3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wundervolle Spionageroman-Parodie, 8. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Messages from the Lost Continent (Taschenbuch)
"Messages from the Lost Continent", ursprünglich als Weblog publiziert und nun auch in Buchform erhältlich, ist ein sehr spannender, unterhaltsamer Spionageroman, der von einem Kollektiv von nicht weniger als fünf Autoren über einen Zeitraum von sechs Monaten verfasst wurde, wobei jede der Hauptfiguren rollenspielartig von einem anderen Autor geschrieben wurde.
Das Buch handelt von fünf Geheimagenten, die auf einen mysteriösen Kontinent entsendet werden, um dort das Geheimnis eines Uhrmachers aus dem 18. Jahrhundert und einer schier unerschöpflichen Energiequelle zu erkunden. Sehr bald finden sie sich inmitten einer mysteriösen Verschwörung diverser Bösewichter, die in der Zerstörung den Kontinents enden könnte. Die Geschichte wird dabei komplett in Form von E-Mails erzählt, die die Agenten miteinander und mit ihrem Hauptquartier austauschen.
Die Geschichte beginnt zwar etwas langsam, während die Agenten herausfinden, was überhaupt ihr Auftrag ist, doch das Tempo steigert sich von Seite zu Seite, je mehr Geheimnisse aufgedeckt und Bösewichte enttarnt werden. Beim Showdown, der sehr Bond-mäßig in einem aufgelassenen Atomreaktor stattfindet, überschlagen sich die Ereignisse geradezu. Sehr wesentlich zum Gelingen des Romans trägt bei, dass die Autoren weder sich noch die Geschichte allzu ernst nehmen: viele Klischees von Agentenromanen werden durch den Kakao gezogen, natürlich dürfen Geheimbünde und antike Artefakte nicht fehlen, die Agenten finden sich in einer Reihe geradezu bizarrer Situationen (etwa gestrandet in einer gigantischen Hühnerfarm), und diverse Running Gags (essen Sie auch gerne Kuufuu?) runden die Sache überaus vergnüglich ab, ohne dass jemals die Spannung zu kurz käme. Dabei machen die Autoren ihre Sache so gut, dass sich die Geschichte nie seicht anfühlt; auch das Ende ist gut gelungen, macht Sinn, und enttäuscht (im Gegensatz zu so vielen anderen Büchern dieses Genres) nicht.
Nur eine Warnung: das Buch ist vollständig in englischer Sprache verfasst. Zwar ist durch die E-Mail-Form die Sprache nicht besonders kompliziert, aber gute Englischkenntnisse sind schon erforderlich, um dieses Buch genießen zu können.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
verwirrend - spannend - wunderbar!, 23. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Messages from the Lost Continent (Taschenbuch)
"messages from the lost continent" ist der erste roman des bislang recht unbekannten autors horst prillinger.
fünf agenten werden auf einen fremden kontinent entsendet, und sehen sich dort mit mysteriösen artefakten, verschwörungen, seltsamen religionsgemeinschaften und anderen rätselhaften begebenheiten konfrontiert. ihre einzige verbindung zum hauptquartier ist ein verschlüsselter e-mail-kanal, über den sie anweisungen von drahtzieher "bishop" erhalten.
"messages from the lost continent" ist ein fesslender fantasy/science fiction/mystery-thriller, vollgepackt mit surrealem humor, grossen rätseln und packender action. wenn Sie "illuminatus", "das focaultsche pendel" und "hard-boiled wonderland" mochten, wenn Sie "alias", "akte x" und "lost" lieben, dann sind Sie bei "messages from the lost continent" gut aufgehoben. eine grosse empfehlung!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein