Ich muss ja zugeben, am Anfang dieser Lektüre war ich ziemlich wütend auf Merlin, der voller Hochmut erst Fincayra und dann das Leben seiner Mutter aufs Spiel setzt, aber das ist für mich unter anderem ein Zeichen für einen gelungenen Roman. Ich war so in der Geschichte drin, dass ich die gleichen Empfindungen wie die Charaktere in dem Buch hatte. Rhia habe ich immer lieber gewonnen und auch Merlin wird wieder liebenswerter im restlichen Verlauf des Buches. Zuweilen hatte ich mir ein wenig mehr Tiefgang erhofft und dass die Geschichte etwas weniger vorhersehbar ist. Allerdings gefällt es mir auch Vermutungen auf Grund von kleinen Andeutungen aufzustellen, wenn diese sich dann später als wahr erweisen (ich möchte nicht zu viel verraten, diejenigen, die das Buch gelesen haben, werden wissen was ich meine). Man muss doch immer im Auge behalten, dass dieses Buch nicht nur für Erwachsene geschrieben ist. Insgesamt ist der zweite Roman nicht ganz so spannend wie der erste Teil zum Schluss, aber dennoch ans Herz zu legen.