Diese so genannte Wiege der Zivilisation liegt im Zweistromland, zwischen Euphrat und Tigris. Hier entstanden die ersten großen Städte und Reiche. In der fruchtbaren Ebene fanden viele Menschen Nahrung. Mit der Reihe "Sehen - Staunen - Wissen" bekommt der Leser nun ein möglichst vollständiges Bild über die Vergangenheit dieses Gebiets. So werden im Einzelnen die Sumerer, die Assyrer und die Perser mit ihrer Entstehung und Geschichte vorgestellt.
Doch ebenso wie die Herrschaft dieser Völker ist auch ihre Kultur bedeutsam und interessant. Man erfährt genau, wie die Anfänge der Schrift waren, welche Bedeutung Schmuck besaß, wie die Herrscher lebten und wie das einfache Volk. Auch das Stadtleben und das Leben auf dem Land werden voneinander abgegrenzt. Wissenschaft, Bildung, Sport und Spiel, das Handwerk und die Technik sind gleichwertige Abschnitte. Ein großer Teil beschäftigt sich mit den großartigen Bauwerken, besonders dem Aufbau der Stadt Babylon. Danach gibt es Informationen zu der Herrschaft der Griechen und dem Einfluss des Islams, ehe das Sachbuch mit einem Blick auf das Gebiet der Archäologie abschließt.
Wissen sollte nie trocken sein und genau dies berücksichtigt das Sachbuch "Mesopotamien". Auch wenn den Leser eine große Zahl an Informationen erwartet, dominieren doch die vielen Abbildungen. Teils sind dies Rekonstruktionen, Zeichnungen oder Fotografien von Ausgrabungsgegenständen. Dadurch formt sich im Leser ein viel greifbareres Bild des Vergangenen und besonders Jugendliche erhalten so leichter Zugang zu dem Wissen. Deswegen blättert man gerne in diesem Buch, da schon die vielen Bilder eine Menge an Informationen übermitteln.
Nicht umsonst ist die Reihe "Sehen - Staunen - Wissen" für ihren leichten Zugang zu schwierigen Themen bekannt. Mit diesem Band über eine zu wenig bekannte Zivilisation beweist sie ein weiteres Mal, dass Geschichte nicht nur anregend ist, sondern auch Freude machen kann.