen bewährten Musikern im Jahre 1994 an dieses Stück. Er gehört unter den Protagonisten der historischen Aufführungspraxis zu den "Gemäßigten", denn er besetzt seinen Chor im Gegensatz zu Andrew Parrott und Joshua Rifkin, die jeweils schon in den 80er Jahren eine Aufnahme der Messe vorlegten, nicht solistisch, sondern mit einem Ensemble von knapp dreißig Sängern. Sein Chor ist damit etwas kleiner als der, den John Eliot Gardiner für seine Aufnahme verwendete; anders als Gardiner stuft Koopman jedoch die Besetzungsstärke nicht innerhalb einzelner Sätze ab.

Wenn der Amsterdam Baroque Choir mittlerweile auch an Qualität noch deutlich gewonnen hat, wie die CDs der Kantaten-Reihe Koopmans beweisen, war er jedoch auch 1994 im Großen und Ganzen schon ein sehr gutes Ensemble: In guter klanglicher Ausgewogenheit und agogisch äußerst differenziert gelingen beispielsweise die Rahmensätze des Kyrie-Komplexes, und der Gloria-Schlußsatz "Cum Sancto Spiritu" beeindruckt durch entfesselte Virtuosität.

Koopmans prägende Hand ist allerdings am stärksten in der nuancierten, detailverliebten Gestaltung des Orchesterparts zu hören: Selbst an der Truhenorgel den Continuo flexibel und einfallsreich ausführend, gibt er beispielsweise dem Orchestersatz der Altarie "Qui tollis" in einzigartiger Weise eine unmittelbar zum Hörer sprechende Gestalt. Die Gesangssolisten, Koopmans altes Quartett, das er für die Kantatenserie mittlerweile mehrfach umgestaltet hat, hinterlassen keine so geschlossenen Eindruck: Guy de Mey, das wird spätestens im "Benedictus" deutlich, ist technisch überfordert. Barbara Schlick singt schön und differenziert, aber bisweilen mit flackernder, unruhiger Stimmgebung, und Kai Wessels schön geführte Altstimme ist manchmal etwas stumpf. Klaus Mertens bestreitet seine Part solide und wohltönend; als Bariton ist er jedoch bei "Et in Spiritum Sanctum" besser aufgehoben als im "Quoniam". Insgesamt ist die Aufnahme mit derjenigen Gardiners von 1985 vergleichbar und zählt somit zu den führenden Einspielungen der H-Moll-Messe. --Michael Wersin


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Dieses Werk ist unter den wichtigsten 5 Werken J.S. Bachs oder auch der ganzen Kirchenmusik. Ich werde keine Eulen nach Athen tragen.

Die Interpretation wird in der Produktbeschreibung sehr ausführlich dargestellt und ich bin mit dem Rezensenten weitgehend gleicher Meinung. Als Fan von Barbara Schlick (Sopran) würde ich Ihre Leistung bei dieser Aufnahme allerdings besser beurteilen. Ich genieße sie in vollen Zügen. Den Counter als Alt finde ich auch hier nicht so gut wie einen weiblichen Alt oder Mezzo. Es reicht mir das gelegentliche widerspenstige Ansprechen der Stimme dieses unter seinesgleichen sicher guten Altus zu hören.
Der Chor wird allen an Ihn gestellten Ansprüchen mehr als gerecht. Die Interpretation ist klar und einfach, was das Verständnis des komplexen Werkes erleichtert. Im Vergleich zu Herreweghes zweiter Aufnahme des Werks fehlt ein Quäntchen Lebendigkeit und Begeisterung. Sie ist aber besser als Herreweghes erste Einspielung. Sie kommt für mich unter die vier besten Aufnahmen, die ich kenne, über die genaue Rangfolge bin ich mir noch nicht ganz im Klaren. Sehr gut sind auch noch Gardiner und "The Sixteen".

Aber es gibt bei Koopman eine aufnahmetechnische Einschränkung beim Klang, die ich objektivieren kann. Meine aktiv betriebene Abhöranlage besitzt zwischen Vor- und Endverstärker eine aufwändige Klangregelung mit einem Real-Time Analyser. Dieser zeigt, wenn man die Hüllkurve speichert, sehr deutlich, daß die Aufnahme sowohl zuwenig Bass als auch zuwenig Höhen enthält. Dies führt zu einem blutleeren Klang und schlechter Ortbarkeit der Instrumente. Im ersten Augenblick dachte ich sogar an eine Monoaufnahme. Nach Einrichtung zweier Filter im parametrischen Equalizer waren die schlimmsten Auswirkungen des schlechten Masterings beseitigt und der Klang ordentlich aber natürlich nicht großartig wie bei einer fehlerlosen Aufnahme.

Weil auch die zweite Aufnahme von Herreweghe - meine künstlerische Referenz - technisch nicht die beste ist, sollte man sich überlegen, welchen Kompromiss man machen will. Die Aufnahmen von Gardiner und "The Sixteen" sind technisch einwandfrei.
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