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Merriweather Post Pavilion
 
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Merriweather Post Pavilion

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Produktinformation

  • Audio CD (9. Januar 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Domino (Indigo)
  • ASIN: B001JRY1L2
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  Schallplatte  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Titel Länge Preis
Anhören  1. In The Flowers 5:24EUR 0,90
Anhören  2. My Girls 5:42EUR 0,90
Anhören  3. Also Frightened 5:16EUR 0,90
Anhören  4. Summertime Clothes 4:32EUR 0,90
Anhören  5. Daily Routine 5:48EUR 0,90
Anhören  6. Bluish 5:15EUR 0,90
Anhören  7. Guys Eyes 4:32EUR 0,90
Anhören  8. Taste 3:55EUR 0,90
Anhören  9. Lion In A Coma 4:14EUR 0,90
Anhören10. No More Runnin 4:25EUR 0,90
Anhören11. Brother Sport 5:59EUR 0,90


Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Animal Collective sind ein Phänomen. Mitten in einer Welt, die gerade in kapitalistischen Staaten in die Einzelteile seiner Bürger zerfällt, die sich dann wieder auf der Suche nach menschlicher Nähe in gleichgeschalteten Konsumtempeln und Einkaufsstrassen zwischen Burger-Ketten, Coffee-To-Go-Shops und gerne auch auf Public Viewing Plätzen verbrüdern, setzen sie dem Homogenitätswahn bis ins Detail ihrer Songs eine experimentierwütige Verschiedenartigkeit entgegen. Na gut, das ein komplizierter Satz, aber immer noch gar nichts gegen die schillernde Brillanz von Merriweather Post Pavilion mit all seinen Soundschichten, die von oben, unten und den Seiten zu kommen scheinen. Trotzdem bleiben sie transparent. Diese Album ist so etwas von Mainstream-Verweigerung und liegt zum Veröffentlichungszeitpunkt im Januar 2009 bei Amazon in den USA noch vor Duffy, Kanye West, Metallica, Snow Patrol oder Beyonce. Bei uns verweisen sie immerhin noch Portishead oder die Zisterziensermönche Von Stift Heiligenkreuz auf die Ränge. Ein sensationeller Verkaufserfolg, befindet sich auf Merriweather Post Pavilion nicht einmal ein Viertel von einem radiotauglichen Song. Mitsingen geht ja vielleicht noch, das Nachsingen dieser hymnischen Psychedelic-Folk-Tracks ist völlig unmöglich. Wie hätte es aber auch anders sein sollen? Die aus Freunden aus Baltimore in New York entstandenen Künstlergemeinschaft spielt erneut in einer anderen, abseitigen Liga. So mögen die mehrstimmigen Gesänge an die Beach Boys erinnert, aber wo die Surf-Legende immer die elegante Welle suchte, steuern Animal Collective Strudel an. David Porter alias Avey Tare, Noah Lennox alias Panda Bear und Geologist (Brian Weitz) - Josh „Deakin“ Dibb war diesmal nicht beteiligt – lassen den Maschinenpark mit seinem Samplern und Keyboards heiß laufen. Trotz all der Komplexität und Overkill an Ideen gelingt Animal Collective ein doch erstaunlich gut durchhörbares Meisterwerk, dem Refrains tabu sind und in dem Strukturen unauffindbar bleiben. Dennoch bereitet die Platte eine unglaubliche Freude beim Hören, ist wie ein aufregender Abenteuerspielplatz. Merriweather Post Pavilion ist ganz großes Kino. - Sven Niechziol


