Nein, diesmal geht es mal nicht um Harry Potter! ^_~
Der Film handelt - dem Titel entsprechend - von Merlin. Er umfasst seine gesamte Lebensgeschichte, von der Geburt bis hin ins hohe Alter ( allerdings mit grösseren Zeitsprüngen ).
INHALT:
Grossbritanien, 6 Jhd. nach Christus.
Eine Zeit des Umbruchs. Die neue christliche Religion hält Einzug. Die Menschen beginnen sich von ihren heidnischen Gebräuchen abzuwenden. Das kann und will die dunkle Feenkönigin ( Banshee? ) Mab nicht zulassen, denn das Vergessen bedroht ihre Existenz. Als Gegenmassnahme beschliesst sie also einen mächtigen Zauberer zu erschaffen, welcher die Menschen wieder auf den "alten Weg" zurückführen soll. Mit ihrer gesamten magischen Kraft erschafft Mab einen "Samen", den sie einer Bauersfrau einpflanzt. Monate später wird Merlin geboren - der Junge ohne sterblichen Vater! Dieser wächst geborgen bei seiner Tante auf ... nichts ahnend vom magischen Erbe, welches er in sich trägt. Eines Tages trifft der jugendliche Merlin auf die junge Lady Nimue, in die er sich unsterblich verliebt. Bald darauf rettet er ihr das Leben ... wobei seine verborgenen Kräfte erweckt werden. Wenig später nimmt ihn Mab unter ihre Fittiche und lehrt ihn das schwierige Zauberhandwerk. Doch bevor Merlin die höchste der drei Stufen der Magie bewältigen kann, überwirft er sich mit Mab und verlässt seine Schöpferin im Zorn.
Im Verlauf der Jahre dient er zunächst König Uther Pendragon, dem zukünftigen Vater von Artus. Und dann beginnt die weitgehendst bekannte Geschichte um König Artus und die Ritter der Tafelrunde ... immer erzählt aus der Sicht von Merlin. Hilfe bekommt er nur von der Herrin vom See, die ihm u.a. auch das Schwert Excalibur schenkt. Nicht vergessen darf man auch Merlins grosse Liebe Lady Nimue, die das Schicksal des Zauberers mitbestimmt.
REZENSION:
Da der Film eine Fernsehproduktion ist, war das Budget natürlich nicht sehr groß. Dementsprechend sind die CGI-Effekte nicht gerade grossartig zu nennen und auch die Schlachten sind nicht so opulent, wie man es inzwischen von grossen Kinoproduktionen gewohnt ist. Dafür einen halben Stern Abzug.
Nichtsdestotrotz ist die Handlung sehr mitreissend. Liebe, Intrigen, Tragödien, Kämpfe und Magie ... ein wahrlich schönes Fantasy-Epos!
Sogar ein wenig Humor kommt ins Spiel - in Gestalt des überforderten, etwas trotteligen Untergebenen von Königin Mab ... dem Gnom Frick!
Ein kleines Manko gäbe es allerdings noch. Obwohl der Film von einem Zauberer handelt, zaubert dieser im Verlauf der 175 Minuten Spielzeit, vielleicht fünf mal ( dann aber richtig )! Es sind somit Mab und Frick, die den Grossteil der Magie bewirken. Andere phantastische Elemente sind auch etwas spärlich gesät. Hier und da ( meist nur am Anfang ) kommen Elfen, Feen, Greife und sogar ein Drache vor! Dafür einen halben Stern Abzug!
Wer also Nonstop-Zauberei à la Harry Potter erwartet, dürfte etwas enttäusscht werden. Wer Zauberei à la Gandalf erwartet, bekommt sogar ein bisschen mehr.
FAZIT:
Grandioses TV-Fantasy Epos um den ersten berühmtesten Zauberer der Welt!