Der Opener dieses Kleinods derber EBM ist wohl längst jedem aus seinem heimischen Electro-Club bekannt. Kein Wunder, Ground Zero geht einfach gnadenlos durch die Decke und ist zähnefletschende Endzeitmusik in Vollendung!
Eat Me Alive zieht im Tempo sogar nochmals hart an und gefährdet durch seine pure Aggression und treibenden Beats definitiv den Haussegen mit den Nachbarn.
Versöhnlicher stimmt da der dritte Track: Prevail. Der offenbart erstmals die sensible Seite des offenbar unglaublich vielseitigen Projekts, denn plötzlich erhebt sich majestätisch die Stimme einer klassischen Sängerin auf breiten Klangteppichen.
Auf diesen schwebt man in den vierten Track: We become One. Doch wer damit gerechnet haben mag, dass sich das Beat-Monster nun ausgetobt haben mag, wird eines besseren belehrt. Der Sänger (stimmlich wohl verwandt mit Rudy R. von Wumpscut) und die uns im vorherigen Track vorgestellte Sängerin geben sich nach einem klerikalen Orgelintro ein knallhartes Duett aus Elektro und Klassik. Cool!
Song fünf interpretiert T.O.D. (nette Abkürzung für den vom Debüt-Album bekannten Track Taste of Death) gesanglich neu und paart auch hier Klassik und Endzeit-Härte!
Song sechs ist eine wunderschöne, fast schon poppige Abwandlung eines der stärksten Stücke des Vorgängeralbums: Death means nothing!
Beendet wird diese CD mit einer reinen Klassik-Interpretation von T.O.D.
Retrosic haben mit Messa da Requiem ein starkes Stück Musik vorgelegt und die Remixe, die sie bisher für andere Bands geliefert haben, lassen auf einen furiosen Nachfolger hoffen!