Große Erwartungen hatte ich nicht gehegt, aber gedacht: Billy Bragg ist klasse, Wilco ist großartig, also kann so eine Gemeinschaftsproduktion auch nicht verkehrt sein, wobei man sich schon fragt, wie dieser Urbrite denn bitte mit diesen Uramis harmonieren soll. Und dann schiebt man die CD rein. Und tut die nächsten Stunden nichts anderes, als immer wieder mal die "Play"-Taste zu drücken und zu staunen.
Von der Musik her sicher nichts bahnbrechend Innovatives, sondern (wie zu erwarten) gitarrenlastige Musik zwischen Folk, Alternative und Blues. Was überrascht, ist die traumwandlerische Sicherheit, mit der die Burschen diese Musik machen, es klingt alles locker aus dem Handgelenk gespielt, aber keineswegs hingeschludert. Und der Britt harmoniert prächtig mit den Amis (die aber nicht nur nach Köpfen, sondern auch musikalisch klar dominieren).