Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Von null auf 25 Grad in 55 Minuten, 21. Januar 2009
Das Jahr ist erst kurz, aber schon ist abzusehen, dass Animal Collective eines der besten Alben für 2009 vorgelegt haben. "Merriweather Post Pavilion", das mittlerweile achte Studioalbum, ist prallvoll mit feuchten, heißnebelbeschlagenen elektronischen Sounds, deren Hören je nach Tageslaune wahlweise Assoziationen mit Apollo 11-Funkverkehr, blumig-hügeligen Wiesen oder kalifornischen Stränden hervorrufen.
Das Sommeralbum, das mitten im Winter mit dem teils irritierenden Noise-Freakadelica-Folk der Animal Collective-Anfangstage (vor "Strawberry Jam") endgültig kurzen Prozess macht, erfreut durch Beach Boysigen Kanongesang, Blut-pocht-in-den-Ohren-Rhythmen und endlose Stilzitate zwischen Brian Wilson, den späten Beatles, Tropicalia, Dub, Motown, Afro-Brazilia, Dead Can Dance und Cocteau Twins. Die bestgelaunten Dschungelcamp-Lagerfeuer-Singalongs (auf Acid) sind erfreulicherweise ebenso sonnengeblendet gut gelaunter, atemloser Psychedelia-Pop wie die gloriosen Harmonien auf Panda Bear's 2007er Soloalbum des Jahres "Person Pitch". Die beiden AC-Sänger Dave Portner (Avey Tare) und Noah Lennox (Panda Bear) ergänzen sich hier optimal und klangen zusammen niemals besser.
Anspieltipps:
"My Girls", "Brother Sport", "Bluish" und "No More Runnin'": die sprudelndsten, erfrischendsten, melodischsten Momente des Albums; diese Songs könnten problemlos als Updates der "Pet Sounds"-Sessions durchgehen. Beach Boys 2.0!
"Lion in a Coma": ebenso und zusätzlich mit einem spacigen Didgeridoo-Sample
"Also Frightened": exzessiver, polyphoner Chorgesang mit Arcade-Bonuseinlagen
"In the Flowers": explodiert nach zweieinhalb Minuten in wunderbar schräge Kirmes-/Karnevalsounds (wer diese auf einem vollem Album perfekt hören möchte: unbedingt El Guincho's CD "Alegranza" ausprobieren!)
Das Cover-Artwork: sehr schön psychedelisch (nach 3 Sekunden Betrachten bewegt sich alles). Erstellt von Prof. Akiyoshi Kitaoka. Auf seiner Homepage www.ritsumei.ac.jp/~akitaoka/index-e.html gibt es weitere erstaunliche Beispiele der perfekten Illusion und Augentäuschung.
Und warum überhaupt "Merriweather Post Pavilion"? Marjorie Merriweather Post, die Gründerin von General Foods, Inc., spendete tonnenweise Geld für verschiedenste kulturelle Anlässe. Schließlich wurde ein Open-Air-Konzertpavillon in Maryland/USA nach ihr benannt.
"Wer dieses Album mag, könnte sich auch interessieren für":
Animal Collective/Strawberry Jam, Panda Bear/Person Pitch, El Guincho/Alegranza, Coconot/Cosa Astral, The Ruby Suns/Sea Lion, Women/Women.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Viel Licht und ein wenig Schatten, 16. Februar 2009
Nachdem das neue Animal Collecective Album hier einstimmig abgefeiert wird, muss ich auch mal ein bisschen Kritik loswerden. Ich kenne die alten Alben der Band und muss sagen, dass "Merriweather Post Pavilion" eins der besten ist. Das Album beginnt sehr stark mit den besten Songs "In the Flowers" und "My Girls"(erste Single). Dann geht es auf hohem Niveau weiter mit "Summertime Clothes" und "Bluish" und endet triumphal mit "Brothersport". Nun gut, aber dazwischen liegen einige Lieder, die einfach nicht richtig ins Ohr wollen. Diese sorgen zwar für Abwechslung und zeigen den Facettenreichtum der Band, sind meiner Meinung nach aber einfach zu verkopft und ich kann leider keine Schönheit darin erkennen. Vielleicht wollte die Band einfach zu viel, zu oft verliert sie sich in endlosen Klangschleifen und elektronischem Geblubber. Das mag zwar für Ambiente-Hörer oder Klangtüftler interessant sein, nicht aber für mich. Das ist eben ähnlich wie bei Pink Floyd, entweder man mag es oder nicht. Wahrscheinlich muss man dafür in einen trance-ähnlichen Zustand verfallen, ich weiß es nicht...