kulturnews.de

Bislang gab es feste Spielregeln bei Animal Collective. 1. Alle Kritiker bejubeln jede Albumveröffentlichung, und Diskussionsbedarf besteht im Expertenkreis höchstens bei der Frage, ob das experimentelle Quartett aus Baltimore die beste oder doch nur die zweitbeste Band der Welt ist. 2. Die wenigen Menschen, die Animal Collective für die beste Band der Welt halten, folgen allen Innovationen, diskutieren im Internet leidenschaftlich über jeden Soundschnipsel und fühlen sich dabei avantgardistisch. 3. Der durchschnittliche Musikliebhaber hat von Avey Tare, Panda Bear, Deakin und Geologist noch nie gehört - oder er lehnt ihre Musik unumwunden als zu anstrengend ab. So weit, so gut. Doch jetzt, beim neunten Album, müssen die Regeln umgeschrieben werden. 1. Alle Kritiker werden "Merriwater Post Pavilion" bejubeln, sie werden von ihrer besten und bisher poppigsten Platte sprechen. Natürlich können sie wie gehabt jede Menge Verkopfungen aufzählen: Choralgesang, in allen Stimmungslagen wabernde Elektronik, Kinderchöre, synthetische Störer. Und gleichzeitig werden sie sich wundern, wie man mit den unzähligen übereinander geschichteten und sich wiederholenden Soundspuren eine so große Eingängigkeit erzielen kann. Niemand wird es auf das Fehlen von Deakin alias Josh Dibb schieben, der sich für dieses Album eine Auszeit genommen hat. Jeder Kritiker jedenfalls wird behaupten, in Animal Collective schon immer die beste Band der Welt gesehen zu haben. 2. Die alten Fans werden dieses Album lieben, zumal sich Animal Collective trotz erhöhter Eingängigkeit in keiner Weise verkaufen oder anbiedern. Um ihren Avantgardestatus zu halten, werden sie trotzdem Pseudomeckereien von sich geben und in den Internetforen lieber über den Backkatalog diskutieren. 3. Weil die Welt manchmal doch ein gerechter Ort ist, werden die Verkaufszahlen des Kollektivs rasant ansteigen. Und dann wird man bei einer Fahrt durch die Stadt zahlreichen Menschen mit Animal Collective im Ohr begegnen, die die Hookline von "Also frightened" laut vor sich her singen: "No one should call you a dreamer". (cs)

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Von null auf 25 Grad in 55 Minuten, 22. Januar 2009
Das Jahr ist erst kurz, aber schon ist abzusehen, dass Animal Collective eines der besten Alben für 2009 vorgelegt haben. "Merriweather Post Pavilion", das mittlerweile achte Studioalbum, ist prallvoll mit feuchten, heißnebelbeschlagenen elektronischen Sounds, deren Hören je nach Tageslaune wahlweise Assoziationen mit Apollo 11-Funkverkehr, blumig-hügeligen Wiesen oder kalifornischen Stränden hervorrufen.

Das Sommeralbum, das mitten im Winter mit dem teils irritierenden Noise-Freakadelica-Folk der Animal Collective-Anfangstage (vor "Strawberry Jam") endgültig kurzen Prozess macht, erfreut durch Beach Boysigen Kanongesang, Blut-pocht-in-den-Ohren-Rhythmen und endlose Stilzitate zwischen Brian Wilson, den späten Beatles, Tropicalia, Dub, Motown, Afro-Brazilia, Dead Can Dance und Cocteau Twins. Die bestgelaunten Dschungelcamp-Lagerfeuer-Singalongs (auf Acid) sind erfreulicherweise ebenso sonnengeblendet gut gelaunter, atemloser Psychedelia-Pop wie die gloriosen Harmonien auf Panda Bear's 2007er Soloalbum des Jahres "Person Pitch". Die beiden AC-Sänger Dave Portner (Avey Tare) und Noah Lennox (Panda Bear) ergänzen sich hier optimal und klangen zusammen niemals besser.

Anspieltipps:

"My Girls", "Brother Sport", "Bluish" und "No More Runnin'": die sprudelndsten, erfrischendsten, melodischsten Momente des Albums; diese Songs könnten problemlos als Updates der "Pet Sounds"-Sessions durchgehen. Beach Boys 2.0!

"Lion in a Coma": ebenso und zusätzlich mit einem spacigen Didgeridoo-Sample

"Also Frightened": exzessiver, polyphoner Chorgesang mit Arcade-Bonuseinlagen

"In the Flowers": explodiert nach zweieinhalb Minuten in wunderbar schräge Kirmes-/Karnevalsounds (wer diese auf einem vollem Album perfekt hören möchte: unbedingt El Guincho's CD "Alegranza" ausprobieren!)

Das Cover-Artwork: sehr schön psychedelisch (nach 3 Sekunden Betrachten bewegt sich alles). Erstellt von Prof. Akiyoshi Kitaoka. Auf seiner Homepage www.ritsumei.ac.jp/~akitaoka/index-e.html gibt es weitere erstaunliche Beispiele der perfekten Illusion und Augentäuschung.

Und warum überhaupt "Merriweather Post Pavilion"? Marjorie Merriweather Post, die Gründerin von General Foods, Inc., spendete tonnenweise Geld für verschiedenste kulturelle Anlässe. Schließlich wurde ein Open-Air-Konzertpavillon in Maryland/USA nach ihr benannt.

"Wer dieses Album mag, könnte sich auch interessieren für":
Animal Collective/Strawberry Jam, Panda Bear/Person Pitch, El Guincho/Alegranza, Coconot/Cosa Astral, The Ruby Suns/Sea Lion, Women/Women.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Von null auf 25 Grad in 55 Minuten, 21. Januar 2009
Das Jahr ist erst kurz, aber schon ist abzusehen, dass Animal Collective eines der besten Alben für 2009 vorgelegt haben. "Merriweather Post Pavilion", das mittlerweile achte Studioalbum, ist prallvoll mit feuchten, heißnebelbeschlagenen elektronischen Sounds, deren Hören je nach Tageslaune wahlweise Assoziationen mit Apollo 11-Funkverkehr, blumig-hügeligen Wiesen oder kalifornischen Stränden hervorrufen.

