Merle mordet aus Beruf, und - auch wenn sie es nicht offen zugibt - ein wenig aus Spaß an der "Freud". Leider gibt es bei einem eigentlich einfachen Auftrag ein Problem. Der Auftraggeber will nicht nur nicht bezahlen, sondern Merle aus dem Weg räumen. Das lässt diese sich nicht gefallen. Swoeit ist dies eigentlich konventionelle Krimikost, was die Sache aus der Masse hervorhebt, ist, dass der Autor einen parallelen Strang entwickelt, in dem Merles Ex-Mann, der Braunschweiger Kioskbetreiber Hektor, die Hauptrolle spielt. Dieser Gelegenheitsdetektiv übernimmt einen kleinen Auftrag und landet dann bei den selben Leuten, die Merle aus dem Weg räumen wollen. So geraten die zwei wieder aneinander - ein Wiedersehen der ganz besonderen Art. Das Buch ist sehr spannend und locker geschrieben, die wechselnde Perpektive der Erzähler hält die Spannung aufrecht. Darüber hinaus ist es auch sehr amüsant, eine etwas verschlafene Provinzstadt mal als Handlungsort eines Politthrillers zu sehen, denn die Handlung spielt mittem im Bundestagswahlkampf und die Beteiligten sind teilweise lokale Promis - natürlich fiktiv. Man bekommt Appetit auf mehr davon.