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am 17. Januar 2005
Vorneweg: Es gibt nicht genug Sterne, um diese CD-Box zu werten!!!
Dies ist die dritte Jerry Lee Lewis CD-Box von Bear Family Records und umfasst die Jahre 1970 bis 1977, als der Killer bei Mercury Records unter Vertrag war. Nach seinem formidablen Comeback auf dem Country-Markt für Smash Records gab es erst mal keinen Grund, an der musikalischen Ausrichtung etwas zu ändern. Als seine Mutter 1970 starb, wechselte er kurzfristig zur Gospelmusik, wurde aber wieder zum Country zurück dirigiert. Damit er dieser Kost treu blieb, wurde auch immer wieder Platz für einen Rocker eingebaut (Sweet Georgia Brown, Please Don't Talk About Me When I'm Gone, Big Blon' Baby), was auch dieser CD-Box zugute kommt, die erst auf der dritten CD mit Anfang des Jahres 1972 so richtig in Schwung kommt. Da machte Jerry Lee die Aufnahmen zu „The Killer Rocks On", einer fast schon zu schnellen High-Speed-Hit-Rock'n'Roll-Sammlung voll manischer Energie. Bobby McGee haut einen von den Socken, Don't Be Cruel, Chantilly Lace, Walk A Mile In My Shoes, alles erste Sahne. Nach einer weiteren Country Scheibe kam erst Anfang 1973 wieder richtig Schwung rein anlässlich der London Sessions. (Die sind auf dieser CD-Box nicht enthalten, sonder wurden separat veröffentlicht. Rauher Rock'n'Roll mit einem Haufen langhaariger junger englischer Mitmusiker und Fans von Procul Harum, Heads, Hand and Feet, Manfred Mann.) Nach weiteren Country-Aufnahmen gab es dann im September 1973 die legendären Southern-Roots-Sessions in Memhis. Mit erstklassigen Begleitmusikern wie Steve Cropper, Donald „Duck" Dunn, den Memphis Horns, Carl Perkins, Tony Joe White, James Brown und vielen mehr machte Jerry Lee wieder leidenschaftlich Musik - und Party, wie man auf den CDs 5 und 6 hören kann. Meat Man, Blueberry Hill, Margie, Hold On, I'm Coming, Just A Little Bit, Haunted House, Honey Hush, alles astrein, soulig, erdig, rockend, einfach mitreissend.
Kurz nach der Session starb Jerry's zweiter leiblicher Sohn bei einem Verkehrsunfall, der erste war Jahre zuvor im Swimmingpool ertrunken. Der ohnehin schon rasante Lebensstil wurde noch exzessiver, und meist erschien der Killer mit durch das Saufen, Rauchen und die One-Nighter zerstörter Stimme im Studio und musste etliche Male zu Overdub-Sessions erscheinen. Die Musik, die er machen wollte, war weg vom Mainstream Country Radio - und damit auch in den meisten Fällen jenseits der Charts, aber sie war authentisch, Jerry Lee Lewis-Musik, die sich jeder Kategorisierung entzog, und zum Teil gar nicht veröffentlicht wurde, wie z.B. die grandiosen Versionen von Billy Swan's I Can Help. Die Aufnahmen zu „Boogie Woogie Country Man" (1974) und „Odd Man In" (1975) gehören zu den absoluten Höhepunkten dieses Sets. Ähnlich wie Elvis hätte Jerry Lee 1976 gar nicht ins Studio gehen sollen, wenn man die wenigen und schlechten Aufnahmen dieser Zeit hört, und auch im letzten Jahr für Mercury, 1977, gab es nur einige wenige Perlen wie Ivory Tears, Middle Age Crazy, I'll Find It Where I Can, Charlie Rich's Klassiker Sittin' And Thinkin' und das traurigste Lied überhaupt, What's So Good About Good-bye. Auf CD 10 sind Live-Aufnahmen aus dem Jahr 1969 vom Toronto Peace-Festival (warum?) sowie ein Radio-Promotion-Special von 1973 anlässlich der Veröffentlichung von „Southern Roots" (super) zu finden.
Dieses CD-Set dokumentiert den graduellen Verfall Jerry Lee Lewis' in den 1970ern mit allen musikalischen Höhe- und Tiefpunkten in ausführlicher und eindrucksvoller Weise und exzellenter Soundqualität. Unterstützt wird das ganze durch ein 64-seitiges, farbiges Booklet mit Informationen (auf englisch) zu den einzelnen Sessions von Colin Escott, vielen Bildern, einer chronologischen Auflistung der Sessions dieser Periode und aller Songs, die aufgenommen wurden.
PS: Tipp: CD "The London Session" auf Cherry Red Records, 2003
PPS: Die musikalische Auferstehung des Killers unter Mithilfe von James Burton aus dem Jahre 1979 ist auf Warner-Brothers „Rockin' My Life Away" (1991) erhältlich.
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