Das Sommeralbum, das mitten im Winter mit dem teils irritierenden Noise-Freakadelica-Folk der Animal Collective-Anfangstage (vor "Strawberry Jam") endgültig kurzen Prozess macht, erfreut durch Beach Boysigen Kanongesang, Blut-pocht-in-den-Ohren-Rhythmen und endlose Stilzitate zwischen Brian Wilson, den späten Beatles, Tropicalia, Dub, Motown, Afro-Brazilia, Dead Can Dance und Cocteau Twins. Die bestgelaunten Dschungelcamp-Lagerfeuer-Singalongs (auf Acid) sind erfreulicherweise ebenso sonnengeblendet gut gelaunter, atemloser Psychedelia-Pop wie die gloriosen Harmonien auf Panda Bear's 2007er Soloalbum des Jahres "Person Pitch". Die beiden AC-Sänger Dave Portner (Avey Tare) und Noah Lennox (Panda Bear) ergänzen sich hier optimal und klangen zusammen niemals besser.

Anspieltipps:

"My Girls", "Brother Sport", "Bluish" und "No More Runnin'": die sprudelndsten, erfrischendsten, melodischsten Momente des Albums; diese Songs könnten problemlos als Updates der "Pet Sounds"-Sessions durchgehen. Beach Boys 2.0!

"Lion in a Coma": ebenso und zusätzlich mit einem spacigen Didgeridoo-Sample

"Also Frightened": exzessiver, polyphoner Chorgesang mit Arcade-Bonuseinlagen

"In the Flowers": explodiert nach zweieinhalb Minuten in wunderbar schräge Kirmes-/Karnevalsounds (wer diese auf einem vollem Album perfekt hören möchte: unbedingt El Guincho's CD "Alegranza" ausprobieren!)

Das Cover-Artwork: sehr schön psychedelisch (nach 3 Sekunden Betrachten bewegt sich alles). Erstellt von Prof. Akiyoshi Kitaoka. Auf seiner Homepage www.ritsumei.ac.jp/~akitaoka/index-e.html gibt es weitere erstaunliche Beispiele der perfekten Illusion und Augentäuschung.

Und warum überhaupt "Merriweather Post Pavilion"? Marjorie Merriweather Post, die Gründerin von General Foods, Inc., spendete tonnenweise Geld für verschiedenste kulturelle Anlässe. Schließlich wurde ein Open-Air-Konzertpavillon in Maryland/USA nach ihr benannt.

"Wer dieses Album mag, könnte sich auch interessieren für":
Animal Collective/Strawberry Jam, Panda Bear/Person Pitch, El Guincho/Alegranza, Coconot/Cosa Astral, The Ruby Suns/Sea Lion, Women/Women.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Viel Licht und ein wenig Schatten, 16. Februar 2009
Von Andreas Düring "oldboy85" (Nowhere) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Nachdem das neue Animal Collecective Album hier einstimmig abgefeiert wird, muss ich auch mal ein bisschen Kritik loswerden. Ich kenne die alten Alben der Band und muss sagen, dass "Merriweather Post Pavilion" eins der besten ist. Das Album beginnt sehr stark mit den besten Songs "In the Flowers" und "My Girls"(erste Single). Dann geht es auf hohem Niveau weiter mit "Summertime Clothes" und "Bluish" und endet triumphal mit "Brothersport". Nun gut, aber dazwischen liegen einige Lieder, die einfach nicht richtig ins Ohr wollen. Diese sorgen zwar für Abwechslung und zeigen den Facettenreichtum der Band, sind meiner Meinung nach aber einfach zu verkopft und ich kann leider keine Schönheit darin erkennen. Vielleicht wollte die Band einfach zu viel, zu oft verliert sie sich in endlosen Klangschleifen und elektronischem Geblubber. Das mag zwar für Ambiente-Hörer oder Klangtüftler interessant sein, nicht aber für mich. Das ist eben ähnlich wie bei Pink Floyd, entweder man mag es oder nicht. Wahrscheinlich muss man dafür in einen trance-ähnlichen Zustand verfallen, ich weiß es nicht...
Es ist Kritik auf hohem Niveau und die Band sollte auf jeden Fall von vielen anderen Menschen entdeckt werden, spätestens ab diesem Album. "My Girls" ist schon jetzt der Sommerhit des Jahres, word.
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