Wow, wieder eine erstklassige Krimiautorin entdeckt! Wurde auf sie aufmerksam durch die Tony-Hill-Sonntagabendkrimis im ZDF.
Dieses Buch finde ich perfekt. Spannung von Anfang bis Ende. Es ist wohl der erste Fall, in dem die Protagonisten Carol Jordan und Tony Hill zusammenarbeiten, beide Charaktere werden mir im Laufe der Polizeiarbeit an diesem Fall bestens nahe gebracht.
Die Geschichte ist die eines Serienkillers, dessen Seele so krank ist, dass er sich seinen größten Kick durch schlimmste Foltermethoden des Opfers beibringt. Das Buch beginnt mit seiner Reise nach Italien und der Besichtigung eines Foltermuseums.
Zwei Stränge lösen sich in den Kapiteln ab: Die Polizeiarbeit inklusive der Arbeit des Profilers Hill und die tagebuchartigen Beschreibungen des Mörders, in denen er als Ich-Erzähler beschreibt, wie er seine Opfer auflauert, letztendlich kidnappt, verschleppt, quält und tötet. Es bleibt bei diesen Ich-Erzählungen offen, wer der Mörder ist, es bleibt sogar unklar, ob es sich um einen Mann handelt oder um eine Frau.
Allerkleinste Kritik: Schon wieder geht mir ein Polizist aus oberen Rängen auf die Nerven, der in seiner Arroganz alles besser weiß. Aber Gott sei Dank wird der bald suspendiert. Warum meinen so viele Krimiautoren, es müsse polizeiintern ständig an Stühlen gesägt werden, um das Ganze noch spannender zu machen? Das braucht der Leser wirklich nicht!
Habe trotzdem gleich die nächsten drei Thriller von Val McDermid bestellt und freue mich schon darauf