Diese Scheibe sucht nach solanger Zeit immer noch ihresgleichen. Sowohl von der Nationalgalerie, als auch von Frevert solo gibt es meiner Meinung nach nichts, was an die durchgängig packende Atmosphäre von "Meskalin" herankommt.
Da wäre zum einen die erdige und rohe, einfach zeitlose Produktion, die den direkten Blick auf die genialen Songs freigibt, statt sich unnötig an soundtechnischem Schnickschnack aufzuhalten. Diese Musik hat solche "Schminke" einfach nicht nötig - keine Spielereien, sie kommt direkt vom Herzen.
Zum anderen sind es Worte und Stimme von Niels Frevert, die mich vor und nach "Meskalin" nie wieder derart fesseln konnten und die hier mit der schroff aber umso seelenvoller gespielten Gitarre eine tiefe Verbindung eingehen, die authentischer nicht sein könnte.
Sicher ist "Meskalin" kein Album, das einem zufliegt - man muss es sich wohl mehr oder weniger erarbeiten. Dann hat man allerdings einen bleibenden Begleiter gefunden, der nach nunmehr fast 13 Jahren nichts von seinem Charme und seiner ungeschönten Aufrichtigkeit verloren hat.
Diese Musik lebt - mit Herz und Seele!