Es ist Kritik auf hohem Niveau und die Band sollte auf jeden Fall von vielen anderen Menschen entdeckt werden, spätestens ab diesem Album. "My Girls" ist schon jetzt der Sommerhit des Jahres, word.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Von null auf 25 Grad in 55 Minuten, 22. Januar 2009
Das Jahr ist erst kurz, aber schon ist abzusehen, dass Animal Collective eines der besten Alben für 2009 vorgelegt haben. "Merriweather Post Pavilion", das mittlerweile achte Studioalbum, ist prallvoll mit feuchten, heißnebelbeschlagenen elektronischen Sounds, deren Hören je nach Tageslaune wahlweise Assoziationen mit Apollo 11-Funkverkehr, blumig-hügeligen Wiesen oder kalifornischen Stränden hervorrufen.
Das Sommeralbum, das mitten im Winter mit dem teils irritierenden Noise-Freakadelica-Folk der Animal Collective-Anfangstage (vor "Strawberry Jam") endgültig kurzen Prozess macht, erfreut durch Beach Boysigen Kanongesang, Blut-pocht-in-den-Ohren-Rhythmen und endlose Stilzitate zwischen Brian Wilson, den späten Beatles, Tropicalia, Dub, Motown, Afro-Brazilia, Dead Can Dance und Cocteau Twins. Die bestgelaunten Dschungelcamp-Lagerfeuer-Singalongs (auf Acid) sind erfreulicherweise ebenso sonnengeblendet gut gelaunter, atemloser Psychedelia-Pop wie die gloriosen Harmonien auf Panda Bear's 2007er Soloalbum des Jahres "Person Pitch". Die beiden AC-Sänger Dave Portner (Avey Tare) und Noah Lennox (Panda Bear) ergänzen sich hier optimal und klangen zusammen niemals besser.
Anspieltipps:
"My Girls", "Brother Sport", "Bluish" und "No More Runnin'": die sprudelndsten, erfrischendsten, melodischsten Momente des Albums; diese Songs könnten problemlos als Updates der "Pet Sounds"-Sessions durchgehen. Beach Boys 2.0!
"Lion in a Coma": ebenso und zusätzlich mit einem spacigen Didgeridoo-Sample
"Also Frightened": exzessiver, polyphoner Chorgesang mit Arcade-Bonuseinlagen
"In the Flowers": explodiert nach zweieinhalb Minuten in wunderbar schräge Kirmes-/Karnevalsounds (wer diese auf einem vollem Album perfekt hören möchte: unbedingt El Guincho's CD "Alegranza" ausprobieren!)
Das Cover-Artwork: sehr schön psychedelisch (nach 3 Sekunden Betrachten bewegt sich alles). Erstellt von Prof. Akiyoshi Kitaoka. Auf seiner Homepage www.ritsumei.ac.jp/~akitaoka/index-e.html gibt es weitere erstaunliche Beispiele der perfekten Illusion und Augentäuschung.
Und warum überhaupt "Merriweather Post Pavilion"? Marjorie Merriweather Post, die Gründerin von General Foods, Inc., spendete tonnenweise Geld für verschiedenste kulturelle Anlässe. Schließlich wurde ein Open-Air-Konzertpavillon in Maryland/USA nach ihr benannt.
"Wer dieses Album mag, könnte sich auch interessieren für":
Animal Collective/Strawberry Jam, Panda Bear/Person Pitch, El Guincho/Alegranza, Coconot/Cosa Astral, The Ruby Suns/Sea Lion, Women/Women.
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