Wer kennt sie nicht, die Meister des progressiven Visual Kei der 90er Jahre, oder kurz Malice Mizer? Nun, wer meint, mit Visual Kei der jahrhundertneuen Schule (à la Nightmare oder the Gazette) alles Nötige für dieses Genre zu besitzen, liegt fatal falsch. Tatsächlich hat diese Band trotz ihrem Ableben im Jahre 2001 der Nachwelt eindrucksvolle Geschenke hinterlassen, darunter Meisterkomponist Közi, Moi Dix Mois-Leader Mana und natürlich Gackt, einen der bis dato erfolgreichsten japanischen Solokünstler im Heimatland und (wenn auch mäßig) darüber hinaus.
Malice Mizer ist eine Band der Extreme. Pendelnd zwischen Gothic, Punk, Poprock, Neoklassik, Techno, Trance und schlussendlich sogar Metal erforschte diese Band Spektren, die gewissermaßen Welten verband. Mittendrin in diesem verträumten, vom französischen Barock und Romantik angehauchten Neoklassik-Stil befindet sich merveilles, das wohl facettenreichste Album der Band.
Symphonische Elemente in Syunikiss~'''''' führen zum techno-lastigen Kracher ILLUMINATI, das wiederum den Weg freigibt für das atmosphärische '''~''''''''' und schließlich mit dem fetzigen Neoklassik-Meisterstück '''''' endet. Dazwischen geniale Songs zwischen Energie, Nostalgie und Verträumtheit.
Ein Tipp für jeden aufgeschlossenen Erkunder der japanischen Musik-und Subkulturwelt.